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Vorstellung in „Mike‘s Kino“

Frau Stockl bleibt den Leichen treu: Im neuen Film mit Marisa Burger steckt jede Menge Prien

Geht lieber ins Kino als vor dem Fernseher zu sitzen: Die Schauspielerin Marisa Burger spielt im Film „Wer gräbt den Bestatter ein?“ eine Bestatterin und stellte den Film im Priener „Mike‘s Kino vor“.
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Geht lieber ins Kino als vor dem Fernseher zu sitzen: Die Schauspielerin Marisa Burger spielt im Film „Wer gräbt den Bestatter ein?“ eine Bestatterin und stellte den Film im Priener „Mike‘s Kino vor“.
  • VonKarla Sichelschmidt
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Bei den Rosenheim-Cops kennt man sie als resolute Sekretärin Miriam Stockl, die mit dem Kultsatz „Es gabbat a Leich“ den Beginn der Mordermittlungen markiert. In ihrem neuesten Film spielt Schauspielerin Marisa Burger eine distinguierte Bestatterin. Doch auch Priener waren im Film zu sehen.

Prien – „‘Leichen pflastern ihren Weg‘ ist wohl das passende Motto für mich“, kommentierte die 49-Jährige schmunzelnd ihre aktuellen Rollen. Marisa Burger war in „Mike’s Kino“ zu Gast und präsentierte gemeinsam mit Hauptdarsteller Uli Bauer den neuen Film von Andreas und Tanja Schmidbauer „Wer gräbt den Bestatter ein?“

Frieren auf dem Metalltisch

Im fast bis zum letzten Platz besetzten Filmtheater entfachte die schwarzhumorige Komödie große Heiterkeit und viele spontane Lacher. Ein anerkennendes Raunen ging durch den Saal als man bemerkte: Auch Kinoinhaber Mike Engel stand höchstselbst vor der Kamera.

Allerdings musste der Dreh dieser Szene vielfach wiederholt werden. „Ich konnte mir meine drei Sätze nicht merken“, gestand Mike zerknirscht. „Und ich hatte ein total schlechtes Gewissen, weil Marisa immer wieder ihren langen Text sagen musste.“

Keine Schauspielkarriere für Mike Engel

Marisa Burger nahm es mit Humor: „Das war gar nicht schlimm“, meinte sie. Dagegen wandte Schauspieler Uli Bauer ein „Ich lag als Leichnam in einem dünnen Nachthemd mit blau-lila geschminkten Füßen auf einem Metalltisch – da hab‘ ich ganz schön gefroren.“ Für Mike Engel ist jedenfalls klar: „Die Schauspielkarriere hänge ich an den Nagel.“

Am Ende der Vorstellung waren sich alle einig: Kino ist durch Streaming nicht zu ersetzen. Marisa Burger geht selbst gern ins Kino. „Das hat einen wichtigen gesellschaftlichen Aspekt. Es ist doch etwas ganz anderes, in der Menge zu lachen und im Anschluss über den Film sprechen zu können, als daheim in der Jogginghose vor dem Fernseher zu sitzen“, fasst sie zusammen. Mikes Kino ist ganz nach ihrem Geschmack: „Ich bin eine Freundin kleiner Kinos, und hier ist es ein wenig nostalgisch“, schwärmt sie.

Es steckt viel Prien im Film

Es steckt „viel Prien“ im Film: Hier wurde er zum Teil gedreht, hier lebt Uli Bauer, und auch die Produzenten Tanja Schmidbauer und ihr Bruder Andreas sind in Prien aufgewachsen und haben in der Marktgemeinde ihren Firmensitz. Viele Komparsen kommen aus der Umgebung.

Haben den Film produziert: Die Priener Geschwister Andreas und Tanja Schmidbauer.

Tanja Schmidbauer erzählt, dass auch ihre heimatliche Prägung in den Film eingeflossen ist. „Da steckt viel aus unserem eigenen Erleben drin“, berichtet sie. „Der Metzger, der Wirt – das sind Typen, bei denen wir eigene Eindrücke mitverarbeitet haben.“ Sie und ihr Bruder können sich vorstellen, noch weitere Heimatfilme zu machen. „Da gibt es einen Markt“, erläutert sie, möchte sich aber nicht auf dieses Genre festlegen.

Es ist ein weiter Weg, bis die Ideen gereift und die Finanzierung gesichert ist. „Da muss man zwischendurch viel Nudeln mit Tomatensoße essen“, kommentiert Schmidbauer humorvoll die finanziellen Durststrecken zwischen den Projekten.

Marisa Burger ist die Rolle auf dem üblichen Weg angeboten worden. „Ich habe sofort nach Lektüre des Drehbuchs zugesagt“, sagt die Schauspielerin und ergänzt ganz entschieden: „Junge Leute muss man unterstützen.“

Mehr gute und charakterstarke Rollen

Zuletzt geht es im Gespräch mit ihr dann doch noch einmal um die Rosenheim-Cops und ihre Rolle als Miriam Stockl. Weiß sie vielleicht mehr über das Privatleben der Stockl? „Jeder Schauspieler hat ein Geheimnis, wie er sich der Rolle nähert. Wichtig ist, dass die Zuschauer ihm das abnehmen“, erläutert sie. Seit 23 Jahren spielt sie die Polizei-Sekretärin: „Ich glaube, ich habe eine gute Form gefunden.“

Aber Rolle und Person sind verschieden: „Wenn ich abends nach Hause gehe, ‚entstockl‘ ich mich.“ Welche Rollen würde sie sich noch wünschen? „Für Frauen zwischen 40 und 50 braucht es noch mehr gute, charakterstarke Rollen“, fordert Marisa Burger. „Es ist doch unglaubwürdig, dass eine Mittzwanzigerin eine Villa hat und die Mittvierzigerin dann Rollen bekommt, in denen es darum geht, dass sie von ihrem Mann verlassen wird.“ „Wer gräbt den Bestatter ein?“ läuft aktuell in Mikes Kino und Marisa Burger ist sich sicher: Auch Miriam Stockl würde der Film gefallen.

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