RETTUNGSKRÄFTE

Fit für die Feuerwehrkommunikation im Landkreis Traunstein

Im Vordergrund sitzend, die Mitglieder der Feuerwehr Rottau, die zukünftig die Feuerwehrführungsstelle „Achen“ betreiben. Dahinter stehen (von links) Kreisbrandmeister Thomas Mayr, Kreisbrandinspektor Georg König, Fach-Kreisbrandmeister Florian Scholz und Fach-Kreisbrandmeister Ingo Klepke, der diese neue Übung zusammen mit dem Arbeitskreis ausgearbeitet hatte.
+
Im Vordergrund sitzend, die Mitglieder der Feuerwehr Rottau, die zukünftig die Feuerwehrführungsstelle „Achen“ betreiben. Dahinter stehen (von links) Kreisbrandmeister Thomas Mayr, Kreisbrandinspektor Georg König, Fach-Kreisbrandmeister Florian Scholz und Fach-Kreisbrandmeister Ingo Klepke, der diese neue Übung zusammen mit dem Arbeitskreis ausgearbeitet hatte.

„Klug ist jener, der Schweres einfach sagt“, so lautet ein Zitat von Albert Einstein und genau diese Fähigkeit brauchen die Feuerwehren häufig. Ohne funktionierende Kommunikation wäre eine erfolgreiche Einsatzabwicklung nicht möglich.

Grassau – In einer neuen Kommunikationsübung, die von der Arbeitsgruppe Funk erarbeitet wurde, stehen insbesondere die Neuen Medien und der Digitalfunk im Mittelpunkt.

Zentrales Thema für die neue Führungsstelle

Anhand der durchwegs positiven Rückmeldungen vieler Feuerwehren schließen die Verantwortlichen darauf, dass sie mit dem Thema ins Schwarze getroffen haben. Insbesondere die Kontaktbeschränkungen konnten aufgrund der dezentralen Organisation eingehalten werden. Zudem wurde auf mehreren Wegen digital kommuniziert. Insbesondere für die Aktiven der Feuerwehr Rottau, die zukünftig in der „Feuerwehrführungsstelle Achen“ tätig sind, bildet eine zielführende Kommunikation das zentrale Thema.

Digitale Funkausstattung auf Herz und Nieren getestet

„Für alle Beteiligten war unsere coronakonforme Übung ein Gewinn“, zeigt sich der Fach-Kreisbrandmeister für Funk und Führung, Ingo Klepke im Gespräch mit unserer Zeitung zufrieden. Mit dem überarbeiteten Übungskonzept, bei dem die Feuerwehren dezentral an ihren eigenen Feuerwehrhäusern teilgenommen haben, wurde die digitale Funkausstattung auf Herz und Nieren getestet und dabei vielerlei nützliches Wissen vermittelt. Insbesondere die Vielfältigkeit dieses Übungsabends mit Telefon, Funk und E-Mail forderte die Teilnehmer.

Beteiligt haben sich Einsatzkräfte der Feuerwehren Grassau, Marquartstein, Oberwössen, Reit im Winkl, Rottau, Schleching, Staudach, Übersee und Unterwössen. Darüber hinaus war die Feuerwehr Inzell aus dem Inspektionsbereich Land 2/1 mit von der Partie. Von der zukünftigen „Feuerwehrführungsstelle Chiemsee“ beteiligten sich mehrere Einsatzkräfte aus Erlstätt. Fachlich begleitet wurde der Abend von Kreisbrandmeister Thomas Mayr und Kreisbrandinspektor Georg König.

Korrekte Funksprache, Kartenkoordinaten und Gefahrstoffnummern

Inhaltlich befassten sich die Teilnehmer neben der korrekten Funksprache mit Kartenkoordinaten, Gefahrstoffnummern, den so genannten Forstrettungspunkten sowie den Funkrufnamen verschiedener Einsatzfahrzeuge und Organisationen. In einer Frage-Antwort Runde trainierten die Übungsteilnehmer beispielsweise den Umgang mit Funkgeräten und konnten gleichzeitig ihr allgemeines Feuerwehrwissen auffrischen. „Damit haben wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“, freut sich Ingo Klepke und ergänzt, „dass es sicherlich der richtige Schritt war, aus den klassischen Funkübungen eine Kommunikationsübung machen, da auch die Digitalisierung vor uns Feuerwehren nicht Halt macht!“. Die Feuerwehr Rottau betreibt zukünftig die Feuerwehrführungsstelle für den südlichen Landkreis Traunstein.

Flächendeckend besser organisiert

Bei so genannten Flächenlagen, also meist bei einer Vielzahl von Einsätzen mit witterungsbedingtem Hintergrund, laufen zukünftig alle Fäden für den südlichen Landkreis Traunstein in der „Führungsstelle Achen“ zusammen. „Mit dem ersten Auftritt der zukünftigen Mannschaft bin ich sehr zufrieden“, freut sich Florian Scholz, der als zuständiger Fach-Kreisbrandmeister für den Aufbau der flächendeckenden Struktur verantwortlich ist.

Kreisbrandmeister Thomas Mayr ist mit der Schulung zufrieden

„Ich bin wirklich zufrieden, wie die Feuerwehren im Inspektionsbereich Land 2/2 die Aufgaben gemeistert haben“, sagt der zuständige Kreisbrandmeister Thomas Mayr. „Ich bin davon überzeugt, dass es uns gelungen ist, die komplexe Thematik gut verständlich zu vermitteln und unsere Einsatzkräfte somit gut vorbereitet in die kommenden Einsätze zu schicken. Mit dem hinzugewonnenen Wissen werden wir sicherlich das ein oder andere Kommunikationsproblem erfolgreich umgehen“, so sein abschließendes Fazit.

Kommentare