Feuerwehr Seebruck über 3500 Stunden im Einsatz

Glückwunsch zur Beförderung:(von links) Kommandant Martin Pfeifer, Michael Klinger, Hans Mayer, Markus Schönlinner und Kommandant Martin Niedermaier. re

Nach dem Schneechaos im Vorjahr hat sich die Lage bei der Freiwilligen Feuerwehr Seebruck zwar wieder beruhigt, aber trotzdem hatten die Aktiven mit 36 Einsätzen, zahlreichen Übungen und mehreren Lehrgängen im vergangenen Jahr viel zu bewältigen.

Seebruck – Stark gefordert war die Feuerwehr Seebruck im vergangenen Jahr: Mit 3 545 Stunden kam ein jeder Floriansjünger im Durchschnitt auf 68 geleistete Stunden. Vorsitzender Hans Mayer lobte in der Jahresversammlung, die noch vor der Corona-Krise stattfand, den Einsatz. Mayer hatte im Vorjahr das Amt von Franz Heistracher übernommen. In der Versammlung wollte der Vorstand den langjährigen Vorsitzenden (2007-2019) zum „Ehrenvorstand“ benennen. Zu der Ehrung konnte es jedoch nicht mehr kommen, denn Franz Heistracher verstarb im Alter von nur 51 Jahren.

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Vorsitzender Mayer berichtete von vielen Aktivitäten wie den Feierwehrfesten im Umkreis, den Versammlungen der Nachbarwehren, dem Eisstockschießen des Sportvereins und dem „Tag der offenen Tür“. Nahezu dasselbe Programm wird sich auch 2020 abspielen, sofern Corona keinen Strich durch die Rechnung macht.

Gelobt wurde auch das „Ramadama“, das möglicherweise nun jährlich durchgeführt wird, hier sprach auch Bürgermeister Bernd Ruth seinen Dank für den Einsatz und der Federführung der Feuerwehr aus und merkte an: „Die Leute lernen nix dazu, sie entsorgen immer mehr!“

Mayer hob in seiner Rede das eigene Sommernachtsfest heraus: „Es ist so gut wie noch nie gelaufen, ein Lob gilt allen Helfern. Da braucht man nicht mehr viel sagen, jeder weiß was er zu tun hat, weiter so!“

Kommandant Martin Niedermaier bedankte sich bei seinem Team, allen voran bei seinem Stellvertreter Martin Pfeifer. Er berichtete von den 36 Einsätzen, 59 Übungen verschiedenster Kategorien mit 1 362 Stunden. Dazu betonte er, dass 19 Lehrgänge auf Landkreisebene besucht wurden, dadurch konnte er auch stolz von einem Ausbildungsstand auf dem höchsten Level berichten.

Die Dienstveranstaltungen machen bei den „Florianis“ auch nicht halt, Brandschutzbegehungen und Absperrdienste sind nur ein kleiner Auszug davon. Anschaffungen gehörten auch zum Aufgabengebiet, die mit der Gemeinde besorgt wurden.

Jugendwart Damian Heistracher sprach von vier Buben und zwei Mädchen in der Jugendwehr. 18 Übungen im 14-tägigen Rhythmus, ein Wissenstest und der Jugendfeuerwehrtag mit dem fünften und achten Platz waren neben einigen Ausflügen das Jahressalär der Jugend.

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Neu gegründet wurde die Kinderfeuerwehr, die Doris Regnauer für den Teil Seebruck leitet. 36 Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren können im Mai schon das „Einjährige“ feiern. „Wir waren positiv überrascht“, gab Regnauer zu verstehen. Die Gruppenstunde ist jeden ersten Samstag im Monat. „Ich würde mich über Unterstützung freuen“, sagt sie, nachdem ihre Mitstreiterin Alex Trüdinger aufgehört hat. „Wir sind auch die Einzigen im Landkreis, die so etwas auf die Beine stellen“.

Kreisbrandinspektor Josef Egginger (Trostberg) verschaffte einen Überblick über die Lehrgänge: „Für 3 300 Teilnehmer sind nur 212 Plätze frei, zu wenig“, wie er meinte. Anmeldungen gibt es ab sofort über ein Online Portal. Zudem hofft er, „dass alle wieder gesund von den Einsätzen zurückkommen“.

Die Kommandanten der Nachbarwehren Wolfgang Bel (Truchtlaching) und Stefan Anderl (Seeon) lobten die Zusammenarbeit untereinander. „Das ist nicht selbstverständlich!“ re

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