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Aktion der evangelischen Kirche

Wie einfach ist der Verzicht wirklich? Prienerinnen testen ein Leben ohne Plastik

Sandra Mulzer und Gabrielle Kraus (von links) haben sich erfolgreich am Plastikfasten versucht.
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Sandra Mulzer und Gabrielle Kraus (von links) haben sich am Plastikfasten versucht.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Um der Umwelt etwas Gutes zu tun, haben acht Frauen aus Prien Plastik gefastet. Hier berichten sie, wie es ihnen ergangen ist.

Prien – Ohne Plastik auszukommen, ist gar nicht so schwer, wie viele glauben mögen. Diese Erfahrung machte zumindest Danielle Kraus. Zusammen mit sieben weiteren Teilnehmern hatte sie sich an der Aktion „Gut verpackt – eine Woche Plastik-Fasten“ beteiligt, die von der evangelischen Kirche initiiert worden war.

„Ich war total erstaunt, ich musste auf Nichts verzichten“, erzählt Kraus im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Freilich ging sie nicht ganz unvorbereitet an das Thema heran, ist sie doch Mitglied in der Priener Initiative für Eine Welt und im Umweltkreis „Grüner Gockel“ der evangelischen Kirche.

In einer WhatsApp-Gruppe hätten sich die Teilnehmer die ganze Woche über ausgetauscht. „Wenn jemand eine plastikfreie Alternative entdeckt hat, hat er es gleich weitergeben“, erzählt Kraus. Quark und Frischkäse sei zum Beispiel Thema gewesen, das könne man sich abfüllen lassen.

Schwer zu finden gewesen seien Müllbeutel, da jene aus Papier für feuchten Müll nicht praktikabel seien, berichtet Sandra Mulzer. Schwierigkeiten habe sie zum Beispiel auch gehabt, Toilettenpapier zu bekommen, das nicht in Plastik verpackt ist.

Hilfe durch eine App auf dem Mobiltelefon

Im Zuge der Recherchen, so berichtet Kraus, sei sie auf eine interessante App mit dem Namen „Replaced Plastic“ gestoßen. In der könne man nach alternativen Produktverpackungen suchen. Dort seien auch Geschäfte gelistet, die entsprechende Angebote vor Ort anböten. Es sei sogar möglich, Hersteller anzuschreiben. So sei sie doch noch in Prien zu ihrem plastikfrei verpackten Toilettenpapier gekommen.

Den beiden Frauen ist klar, dass es Produkte gibt, die für die es zur Plastikverpackung keine sinnvolle Alternative gibt, etwa Arzneimittel. Sie ziehen nach der Woche Plastikfasten ein positives Resüme. Nach anfänglichem Rechercheaufwand habe das gut funktioniert.

Für Mulzer ist da, wo sie Plastik benötigt, das Wiederverwenden ein großes Thema: „Ich wasche meine Gefrierbeutel einfach wieder aus.“