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Fährkapitän befürchtet Schäden

Florian Pertl sieht Verladen von Seeaushub an der Anlegestelle in Gstadt kritisch

Von seinem Führerstand hat Florian Pertl beim Anladen an der Rampe in Gstadt keine Möglichkeit, Steinschutt im Wasser zu erkennen.
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Von seinem Führerstand hat Florian Pertl beim Anladen an der Rampe in Gstadt keine Möglichkeit, Steinschutt im Wasser zu erkennen.
  • VonKarl Wastl
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In der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete Bürgermeister Armin Krämmer (FWG) von einem kürzlichen Termin mit einer Fachfirma über eine Umladestelle von Seeaushub an der Fähranlegestelle in Gstadt.

Chiemsee – Die Arbeiten sollen nach Auskunft des Rathauschefs zwischen Januar und Februar ausgeführt werden.

Florian Pertl (FWG), der die kommunale Lastenfähre steuert, sieht die Maßnahme kritisch, da bereits bei früheren Arbeiten Schäden an der Fähre entstanden seien. Ein Beschluss war noch nicht gefasst worden.

Ein privater Transportunternehmer möchte Anfang nächsten Jahres einen privaten Hafen ausbaggern. Da der Aushub nicht zwischengelagert werden darf, sondern sofort verladen werden muss, möchte der Antragsteller die Fähranlegestelle in Gstadt für die Entsorgung des Materials beanspruchen, erklärte Pertl der Chiemgau-Zeitung die Modalitäten. Zu diesem Zwecke würde der Lastwagen an der Rampe stehend den feuchten steinigen Aushub entgegennehmen. Und da liege die Krux, so der Fährkapitän.

Gefährlich ist der Seegrund unter dem Bootskörper, der durch einen Anpressdruck an Steine den Boden verletzen kann. Wastl

Schäden liegen im fünfstelligen Bereich

Der aktuell niedrige Wasserstand und die Höhe der Lastwagen-Ladeflächen ließen eine schmutzfreie Beladung mittels einer Schütte kaum zu, berichtet Pertl aus Erfahrung. Der Schlick an der Rampe sei nicht das Problem, man könne ihn beseitigen, aber die mit ihm ausgebaggerten Steine unterhalb der Wasserkante bereiten ihm Sorgen.

Wenn er mit der Fähre anlandet, hat er keinen Überblick darüber, was am seichten Grund liegt. Außerdem spült der Wasserstrudel ebenfalls loses Steinmaterial unter den Bug der Transportfähre. Löcher im Boden durch den Anpressdruck der Steine müssten kostspielig repariert werden. „Und da bewegen wir uns locker im fünfstelligen Bereich“, erklärt Pertl. Dazu müsse die Fähre nämlich in die Werft der Chiemsee-Schifffahrt, was schon zwei Mal notwendig war. Zu alledem komme die Beweispflicht, was ihm ebenfalls Sorgen bereite.

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Möglicherweise wäre ein Umladen an der Behelfsfähranlegestelle neben dem Fährdamm vom Ufer aus eine Option, so sein Vorschlag an den Unternehmer. Aber dazu sollten Wasserstand und Höhe der Ladefläche ebenfalls aufeinander abgestimmt sein, damit das Transportfahrzeug nahe genug an den Uferbereich kommt. Der Gemeinderat nahm diesen Vorschlag mit auf, traf allerdings noch keine Entscheidung.

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