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Zwischenfazit und Blick hinter die Frühlingsfest-Kulissen

Bierzelt-Chefin Selma: „Sowas wie am Samstag in Traunstein hab‘ ich noch nie erlebt“

Selma Yahyaoglu vom Festwirt Mörz auf dem Frühlingsfest in Traunstein 2022.
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Selma Yahyaoglu, seit vier Jahren Personal- und Serviceleiterin beim Festwirt Mörz. Zuvor arbeitete sie auch zwölf Jahre als Bedienung auf dem Frühlingsfest in Traunstein.
  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Endlich wieder Frühlingsfest in Traunstein - wir haben mit Bierzelt-Leiterin Selma Yahyaoglu hinter die Kulissen geschaut, ein Zwischenfazit gezogen und darüber gesprochen, welche Rolle der Bierpreis spielt oder wie man Bedienungen einen Gefallen tun kann.

Traunstein - Vom Dienstplan der Bedienungen, über den Hendl-Nachschub, bis zum Verwalten der Umsätze: Im Bierzelt am Traunsteiner Frühlingsfest gibt es praktisch nichts, wo Selma Yahyaoglu nicht ihre Finger im Spiel hätte. „Am Wochenende war ich die gefragteste Frau im Zelt“, lacht die Festzelt-Leiterin beim Besuch von chiemgau24.de. In ihrer Hand liegt es, dass es auch nach zweijähriger Corona-Pause am Frühlingsfest wieder läuft wie am Schnürchen.

Frühlingsfest Traunstein: Erster Samstag übertraf alles

2006 begann Yahyaoglu beim Festwirt Mörz als Bedienung, seit 2018 hat sie die Serviceleitung inne. Sie muss es wissen: Haben die Traunsteiner das Feiern in den letzten Jahren verlernt? Selma Yahyaoglu kann nur mit dem Kopf schütteln: „Die Ausmaße vom Samstag in Traunstein hab‘ ich noch nie in einem Bierzelt erlebt.“ Es sei so voll gewesen, dass es auch für das Servicepersonal kaum mehr zu schaffen war. Einer der Kellner habe nach einer Klopause eine Stunde gebraucht, bis er es wieder ins Zelt schaffte. Ab 21 Uhr musste die Polizei den Einlass übernehmen, Zugänge teils sperren und eine „Einbahnregelung“ im Zelt durchsetzen.

Dass heuer „wirklich viel los“ ist, habe man auch am Sonntag gemerkt: „Es ging von in der Früh bis zum Abend durch“, so die Festzelt-Leiterin. Auch erwähnenswert: Corona und der Bierpreis spielen laut Selma Yahyaoglu keine Rolle. „Man merkt richtig, dass die Leute wieder raus wollen und hungrig auf Veranstaltungen sind.“ Und auf den Preis für die Mass Bier - 9,80 Euro - würden die Leute „überhaupt nicht“ reagieren. Beim letzten Traunsteiner Frühlingsfest 2019 kostete der Liter noch 8,40 Euro. Auch schlechtes Wetter, wie voriges Wochenende, kurble das Geschäft im Festzelt eher noch mehr an.

Für Bedienungen möglichst „ein nettes Wort und ein Lächeln“

Yahyaoglu dirigiert nicht nur die knapp 35 Bedienungen im Bierzelt, sondern auch das Personal an der Schenke und in der Küche. „Ich bin jeden Tag von früh bis abends da und die letzte, die hinausgeht“. Ein wahrer Fulltime-Job - und geschlafen wird im Wohnwagen auf dem Festplatz. Aber nicht nur in Traunstein, sondern die ganze Saison über ist Selma Yahyaoglu für Festwirt Mörz Woche für Woche im Einsatz: 16 Bierzelte von Hof bis Partenkirchen, von Fürstenfeldbruck bis Salzburg. Den Abschluss bildet dann das Reichenhaller Herbstfest Mitte September.

Auftakt des Traunsteiner Frühlingsfestes vom 6. Mai

Sensationeller Auftakt des Traunsteiner Frühlingsfestes.
Sensationeller Auftakt des Traunsteiner Frühlingsfestes.
Sensationeller Auftakt des Traunsteiner Frühlingsfestes.
Sensationeller Auftakt des Traunsteiner Frühlingsfestes.
Auftakt des Traunsteiner Frühlingsfestes vom 6. Mai

Um die 30 Bedienungen für rund 2500 Feiernde, die ins Traunsteiner Festzelt passen - wie kann man als Gast einer Bedienung auch mal das Leben leichter machen? „Ein nettes Wort, ein Lob, ein Lächeln“, fällt Selma Yahyaoglu als erstes ein. Wenn es zugeht, die Gänge möglichst freihalten, „und nicht gleich ausflippen, wenn es länger dauert“. Und natürlich: Trinkgeld. Doch damit gehen die Traunsteiner nach den Erfahrungen der Festzelt-Leiterin eher sparsam um. „Vielleicht liegt‘s an der Mentalität im ländlichen Raum.“ Aber, auch den Eindruck haben wir von Yahyaoglu bekommen: Die Umsätze in Traunstein gleichen‘s bestimmt wieder aus.

xe

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