Der Freundeskreis Heimathaus Chieming lehrt Geschichte vor Ort

So sah das Gebäude in Chieming um 1925 aus.

Durch das Engagement des Vereins gibt nicht nur ein Heimatmuseum, sondern zahlreiche Veranstaltungen

Chieming – Der Verein Freundeskreis Heimathaus Chieming wurde 1981 vom damaligen Heimatpfleger Hans Seidel gegründet, um den Abbruch des denkmalgeschützten Denglhamer- Bauernhofes zu verhindern.

Durch die Überzeugungsarbeit des Vorstands und der Mitglieder konnte ein Pachtvertrag mit der Gemeinde als Besitzer des Anwesens geschlossen werden, um das Bauernhaus, das 1823 so erbaut wurde, wie es größtenteils heute noch aussieht, zu erhalten. Als Nutzungskonzept war ein Heimatmuseum vorgesehen und der Stall als Veranstaltungssaal zu sanieren. Mit viel Eigenleistung der Mitglieder, Spenden und Zuschüssen wurde das Vorhaben verwirklicht. Im landwirtschaftlichen Teil des Hofes hat die Gemeinde mit der Unterbringung des Haus des Gastes mit Tourist-Information die vollkommene Nutzung des Gebäudes erreicht.

Der Vereinszweck beinhaltet die Erhaltung des Bauernhofs, Einrichtung eines Heimatmuseums und die Nutzung des Gewölbesaals für Veranstaltungen.

Um die Erforschung der Heimatgeschichte und die Dokumentationen der Nachwelt zur Verfügung zu stellen, wurden über „Die Entwicklung der Sommerfrische, die „Erfassung aller Denkmäler in der Gemeinde“, die „Geschichte über das Hofmarkschloss“ und aller „Künstler, die in Chieming gewirkt haben“ Broschüren herausgebracht. Zusätzlich sind ein Buch über das 19. Jahrhundert und eine Gemeindechronik erstellt worden.

Das Heimatmuseum kann normalerweise bei den wöchentlichen „Historischen Dorfführungen“ besichtigt werden. Neben den Ausstellungen über die Frühgeschichte im Gewölbesaal wird in den Wohn- und Schlafkammern das Leben und Arbeiten auf dem Bauernhof dargestellt.

Derzeit wird in dem Leader-Projekt über die „Römerregion-Chiemsee“ eine Infostation in Stöttham mit einer Tafel, einem römischen Meilenstein und einem nachgebildeten römischen Gedenkstein geplant. Zu diesem Thema kann man den restaurierten Römerstein im Eingang des Rathauses und einen weiteren Römerstein im Haus des Gastes besichtigen.

Auf der Website www.heimathaus-chieming.de gibt es verschiedene geschichtliche Beiträge sowie Bilder vom Heimatmuseum zu lesen.

Im Gewölbesaal finden Sänger- und Musikanten-Hoagarten, Mundartlesungen, Vorträge und auch klassische Konzerte statt. Die Musikschule nutzt den Saal für Konzerte und Vorspielabende. Statt dem 33 Jahre lang organisierten Adventsmarkt lädt der Verein nun zu einem musikalischen Spaziergang „Aufgspuit am Chiemsee“. Hier singen und spielen vornehmlich Nachwuchsgruppen, auf sechs Stationen um das Chieminger Schloss und an der Strandpromenade, überlieferte, alpenländische Volksmusik. Der Verein hat momentan unter Hubert Steiner, dem Vorstand seit 1991 und Ortsheimatpfleger, 175 Mitglieder.

Mehr zum Thema

Kommentare