Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


GEMEINDERAT RINGT SICH DURCH

Firma Schuster in Bernau: Am Ende wird es doch die Alufassade

Momentan sticht der neue Firmenbau an der Chiemseestraße noch schwarz hervor. Wegen des Brandschutzes sollen nun Aluminiumlamellen statt Holzelemente kommen.
+
Momentan sticht der neue Firmenbau an der Chiemseestraße noch schwarz hervor. Wegen des Brandschutzes sollen nun Aluminiumlamellen statt Holzelemente kommen.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
    schließen

Mit 11:5 Stimmen einigte sich der Bernauer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung auf eine Alufassade in Holzoptik beim Gewerbeneubau der Firma Hoteleinrichtungen Schuster an der Chiemseestraße.

Bernau – Wie berichtet, war eine Entscheidung für die geänderte Planung (Tektur) in vorheriger Sitzung verschoben worden. Die Kritik war groß, dass die Holzfassade nicht wie geplant kommen wird. Die Firma führt als Grund den Brandschutz an.

Lesen Sie auch: Unternehmer Rudi Schuster stirbt bei Bergunfall - Schock in den Gemeinden Bernau und Rimsting

Wie vereinbart hatten drei Vertreter des Unternehmens neue Muster mitgebracht und versucht, dem Wunsch nach einem Braunton nachzukommen. Rathaus-Geschäftsleiterin Irmgard Daxlberger wies das Gremium zudem darauf hin, dass hochstämmige Bäume mit der Zeit einen Teil der Fassade verdecken würden.

Michaela Leidel (BL) erklärte gegenüber den Firmenvertretern: „Mich überzeugen sie mit ihrer Farbgestaltung nicht.“ Sie wünschte sich eine Gestaltung, wie „von Anfang an versprochen“ und frage, ob die Alufassade nicht auf jene Bereiche begrenzt werden könne, wo es der Brandschutz erforderlich macht.

Das könnte Sie auch interessieren: OVB-Themenseite Bernau

Michael Schuster entgegnete, dass seinem Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig sei. Holz müsse ständig ausgetauscht werden, das produziere Müll. Aluminium sei dagegen ein Produkt, das über Jahrzehnte funktioniere. Woraufhin ihm Leidel entgegenhielt: „Sie haben uns das vor drei Jahren so vorgestellt.“ Schuster antwortete: „Da haben wir tatsächlich zu wenig nachgedacht. Optisch wird man den Unterschied kaum bemerken.“

Jakob Müller (CSU) kommentierte das Thema Nachhaltigkeit: „Mir würde Holz auch besser gefallen, aber ich muss ihnen recht geben.“ Daxlberger fügte noch an, dass unterschiedliche Materialien in der Fassade kein gute Bild abgäben.

Thema Nachhaltigkeit wichtig

Matthias Vieweger (CSU) sagte ebenfalls, eine Fassade aus Holz sei vereinbart gewesen und fragte, ob nicht ein Kompromiss machbar sei. Katrin Hofherr (SPD) bedauerte, dass bei dem Bauvorhaben inzwischen drei Mal vereinbarte Dinge geändert worden seien. Sie werde „immer unglücklicher“ damit. Woraufhin Schuster erneut das Thema Nachhaltigkeit betonte: „Wir denken in Generationen.“

Pia Ostler (Grüne) sagte, Nachhaltigkeit und Aluminium passten für sie nicht zusammen. Franz Schnaiter (CSU) sagte, ihm gefielen die neuen Muster weit besser, als jene bei der letzten Sitzung. Als sich die Diskussion im Kreis zu drehen begann, ließ Zweiter Bürgermeister Gerhard Jell (CSU) schließlich abstimmen.

Mehr zum Thema

Kommentare