Friedensgruß erstmals in Gebärdensprache – Ruhpoldinger Frauenbund feiert sein 90-jähriges Bestehen

An den Marktstanderl des Ruhpoldinger Frauenbunds gab es Selbstgemachtes zu erwerben. Der Erlös kommt der „Wohlfühlwerkstatt Traunstein“ zugute.
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An den Marktstanderl des Ruhpoldinger Frauenbunds gab es Selbstgemachtes zu erwerben. Der Erlös kommt der „Wohlfühlwerkstatt Traunstein“ zugute.

Regen und Sonne begleiteten das Jubiläum zum 90-jährigen Gründungsfest, das der katholische Frauenbund mit einem abwechslungsreichen Programm feierte.

Ruhpolding – Dazu gehörte das herbstlich anmutende Marktstanderl, die Beteiligung an der Gott-sei-Dank-Wallfahrt hinauf nach Maria Eck und als geistlicher Höhepunkt der festliche Gottesdienst. Der Frauenbund stellt mit etwa 350 Mitgliedern die zahlenmäßig größte Gruppe innerhalb der Pfarrei St. Georg. Von dem ursprünglich angedachten Festabend nahmen die Organisatorinnen aufgrund der Infektionsschutzmaßnahmen ebenso Abschied wie von der Hoffnung auf ein voll besetztes Kirchenschiff während des Jubiläums-Gottesdienstes, der mit einem feierlichen Einzug eröffnet wurde. Trotz strömenden Regens am Samstag war das herbstliche Marktstanderl „beim Hauber“ stark frequentiert. Selbstgebastelte Deko-Artikel wie Türkränze und Gestecke, aber auch Marmeladen, Sirup, Liköre, Kerzen und vieles mehr fanden reißenden Absatz. Fleißige Hände hatten hier wochenlang gewerkelt, um den Kunden eine große Auswahl zu bieten.

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Auch im Jubiläumsjahr bleibt der Frauenbund seinem Unterstützungscharakter treu: Der Erlös des Marktstanderls kommt diesmal der „Wohlfühlwerkstatt Traunstein.“ zugute. Pastoralassistent im Vorbereitungsdienst Uli Jauernig dankte den Frauen für ihr beachtliches Engagement sowie die weitreichende Mithilfe im Kirchenjahr. Er stellte beispielgebend die mutige Rolle von Ellen Ammann heraus, die als Gründerin des Bayerischen Frauenbundes gilt und als Landtagsabgeordnete sowie kirchliche Aktivistin unübersehbare Akzente setzte. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Harfen-Duo Gunthild Hofbauer und Evi Sandner sowie von Organist Richard Krekel. Zwischengesänge steuerte Pastoralreferent Georg Gruber bei; Lesung und Fürbitten trugen die Team-Mitglieder vor.

Aufmerksamkeit galt dem Friedensgruß, den Hauber erstmals in der Gebärdensprache vortrug. Wie die Teamsprecherin erklärte, kam diese Idee aus den Reihen der Ruhpoldinger Frauen. Hermine Endress bedauerte den bis auf Weiteres wegen Corona wegfallenden Friedensgruß per Hand. Dazu wollte sie mit den gestenreichen Symbolen einen Ausgleich schaffen. slu

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