Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Noch wohnen hier Flüchtlinge

Umbau des ehemaligen Lebenshilfe-Wohnheims in Seeon sorgt für Freude, aber auch Skepsis

Das geplante neue Gebäude in der Werlinstraße soll mehrgeschossig sein.
+
Das geplante neue Gebäude in der Werlinstraße soll mehrgeschossig sein.
  • VonGabi Rasch
    schließen

Die Bavaria Privat Invest KG plant, das ehemalige Lebenshilfe-Wohnheim in der Werlinstraße in Seeon umzubauen. Nach der ersten Planskizze, die in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgestellt wurde, soll der Mittelteil des Gebäudes abgebrochen und neu gebaut und die bestehenden Gebäude erweitert und aufgestockt werden. Doch was bedeutet das für die Bewohner?

Seeon-Seebruck – Eine genaue Anzahl der später verfügbaren Wohnungen steht noch nicht fest. Die Rede war von etwa 20 Wohnungen. Nach Angaben des Investorenvertreters Andreas Hartl, habe die Bavaria Privat Invest KG die Immobilie, in dem aktuell ukrainische Flüchtlinge leben, vor einem Jahr erworben. Eigentlich sind es zwei Gebäude, die durch einen Flachdachanbau miteinander verbunden.

Hell soll es werden

Der Bau stammt aus den 1960er Jahren. Zunächst wurde das Anwesen als Gästehaus und später als Hotel genutzt. Den Investoren schwebt vor, dort „helle Wohnungen mit viel Glas“ für mehrere Generationen zu schaffen. Es soll auch eine Tiefgarage gebaut werden. Zusätzliche Stellplätze sollen im Bereich des Hanges angeordnet werden.

Zeitpunkt für Umbau steht noch nicht fest

Einen konkreten Zeitpunkt, wann der Um- und Neubau starten soll, gibt es nach Angaben der Investoren noch nicht.

Wie Andreas Hartl mitteilte, habe es im Vorfeld einen Workshop mit den Nachbarn gegeben, um mögliche Konflikte im Vorhinein auszuräumen. Diese Vorgehensweise wurde auch vom Gemeinderat allgemein sehr begrüßt.

Aufregerthema: Parkplätze

Die Reaktionen der Anlieger im Rahmen des Workshops fielen laut den Investoren unterschiedlich, aber grundsätzlich positiv aus: Einige empfinden das Gebäude „etwas wuchtig“ andere finden das „viele Grün sehr schön“.

Dass durch die Nachverdichtung auch der Verkehr zunehmen wird und zusätzliche Parkplätze geschaffen werden müssen, war auch im Gemeinderat ein kleines „Aufregerthema.“ Deshalb sollte sich der Gemeinderat nach Auffassung von Franz Wörndl (CSU) über die Erschließung noch intensiv unterhalten.

Mutig in die Höhe

„Es macht auf alle Fälle Sinn, in die Höhe zu bauen. Das ist mutig. Und ich kann mir vorstellen, dass das Gebäude gut integriert ist“, so Wörndl. Sein Fraktionskollege Sepp Daxenberger lobte ebenfalls eine Nachverdichtung. Dadurch werde Platz gespart, sagte Daxenberger. Weniger gefalle ihm die terrassenartige Abstufung des Mittelteils. Alfred Fiedler (FW) regte ebenfalls an, im Zuge der engeren Planungen die Verkehrsführung im Auge zu behalten. Vor allem während der Bauphase sei darauf zu achten, dass es zu keinem Verkehrskollaps komme. Auch seine Fraktionskollegin Martha Gruber räumte nicht nur Bedenken hinsichtlich des zusätzlichen Verkehrsaufkommens ein. Auch das Gebäude selbst erscheint ihr sehr wuchtig. zweiter Bürgermeister Norbert Maier (FW) verdeutlichte, dass in diesem Fall eine Tiefgarage eine Pflichtaufgabe sei. „Ohne Tiefgarage geht es nicht!“

Geprägt durch ländlich gestaltete Bebauung

Manuela Kral (CSU) merkte an, dass auf dem Grundstück durch das Gästehaus und Hotel schon immer viel Verkehr geherrscht habe. „Wir müssen uns an die Innenverdichtung gewöhnen“, erklärte Bürgermeister Martin Bartlweber (FW). Er wies aber auch darauf hin, dass eine Verträglichkeit der Baumaßnahme mit der Verwaltung eng abzustimmen sei. Das Bauvorhaben befinde sich im Bebauungsplan „Seeon – Nördlich des Dorfes Niederseeon“. Hier sei die Nachbar- und Bestandsbebauung geprägt durch ländlich gestaltete Ein- und Zweifamilienhäuser. Eine derartig viergeschossige massive Bebauung sei hier nicht vorhanden und stelle in dem homogen gewachsenen Ortsteil einen Fremdkörper dar.

Jetzt sind die Behörden dran

Diese und weitere Anmerkungen würden sich zunächst sehr negativ anhören, sagte Bartlweber. Er verwies aber darauf hin, dass die Planung hinsichtlich der Gebäudegröße und Architektur angepasst werden müsse. Ebenso solle eine Vorbestimmung mit der Genehmigungsbehörde und Fachstellen durchgeführt werden. Ein Beschluss wurde nicht gefasst.

Mehr zum Thema

Kommentare