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Vorhang auf für das Klassenspiel

Freie Waldorfschule Chiemgau bringt „Das schweigende Klassenzimmer“ auf die Bühne

Heimlich hören die Schüler den westlichen Radiosender, auch wenn Onkel Edgar bereits vor den Konsequenzen warnt.
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Heimlich hören die Schüler den westlichen Radiosender, auch wenn Onkel Edgar bereits vor den Konsequenzen warnt.

In der Freien Waldorfschule Chiemgau machten die Schüler der 12a eine Zeitreise zurück in die DDR der 1950er Jahre. Sie brachten in ihrem Klassenspiel das Stück „Das schweigende Klassenzimmer“ auf die Bühne des Chiemsee-Saals.

Prien – Darin wollen sich Theo und Kurt, zwei Schüler aus einer Abiturklasse der DDR 1956, beim Kurztrip nach Westdeutschland im Kino amüsieren. In den Nachrichten sehen sie Bilder des Volksaufstands in Ungarn. Zurück in der DDR überzeugen sie beinahe ihre gesamte Klasse davon, heimlich den Radiosender RIAS zu hören. Ihnen wird klar, wie unterschiedlich die Berichterstattung in den west- und ostdeutschen Medien ist.

Deshalb beschließen sie, ein Zeichen des Protests zu setzen und am folgenden Schultag eine Schweigeminute für die Opfer des Aufstands einzulegen. Anfangs vom vermeintlichen Erfolg beseelt, begreifen die Schüler bald, welche Konsequenzen ihre Aktion nach sich ziehen könnte. Doch sind sie bereits in der Spirale von Verhören, Beschuldigungen und versuchter Manipulation gefangen.

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Die immer weiter steigende Verzweiflung der Rollen, in die die Schüler im Stück geschlüpft sind, ist ebenso spürbar wie die Themen Freundschaft, Vertrauen, Zusammenhalt und Verrat. Am Ende gelingt Kurt die Flucht in den Westen. Seine Mitschüler werden der Schule verwiesen und fliehen über den Jahreswechsel ebenfalls dorthin, wo sie ihr Abitur nachholen.

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