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Freude über Inseldom-Entscheidung

Der damalige Finanzminister Markus Söder machte sich 2015 ein Bild vom Inseldom. Dr. Friedrich von Daumiller, Vorsitzender der Freunde von Herrenchiemsee (links), und Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner führten den heutigen Ministerpräsidenten durch die historischen Gemäuer und warben um Investitionen, um das frühere Gotteshaus wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Archiv Berger

Herreninsel – Die Vereinigung der Freunde von Herrenchiemsee hat eines ihrer großen, langfristigen Ziele erreicht: Der Freistaat investiert 2,1 Millionen Euro in die Erschließungs- und Sanierungsmaßnahmen, um den Inseldom für kleine Besuchergruppen zu öffnen (wir berichteten).

Mitte März hatte der Hauhaltsausschuss des Landtags die Mittel dafür freigegeben.

Längerfristig besteht beim Verein der Wunsch, den Dom als barrierefreies „selbstsprechendes Museum für die Säkularisierung“ zu erhalten. Das ehemalige Kloster Herrenchiemsee, das Augustiner Chorherrenstift, geht auf eine der ältesten Klosteranlagen nördlich der Alpen zurück.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung der Freunde von Herrenchiemsee in der Schlosswirtschaft Herrenchiemsee gab der Vorsitzende Dr. Friedrich von Daumiller mit Freude bekannt, dass das Bayerische Staatsministerium im März den Bauauftrag für die erforderlichen Maßnahmen im Inseldom an die Bayerische Schlösserverwaltung erteilt hat.

Zeugnis der Geschichte

Der Inseldom ist ein steinernes Zeugnis der wechselvollen Geschichte Bayerns. Ursprünglich um 1130 durch Erzbischof Konrad von Salzburg als Kirche des Augustiner Chorherrenstifts errichtet, diente das Gotteshaus ab 1215 auch als Kathedrale der Bischöfe des Bistums Chiemsee. 1676 bis 1679 wurde die Domstiftskirche durch den Graubündner Barockbaumeister Lorenzo Sciasca auf älteren Fundamenten weitgehend neu erbaut. Nach der Säkularisation wurde der Inseldom ab 1818 zu einer Brauerei umgebaut.

Das Einführungsreferat der Versammlung hielt Prälat Dr. Walter Brugger über „Ein Bischofsgrab im Dom von Herrenchiemsee“ und verband es mit der imposanten Biografie von Bernhard von Kraiburg, der 1467 bis 1477 Bischof vom Chiemsee war. Er hatte im 15. Jahrhundert als einfacher Bürgersohn durch sein diplomatisches Geschick eine erstaunliche klerikale Karriere gemacht. Unterstützung fand er auch bei den Salzburger Erzbischöfen.

Von Daumiller stellte Prälat Dr. Brugger als „gefühlten Bischof vom Chiemsee“ vor und gratulierte ihm nachträglich zum 90. Geburtstag. Der Ludwig Thoma Chor aus Prien schloss sich musikalisch den Glückwünschen an. Chorleiter Sebastian Weyerer aus Prien animierte die Mitgliedschaft, darunter viele Prominente aus Klerus und Politik, erfolgreich zu einem Geburtstagskanon.

Das Thema Inseldom griff auch Dr. Hermann Dannheimer auf, der über sein entsprechendes Buchprojekt und die weitere Finanzierung referierte. Der als „Hausarchivar“ und „großer Idealist“ vom Vorsitzenden vorgestellte Dannheimer warb für eine weitere finanzielle Unterstützung von 30 000 Euro zur Fertigstellung des von den Freunden von Herrenchiemsee beauftragten Buchprojekts. Sie wurde ihm von den Mitgliedern einstimmig bewilligt.

Die Publikation der wissenschaftlichen Recherchen von Dannheimer durch die Akademie der Wissenschaften über das Kloster und Stift Herrenchiemsee ist für 2020 geplant.

In seinem Rechenschaftsbericht bedankte sich von Daumiller für die Unterstützung des Projekts Inseldom beim früheren Finanzminister und jetzigen Ministerpräsidenten Markus Söder, CSU-MdL Klaus Stöttner und Josef Austermayer, dem Vorstand der Schlösser- und Gartenverwaltung auf der Herreninsel.

Die Zahl der Mitglieder hat sich leicht erhöht auf 484. Ein besonderer Wunsch des Vorsitzenden ist es, junge Mitglieder für die Vereinigung der Freunde von Herrenchiemsee zu gewinnen.

Führungen beim gemeinsamen Tag

Bei den Vorstandswahlen wurde von Daumiller in seinem Amt bestätigt. Bernhard Greimel gab sein Amt als Stellvertreter gegen einen Sitz im Beirat auf. Gewählt wurde an seiner Stelle Dr. Wolfgang Berka, Unternehmensberater aus Traunstein, als Zweiter Vorsitzender. Schatzmeisterin Charlotte Münck und Schriftführer Helmut Eberl werden ihre Ämter weiterführen. Beisitzer sind Greimel, Andreas Hauptmann, Jürgen Seifert (Bürgermeister Prien), Georg Huber (Bürgermeister Chiemsee), Bettina von Seyerl, Professor Dr. Manfred Treml und Andrea Hübner, Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH, anstelle von Kreisheimatpfleger Karl Ass, der sein Amt als Beirat niederlegte.

Von Daumiller wies abschließend auf einen Herrenchiemsee-Tag mit Führungen im Verfassungsmuseum, der Galerie im Chorherrenstift und in der „Königsklasse“ im August hin.

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