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DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim

Starkregen, Sturmböen und Hagel

DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim

Landkreis Rosenheim – Der DWD veröffentlichte am Sonntagabend (26. September) eine amtliche …
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Schlossberg und Hochwandl

Blick auf Achental und Chiemsee: Forst-Azubis schneiden Staudacher Aussichtspunkte frei

2. Bürgermeister Peter Schwarz (von links) freute das Engagement des Forstwirtmeister Josef Bauer mit seinem Auszubildenden Leon Scholl, Rudi Seidinger und Simon Mayer. Forstbetriebsleiter Paul Höglmüller und Revierleiter Lothar Klöffer begleiteten das Lehrlingsprojekt zur Waldpflege.
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2. Bürgermeister Peter Schwarz (von links) freute das Engagement des Forstwirtmeister Josef Bauer mit seinem Auszubildenden Leon Scholl, Rudi Seidinger und Simon Mayer. Forstbetriebsleiter Paul Höglmüller und Revierleiter Lothar Klöffer begleiteten das Lehrlingsprojekt zur Waldpflege.
  • VonTamara Eder
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Der Blick kann von Staudach aus wieder über den Chiemgau schweifen. Möglich gemacht hat das ein besonderes Projekt – mit Forst-Azubis an der Kettensäge.

Staudach-Egerndach – Zwei alte Aussichtspunkte im Gemeindebereich bieten nun wieder freien Blick in das Achental und auf den Chiemsee. Dank eines Projekts angehender Forstwirte mit den Revierleitern sind diese Punkte wieder eine besondere Attraktion. Zweiter Bürgermeister Peter Schwarz freute die Aktion und hob die gute Zusammenarbeit zwischen Forst und Gemeinde hervor.

Kein ungefährlicher Auftrag für den Forst-Nachwuchs

Den Wald pflegen und hegen ist eine sehr wichtige Aufgabe des Forstes und Beitrag zum Klima- und Naturschutz. Einen besonderen Mehrwert erhalten die Gemeinden, wenn noch dazu alte, attraktive Aussichtspunkte freigeschnitten werden, wie nun bei einem Projekt von drei Auszubildenden im Staudach-Egerndacher Gemeindebereich.

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Ausbildungsleiter Josef Bauer rückte mit Motorsägen und einem großen Fachwissen über Waldkultur an, um mit seinen Auszubildenden am Schlossberg und Hochwandl zwei markante Punkte von Gestrüpp, Büschen und Baumästen zu befreien.

Aufgabe der Gemeinde

Eigentlich liegt der Unterhalt der Wege und Aussichtspunkte im Zuständigkeitsbereich der Gemeinden. Allerdings ist ein Ausschneiden nicht ungefährlich, umso mehr freute es Schwarz, dass diese markanten Aussichtspunkte den Wanderern nun wieder freien Blick bieten. Eine großgewachsene Buche sowie eine Lärche und einige Büsche beeinträchtigen die Sicht auf den Chiemsee am Hochwandl, auch Chiemseeblick genannt.

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Begleitet wurde die Gruppe von Revierleiter Lothar Klöffer und Forstbetriebsleiter Paul Höglmüller. „Anhand solcher Projekte können die Auszubildenden viel lernen“, erklärte Höglmüller. Im Forstbetrieb Ruhpolding werden zwölf Lehrlinge zum Forstwirt ausgebildet und diese Ausbildung sei auch sehr beliebt. Für den Ausbildungsberuf melden sich immer mehr Lehrlinge als eingestellt werden können.

Lange Zeit keine Lehrlinge

Wie Höglmüller informierte, habe es 15 Jahre lang keine Ausbildung gegeben. Die Anzahl der Waldarbeiter sei gesunken und so vor vier Jahren wieder mit der Ausbildung von Forstwirten begonnen worden. „Ziel ist es einen eigenen Stamm an Waldarbeitern aufzubauen, zumal die Aufgaben der Waldarbeiter immer mehr zunehmen“, sagte der Forstbetriebsleiter.

„Auch wenn das Arbeiten im Wald abwechslungsreich und interessant ist, so ist es auch ein belastender und besonderer Beruf“, fügte er an. Josef Bauer beschrieb den Lehrberuf, der drei Jahre dauere und neben Baufällungen und Neupflanzungen natürlich Baum- und Kräuterkunde umfasse. Dabei müssen die Richtlinien des Naturschutzes beachtet werden, Biotope und Bruthöhlen geschützt und auch die Wegesicherung übernommen werden. „Die Arbeit im Wald wird durch viele Wanderer oftmals erschwert, denn gerade bei Fällarbeiten ist es notwendig, die Umgebung zu sichern“, sagte Bauer.

Wald und Natur unabdingbar für den Klimaschutz

Lothar Klöffer erklärte, dass Waldpflege Naturschutz sei und der Wald, der natürlich ebenfalls unter dem Klimawandel leide, für die Zukunft aller eine wichtige Rolle spiele. „Nicht selten wird man angesprochen, weil gefällte Bäume liegen bleiben“, so Klöffer. Dies sei jedoch Absicht und für die Biodiversität wichtig, denn Altholz biete den idealen Nistplatz für viele Insekten.

Kettensägen mit Akku

Die Azubis freuten sich über ihren nicht ganz ungefährlichen Einsatz. Mit dabei hatten sie ihre Kettensägen, zum Teil bereits mit Akkubetrieb, um Abgase möglichst zu vermeiden.

Die Aussichtspunkte sind nun wieder freigeschnitten. Auch in anderen Gemeinden werden derartige Arbeiten übernommen, ergänzte Lothar Klöffer. „Wir stehen ständig mit den Gemeinden in unserem Revier in Verbindung“, betonte er. Durch diesen Kontakt und die Zusammenarbeit können Wanderwege auch weiterhin in dieser Qualität Einheimischen wie Touristen angeboten werden.

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