550 Freiwillige nähten im über 6600 Stunden fast 50000 Corona-Schutzmasken

49 700 Stück Behelfs-Mund-Nasen-Schutzmasken wurden in den vergangenen Corona-Wochen im Landkreis Rosenheim durch die Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) des Landratsamtes mehr oder weniger im Stillen geschaffen.

Diesen Einsatz-Abschnitt innerhalb des K(atastrophen)-Falles leitete Kreisbrandmeister Stefan Pfliegl aus Prien. In der Marktgemeinde nahm die 39 Tage dauernde Aktion mit rund 550 Näherinnen und Nähern ihren Anfang. Sie verarbeiteten alle 400 Meter Vlies, das aus dem Wirtschaftsministerium dafür geliefert worden war. Auf einen Aufruf im Internet meldeten sich 497 Privatpersonen, um die Näher in kleinen Firmen zu unterstützten, weil die Zeit drängte. Die landkreiseigene Turnhalle des Ludwig-Thoma-Gymnasiums in Prien wurde zum Zwischenlager und zur Ausgabestelle umfunktioniert. 17 Feuerwehren und die Wasserwacht Prien-Rimsting verteilten das Material und transportierten die fertigen Masken zur zentrealen Ausgabestelle. Pfliegl dokumentierte dafür 1580 Einsatzstunden. Die ehrenamtlichen Näherinnen werkelten 6620 Stunden. Beim Nähen halfen unter anderem die Schneider-Innung , das Trachtengeschäft Resi Bartl in Prien, die Segelmacherei Fritz in Prien, Schneiderin Sylvia Huber in Bernau, Weishäupl-Schirme in Stephanskirchen sowie die Firma Pfliegl Planen-Markisen in Prien. Die Herstellung der Alu-Nasenbügel, die die anfänglich per Hand geschnittenen und gebogenen Drähte ersetzten, übernahm die Firma Prankl in Greimharting. Unser Bilder zeigen von links zwei Näherinnender Firma Weishäupl-Schirme, Organisator Stefan Pfliegl und Näherin Boppe Nein von der Herreninsel. hoe/re

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