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Flüchtlingsverein leistet wertvolle Arbeit

Bernau – Die Flüchtlingshilfe ist das A und O im Rahmen der Betreuung der Menschen, die in den Ort kommen. Fraktionssprecher Sepp Genghammer erläuterte, dass nicht wenige Fluchtursachen auf früheres Fehlverhalten der Bundesregierung wie die Verweigerung von Unterstützungsgeldern für das UN-Flüchtlingswerk oder auch Waffenexporte zurückgingen.

So lautete der Tenor in einer Versammlung, die der Ortsverband Bernau der Grünen im Gasthof „Kampenwand“ veranstaltete. Thema dieses Abends war die Frage „Wie geht’s uns mit den Flüchtlingen?“. Und: „Wie geht’s den Flüchtlingen in Bernau?“

Bürgermeister Philipp Bernhofer verwies darauf, dass Bernau die zugewiesenen Flüchtlinge aufnehmen müsse, aber die von ihm erreichte reduzierte Anzahl der anerkannten Asylbewerber für die neuen Häuser des Freistaats dank des Engagements des Helfervereins integrierbar sei. Der vielfältige Kontakt zwischen Flüchtlingen und Bernauern, das Sich-Kennenlernen, sei „das beste Sicherheitskonzept“. In Bernau habe es deshalb bisher auch noch keinerlei Probleme gegeben.

Der Vorsitzende der Bernauer Flüchtlingshilfe, Johannes Feitl, rief die Bernauer auf, sich für die Unterstützung der Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen und die Arbeit auf möglichst viele Schultern zu verteilen.

Flüchtlingsreferentin Pia Ostler stellte einen ihr bekannten afghanischen Flüchtling vor, der vor bereits drei Jahren nach Deutschland kam und in Bernau lebt und arbeitet. Da er schon beachtlich gut Deutsch spricht, konnte er von seinem Schicksal auch selbst ausführlich erzählen: Er hatte als Informatiker für das afghanische Parlament gearbeitet und war so auf die Todesliste der Taliban geraten. Um von ihnen nicht wegen seiner Weigerung, sie mit Informationen zu versorgen, getötet zu werden, war er schließlich über die Türkei nach Deutschland geflohen.

Allerdings wurde seit nunmehr drei Jahren immer noch nicht über seinen Asylantrag entschieden, was manche Anwesende sichtlich unzufrieden machte. Ein Besucher fragte verärgert, warum denn dies so lange dauere, und fügte mit nachdrücklicher Stimme hinzu: „Wenn ich entscheiden dürfte, könnten Sie sehr gerne bleiben!“ Das gab im Saal viel zustimmenden Beifall. re

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