Feuerwehr Grassau über 100-mal im Einsatz

Kreisbrandinspektor Georg König – vor dem Corona-Katastrophenfall – mit dem für 25-jährigen Dienst ausgezeichneten Andreas Baumgartner und Kommandant Konrad Nagele (von links). Eder

Grassau –„Die Feuerwehr hat in der Gemeinde eine besondere Bedeutung, da es um die Rettung von Menschen geht“, betonte Bürgermeister Rudi Jantke in der Jahresversammlung der Feuerwehr Grassau vor der Ausgangsbeschränkung.

Kommandant Alfred Mayer erinnerte an die Großeinsätze und Vereinsvorsitzender Michael Zillner an die gesellschaftlichen Ereignisse.

110-mal wurde die Wehr 2019 alarmiert und bei 141 Übungen wurde der Einsatz geprobt. Mit 60 Einsatzkräften sei die Wehr gut aufgestellt. Zu den besonderen Einsätzen zählte er die beiden Einsätze an einer Tankstelle. Die Einbruchsicherung reagiert dort mit einer Rauchbombe, Autofahrer dachten dabei an einen Brand und alarmierten die Feuerwehr.

Einen Großeinsatz habe es in Frasdorf beim Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens gegeben. Trotz der Entfernung sei die Grass auer Feuerwehr mit einer der Ersten am Einsatzort gewesen. Gut in Erinnerung war dem Kommandanten der Brandeinsatz in Marquartstein geblieben. Gasflaschen sollten sich im Haus befinden. Die beiden Atemschutzträger zögerten vor der Tür und wurden von einem Knall überrascht und dabei leicht verletzt. Ein Kamerad habe immer noch einen Tinnitus, bedauerte der Kommandant. Er erinnerte zudem an die Schneekatastrophe in 2019, als Dächer von der Schneelast befreit wurden. Gute Dienste leiste die neue Drehleiter, die gegen das Hubrettungsgerät ausgetauscht wurde.

Der neue Kommandant Konrad Nagele berichtete, dass der Hallenanbau bezugsfertig sei und 300 Stunden an Eigenleistung eingebracht wurden. Der Freisitz und der Stromerzeugeranbau seien fertiggestellt. Die Kameraden leisteten zusätzlich 450 Arbeitsstunden.

Dem gesellschaftlichen Leben der Wehr widmete sich Vorsitzender Michael Zillner: 213 Mitglieder zähle der Verein. Er berichtete über sportliche Aktivitäten, wie auch über Geburtstagsbesuche bei den Nachbarwehren und den Vereinsausflug. Jugendwart Ludwig Hafner lobte seine 16-köpfige, gemischte Mannschaft, die 41-mal geübt und sich am Jugendleistungsabzeichen beteiligt hatte. Wichtig sei die Werbung von Jugendlichen für den Feuerwehrdienst. Hierzu wurden Jugendliche angeschrieben, zudem gab es einen Infotag. Es wurde ein Berufsfeuerwehrtag organisiert.

Bestens investiert sind laut Jantke die Ausgaben der Gemeinde für die Feuerwehr, die sich auf 221 500 Euro summierten. Der Fahrzeughallenanbau schlug mit insgesamt 260 000 Euro, verteilt auf zwei Jahre, zu Buche. Auch eine neue Schlauchprüfanlage wurde angeschafft.

Kreisbrandinspektor Georg König berichtete über den Jugendfeuerwehrtag und das Ziel, 112 junge Leute für den Feuerwehrdienst rekrutieren zu können. Corona sei bei der Feuerwehr ein großes Thema. Jeden Montag gebe es diesbezüglich Besprechungen. Er mahnte zur Vorsicht, denn es wäre nicht auszudenken, wenn wegen des Virus die Feuerwehr stillgelegt werde.

Feuerwehr feiert150. Geburtstag

Im Ausblick auf 2020 erklärte Zillner, dass es viele Feste gebe. Die Feuerwehr werde 150 Jahre alt und feiert dies mit einem Festwochenende im August. Das Dorffest entfalle. Geweiht werden der Feuerwehranbau wie auch die Drehleiter im Juli.

Schließlich ehrte Zillner Ludwig Hafner, Stefan Nagele und Thomas Huber für zehnjährigen Feuerwehrdienst. Von der Kreisbrandinspektion wurde Andreas Baumgartner für 25-jährigen aktiven Dienst ausgezeichnet. tb

Kommentare