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Stadtheimatpfleger kritisiert Bauplanung für Bachmayerstraße

"Fledermäuse schützen"

Hier sollen das bestehende Gebäude der AOK und des Gesundheitsamtes abgerissen werden und neue Wohnungen entstehen.  Foto wittenzellner
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Hier sollen das bestehende Gebäude der AOK und des Gesundheitsamtes abgerissen werden und neue Wohnungen entstehen. Foto wittenzellner

Traunstein - In der Bachmayerstraße in Traunstein sollen sechs dreigeschossige Einzelgebäude mit Eigentumswohnungen und einer Tiefgarage entstehen. Bisher sind auf dem Grundstück die Allgemeine Ortskrankenkasse und das Gesundheitsamt untergebracht. Nach dem Abriss des Gebäude-Altbestandes plant der Investor HÖH Immobilien GmbH die Baumaßnahme, deren Planentwurf im Oktober vergangenen Jahres vom Stadtrat Traunstein gebilligt wurde.

Stadtheimatpfleger Dieter Gätzschmann brachte gegen den Plan Einwendungen vor, wie Traunsteins Oberbürgermeister Manfred Kösterke in der Stadtratssitzung am Donnerstag erläuterte. Er befürchtet, dass durch ein näheres Heranrücken der Gebäude an die Bachmayerstraße die sechs vorhandenen Kastanienbäume entfernt werden müssten. Der "Alleecharakter der Straße würde dadurch zunichte gemacht, außerdem die städtebaulich sinnvolle Bauflucht entlang der Bachmayerstraße gestört. Die Bäume stehen komplett auf öffentlichem Grund.

Für die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Traunstein ist dabei eine Klärung über ein mögliches Fledermausvorkommen wichtig. Man schließe nicht aus, dass es in unmittelbarer Nähe besondere Fledermausquartiere gäbe, die dann besondere Abrisszeiten der bestehenden Gebäude erforderlich machen würden.

Die Verwaltung der Stadt Traunstein folgte den Bedenken des Stadtheimatpflegers Gätzschmann nicht. Man habe gegen das nähere Heranrücken der geplanten neuen Gebäude an die Bachmayerstraße aus städtebaulichen Gründen keine Bedenken, bei der bereits jetzt vorhandenen Bauweise sehe man keine eindeutige städtebaulich ablesbare Bauflucht. Eine Gefährdung der Kastanienbäume bestehe laut Einschätzung der Stadt Traunstein nicht. Gleichwohl wolle man "alle erforderlichen Maßnahmen treffen, die zum Schutz der Bäume erforderlich sind", wie Oberbürgermeister Kösterke ausführte.

Im Zusammenhang mit einem möglichen Fledermausquartier wolle man den Bauherrn auf die Bedenken der Unteren Naturschutzbehörde hinweisen und die Einschaltung eines Fledermausfachmanns anregen, so Kösterke.

Eine "Akte Juchtenkäfer in Stuttgart" werden die vermuteten Fledermäuse in Traunstein damit wohl nicht. Hat das daumengroße Tier doch für viel Wirbel um den geplanten Bahnhofsneubau in Stuttgart gesorgt, beziehungsweise wird dessen Vorkommen auf dem Areal von den Gegnern des Baus als Argument für einen Baustopp angeführt. wz

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