Franziska-Hager-Mittelschule Prien entlässt 98 Absolventen trotz Corona so feierlich wie möglich

Wurden für ihre guten schulischen Leistungen von Rektor Marcus Hübl (ganz rechts) auf der Fraueninsel ausgezeichnet (von links): Celina Wolf, Janosch Sieland, Katharina Obermüller, Sarah Stephan, Lisa Lorenz und Anna Stephan.
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Wurden für ihre guten schulischen Leistungen von Rektor Marcus Hübl (ganz rechts) auf der Fraueninsel ausgezeichnet (von links): Celina Wolf, Janosch Sieland, Katharina Obermüller, Sarah Stephan, Lisa Lorenz und Anna Stephan.

Auch an der Priener Franziska-Hager-Mittelschule wird das Schuljahr 2019/2020 sicherlich als ein besonderes in die Geschichte eingehen. Das Virus Sars-CoV-2 änderte von einem Tag auf den anderen alles. Distanzregeln, Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln bestimmten seit Mitte März den Alltag.

Prien – Im Rahmen von Homeschooling, Distanzunterricht oder Lernen zu Hause versuchten die Lehrkräfte unter Zuhilfenahme digitaler Kommunikationsmittel der plötzlich veränderten Realität gerecht zu werden. Sowohl Lehrkräfte, wie auch Schüler und Eltern, wurden vor besondere Herausforderungen gestellt.

Nach den Osterferien konnten dann die Schüler der Abschlussklassen 9 und 10 als Erste wieder mit dem Präsenzunterricht beginnen, der zwar verkürzt, aber dafür prüfungsorientiert abgehalten wurde.

Arbeitsintensives Schuljahr

Nachdem die Prüfungen dann noch um zwei Wochen verschoben wurden, waren die letzten Wochen des Schuljahres für die Schüler arbeitsintensiv und wichtig zugleich.

Heuer beteiligten sich 98 Prüflinge am Qualifizierenden Mittelschulabschluss. 86 Schüler kamen aus der eigenen Schule, elf meldeten sich als Externe aus anderen Schulen zu den Prüfungen an. Außerdem legten die 28 Schüler der 10. Klasse die Abschlussprüfungen für den Mittleren Abschluss ab.

Nach langen Überlegungen und mit viel Hilfe von außen konnte trotz der großen Einschränkungen eine würdige und besondere Entlassfeier auf der Fraueninsel organisiert werden. Heuer mussten die Absolventen ihre Eltern und das Kollegium auf Tanzkurs und Abschlussball verzichten.

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So machten sich die knapp 100 Abschlussschüler zusammen mit ihren fünf Klassleitern – aufgeteilt in zwei Gruppen – auf den Weg zum traditionellen Gottesdienst, diesmal in das Münster auf der Fraueninsel. Religionspädagoge Hugo Huber stellte die sehr persönlich gehaltene Andacht, die vom katholischen Pater Joshy und dem evangelischen Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth aus zelebriert wurde, unter das Motto „Ich will glauben, dass alles gut wird“.

Entlasszeugnisse überreicht

Im Anschlussübergaben Rektor Marcus Hübl und sein Stellvertreter Wolfgang Hutzler nacheinander jedem Schüler in den Räumen des Hotels Zur Linde die Entlasszeugnisse.

In seiner Ansprache an die Schüler ließ Hübl die letzten Schuljahre und vor allem dieses ereignisreiche Corona-Jahr noch einmal Revue passieren. Für ihren zukünftigen Lebensweg hätten sie heuer auf jeden Fall gelernt, dass es bei Krisen, wovon es in den kommenden Jahren wahrscheinlich noch viele geben werde, immer wieder darauf ankäme, wie man damit umgehe. Sehr viele der Jugendlichen hätten gerade heuer gezeigt, dass sie mit viel eigenem Engagement und Fleiß ihren Abschluss gut geschafft haben. Mit den besten Wünschen für die Schüler entließ der Rektor sie dann ganz offiziell. Einen gemütlichen Ausklang fand die Feier im Biergarten, wo auf die Schüler ein Grillbuffet wartete.

Auszeichnungen für Jahrgangsbeste

Für sehr gute Leistungen im Qualifizierenden Abschluss wurden dieses Jahr an der Franziska-Hager-Mittelschule Sarah Stephan (1,7), Vinzenz Wörndl (1,7), Marie-Luise Michel (1,8), Alisa Islamovic (2,0), Janosch Sieland (2,1) Celina Wolf (2,2) und Konrad Grill ausgezeichnet. Geehrt wurden auch die besten M10-Schüler für ihren guten Mittleren Abschluss: Lisa Lorenz (2,0), Anna Stephan (2,0) und Katharina Obermüller (2,2). gle

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