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„Komplett unbewohnbar“: So wurden zwei kleine Kinder beim Bauernhof-Feuer in Prien-Bruck gerettet

Erstangriff der Feuerwehr: Dichte Rauchschwaden schlagen den Kameraden aus dem Haus entgegen.
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Erstangriff der Feuerwehr: Dichte Rauchschwaden schlagen den Kameraden aus dem Haus entgegen.
  • Ulrich Nathen-Berger
    VonUlrich Nathen-Berger
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  • Jens Kirschner
    Jens Kirschner
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Im Priener Ortsteil Bruck ist das Nebengebäude eines landwirtschaftlichen Betriebs in Brand geraten. Wie beherzt der Landwirt eingriff und was mit den Kids passierte.

Prien – Gegen 12.25 Uhr ging bei den alarmierten Hilfskräften die Nachricht ein, dass auf dem Bauernhof in Bruck offenbar der Keller in Brand geraten war. Ausgerückt waren die Feuerwehren Prien, Atzing und Greimharting – inklusive Drehleiter. Auch zwei Sanker des BRK fuhren zum Ort des Geschehens.

Betroffen war ein landwirtschaftlich genutztes Nebengebäude, in einem Teil des Obergeschosses gibt es eine Einliegerwohnung, die Landwirt Hans Wallner mit seiner Frau Katrin und den beiden Kindern bewohnt. „Wir haben derzeit eine Baustelle auf unserem Hof. Ein Handwerker hatte sich aus dem Geräteraum im Erdgeschoss eine Maschine holen wollen und dabei eine starke Rauchentwicklung bemerkt. Er hat mich sofort geholt, in dem Moment quoll der Rauch schon aus den Fenstern und der Tür heraus“, berichtet Wallner im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen.

Erster Versuch mit Feuerlöscher

Mit einem Feuerlöscher hat er versucht, das Feuer zu ersticken, „aber ich habe nur in die vermutete Richtung der Brandquelle zielen können, weil ich nichts gesehen habe“.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Prien, Atzing und Greimharting wie auch das BRK.

Erschreckend war für den Landwirt, dass zu dem Zeitpunkt die beiden Kinder im Alter von zweieinhalb und vier Jahren in der Wohnung waren:

„Zusammen mit einem Freund bin ich durch den Rauch nach oben, wir haben uns Tücher vor Mund und Nase gepresst, die Tür war zum Glück geschlossen, sodass die Kinder im rauchfreien Raum standen. Der Freund ist mit den Kindern auf den Balkon gelaufen. Ich bin wieder runter, hab die Türen verschlossen und die Feuerwehr alarmiert. Über eine Leiter haben wird dann die Kinder vom Balkon geholt. Wir alle sind unverletzt geblieben.“

Rund zwei Stunden waren die Einsatzkräfte damit beschäftigt, den Brand zu löschen.

Wie Rädchen im Uhrwerk miteinander gearbeitet

Johann Wallner vermutet, dass der Akku einer handwerklichen Maschine beim Laden in Brand geraten war – aber 100-prozentig lasse sich das nicht sagen.

Das Dilemma für die Familie: „Die Wohnung ist komplett schwarz und unbewohnbar. Wir sind im Bauernhaus untergekommen.“

„Das ist natürlich für die Betroffenen gerade vor Weihnachten eine absolut schwierige Situation“, kommentiert Priens Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) das Schadensereignis. Er konnte sich vor Ort selbst ein Bild der Lage machen. Friedrich – selbst in der Feuerwehr aktiv – ist froh darüber, dass alle beteiligten Einsatzkräfte „wie Rädchen im Uhrwerk sauber miteinander gearbeitet“ hätten. Dadurch habe man den Brand zügig löschen können.

Immenser Sachschaden

Die Höhe des Schadens kann der betroffene Hans Wallner nicht genau benennen. „Wir wissen nicht, welche Geräte oder Gegenstände noch benutzbar sind, ob der Putz von den Wänden runtermuss. Ich schätze mal vorsichtig so um die 200 000 Euro, aber das muss alles noch geprüft werden“, sagt er. Sein Fazit: Der Sachschaden ist zwar immens, aber die Familie ist unverletzt geblieben. „Das ist das Wichtigste!“

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Dankbar ist der Landwirt – selbst früher aktiver Feuerwehrler – darüber, dass die Feuerwehren so schnell vor Ort waren. Das Makabere für ihn: „Wir hatten schon lange eine Übung geplant für den Mittwochabend, weil wir eine neue Güllegrube gebaut haben.“ Das Rettungsszenario – Personen sind aus der Grube zu retten – habe man abends aber trotz des Brandes durchgezogen.

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