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Josef Palk folgt Walter Freitag

Feuerwehr Prien besetzt durch Online-Wahl wichtige Posten neu

Vorsitzender Bodo Sagebiel (Zweiter von links) traf sich am Feuerwehrhaus extra fürs Foto mit den neu gewählten Vorstandsmitgliedern (von links): Markus Feichtner (Fähnrich), Simone Heyn (Kassier), Samuel Pfenning (Schriftführer) und Josef Palk (Zweiter Vorsitzender).
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Vorsitzender Bodo Sagebiel (Zweiter von links) traf sich am Feuerwehrhaus extra fürs Foto mit den neu gewählten Vorstandsmitgliedern (von links): Markus Feichtner (Fähnrich), Simone Heyn (Kassier), Samuel Pfenning (Schriftführer) und Josef Palk (Zweiter Vorsitzender).
  • Dirk Breitfuß
    VonDirk Breitfuß
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Seit zwei Jahren konnte die Feuerwehr Prien ihre Mitglieder nicht mehr im Florianstüberl zusammenholen. Corona ließ es nicht zu, inzwischen waren einige Schlüsselpositionen m Vorstand vakant. In ihrer ersten Online-Versammlung hat die Wehr die Posten jetzt neu besetzen können.

Prien – Josef Palk ist der neue stellvertretende Vereinsvorsitzende der Feuerwehr Prien. Knapp 50 Mitglieder wählten ihn in der ersten Online-Versammlung der Wehr zum Nachfolger von Walter Freitag. Die digitale Abstimmung war notwendig, weil die Priener Floriansjünger seit zwei Jahren keine Mitgliederversammlung mehr hatten und noch weitere Posten neu besetzt werden mussten.

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Das Amt der Kassenwartin übernahm Simone Heyn, weil es Manfred Heller nach über 20 Jahren in jüngere Hände abgeben wollte. Neuer Schriftführer ist Samuel Pfenning. Er übernimmt die Aufgabe von Andreas Friedrich, der dieses Ehrenamt nach seiner Wahl zum Bürgermeister vor gut einem Jahr abgab. Gegenkandidaten gab es nicht. Als Vorsitzender Bodo Sagebiel fragte, ob es Einwände gegen die Kandidaten gebe, blieb es ruhig in der Google-Meet-Versammlung.

Impressionen von der Festwoche

Sie verlief weitestgehend reibungslos. Größte und zeitraubende Herausforderung war es eingangs, die korrekte Zahl der Stimmberechtigten zu erfassen, da einige Feuerwehrfamilien zu zweit oder gar zu dritt über einen Account zugeschaltet waren.

Sagebiel, der während der Versammlung im Feuerwehrhaus vor einem der Einsatzfahrzeuge stand, schmückte seinen Rückblick mit Bildern, die heute nicht vorstellbar sind: Impressionen von der Festwoche zum 150-jährigen Bestehen der Wehr im Frühsommer 2019 mit einem mehrfach vollen, 2500 Gäste fassenden Zelt.

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Anders als zum Beispiel mancher Sportverein muss die Priener Wehr wegen Corona bisher keinen Mitgliederschwund verzeichnen, die Zahl liegt laut Sagebiel stabil bei 217. Es sei „erfreulich, dass wir den Übungsbetrieb jetzt einigermaßen stabil durchführen können“, so der Vorsitzende. Seit Februar greift landkreisweit ein Hygienekonzept der Wehren, deshalb können die Priener wieder regelmäßig mittwochs abends für Ernstfälle trainieren.

„Feuerwehr fast das Einzige, was die Leute machen dürfen“

Die Resonanz ist gut. Der frühere Kommandant Stefan Pfliegl sagte in seinem Grußwort als Kreisbrandinspektor, er habe das „Gefühl, dass mehr Leute bei den Übungen sind, weil Feuerwehr fast das Einzige ist, was die Leute machen dürfen“.

Der scheidende Schatzmeister Heller konnte in seinem letzten Kassenbericht für die Jahre 2019 und 2020 der Wehr am Ende einen sehr soliden Kontostand attestieren.

Auch Jugendwartin Marion Holdinger konnte Positives berichten. Mit 16 Jugendlichen, die regelmäßig üben, und weiteren Aktiven in der Modularen Truppausbildung (MTA) muss sich die Priener Wehr um den Nachwuchs keine Sorgen machen.

„Markanter Rückgang kleinerer Einsätze“

Kommandant Samuel Witt stellte in seiner Zwei-Jahres-Bilanz einen „markanten Rückgang kleinerer Einsätze“ fest.

2019 rückte die Priener Wehr zu 232 Einsätzen aus, bei denen knapp 12600 Mann-Stunden zusammenkamen. Darunter waren zum Beispiel 27 Brände, aber auch drei „böswillige Alarme“.

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Das Jahr 2020 war gekennzeichnet vom Unwetter Ende Juni mit schweren Schäden. Allein 85-mal rückten die Priener und acht weitere Wehren zur Unterstützung damals aus. Für das ganze Jahr stehen 284 Einsätze mit knapp 2200 Mann-Stunden in der Statistik des Kommandanten.

Die Corona-Pandemie hat die Übungsbilanz der Priener Floriansjünger arg getrübt. Trainierten die Aktiven Witt zufolge 2019 noch fast 5000 Stunden, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt, summierten sich die Übungsabende 2020 nur noch auf 1152 Stunden.

Hochwasserschutzsystem angeschafft

Der Kommandant informierte die zugeschalteten Mitglieder noch über die kürzliche Anschaffung eines mobilen Hochwasserschutzsystems, mit dem im Ernstfall insbesondere der Reitbach und der Stettener Bach in Atzing in Zaum gehalten werden sollen.

Zudem, sei für die Löschgruppe Herrenchiemsee, die zur Priener Wehr gehört, kürzlich nach Umbauten ein gebrauchtes Einsatzfahrzeug als Ersatz für ein ausgemustertes Auto in Dienst gestellt worden.

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