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Flussuferläufer und Flussregenpfeifer starten spät in die Brutsaison

Ein Flussuferläufer (Actitis hypoleucos).
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Ein Flussuferläufer (Actitis hypoleucos).

Achental – Wetterbedingt starten die seltenen Flussuferläufer und Flussregenpfeifer an der Tiroler Achen heuer ihre Brut später.

Inzwischen konnten jedoch erste Bruten des Flussregenpfeifers auf Kiesbänken festgestellt werden. Dies war der Anlass, ein Treffen des Arbeitskreis Kiesbankbrüter virtuell stattfinden zu lassen.

Im Rahmen des grenzüberschreitenden Interregprojekts „Vielfältiges Leben an unseren Gebirgsflüssen – für ein respektvolles Miteinander von Mensch und Natur“, welches von 2018 bis 2020 stattfand, wurden zum Schutz von Flussregenpfeifer und Flussuferläufer an der Tiroler Achen Gelegeschutzmaßnahmen eingeführt. Menschen sollen sich an der Tiroler Achen erholen können aber ohne, dass die Vögel die Kiesbänke als Lebensraum verlieren, um dort in Ruhe ihre Jungen großzuziehen – so das Ziel.

Geeignete Kiesbänke sind selten geworden

Denn auch wenn diese Tiere sich sehr gut an das Leben am Fluss angepasst haben, sind die Schwierigkeiten enorm: Infolge der Einengung unserer Flüsse sind geeignete Kiesbänke selten geworden und der Druck durch Erholungssuchende, oft auch mit Hunden, steigt stetig an.

Sabine Pröls, Leiterin der Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) und Magdalena Bahr, Gebietsbetreuerin Achental vom Ökomodell Achental wollen das Projekt nun weiterführen. Dazu werden auch engagierte Ehrenamtliche gesucht, um die Bruten zu beobachten und bei den Gelegeschutzmaßnahmen mitzuhelfen.

Lassen sich die Vögel zur Brut auf bestimmten Kiesbänken nieder, wird beobachtet, ob die Vögel menschlichen Störungen ausgesetzt sind. Dann kommen gelbe Schilder zum Einsatz, die Brutplätze für die Dauer der Brutzeit absperren. Dies ist nach Art. 31, BayNatSchG möglich. Der Vorteil ist, dass wirklich nur notwendige Stellen abgesperrt werden und der Großteil der Kiesbänke weiter betreten werden können. Auch wird beobachtet, wann die Tiere mit Brüten fertig sind. Mitte bis Ende Juli sollte dies bei den meisten Vögeln der Fall sein. Dann werden die Schilder zeitnah wieder abgebaut.

Wer bei diesem Projekt mithelfen möchte, kann sich an Magdalena Bahr gebietsbetreuer@oekomodell.de oder Sabine Pröls sabine.proels@lbv.de oder telefonisch unter 08634/625333 melden.

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