Fantasy und Fußballwissen –Die Rimstinger lieben Bücher und ihre neue Bücherei

Anton Angermann und Simon Vodermair (von links) schauen sich ein Fußball-Buch an.
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Anton Angermann und Simon Vodermair (von links) schauen sich ein Fußball-Buch an.
  • Elisabeth Sennhenn
    vonElisabeth Sennhenn
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  • Hans Thümmler
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Schon bei der Eröffnung zeigte sich: Das neue Konzept der Bücherei Rimsting geht auf. Der helle, freundliche neue Raum ist barrierefrei und offenbar ein Magnet für Leseratten. Fleißig wurde schon am ersten Tag ausgeliehen. Fantasy, Thriller und Fußball standen als Themen hoch im Kurs.

Rimsting – Die ersten Lesehungrigen aus Rimsting ließen sich nicht lange bitten und stürmten die Ausleihe der neuen Bücherei. Zur Eröffnung war richtig was los in den frisch eingerichteten Räumlichkeiten im Gebäude des Schülerhorts an der Priener Straße. Voll des Lobes waren die ersten Besucher: Zum einen gefällt ihnen der helle lichtdurchflutete Raum, der das ganze Erdgeschoss umfasst, zum anderen zeigten sie sich begeistert ob der vielen Buch- und Zeitschriftentitel. 3700 Angebote stehen zur Auswahl, die „Tonies“ dürfen freilich nicht fehlen. Sehr gut gefielen Erwachsenen wie Kindern auch die gemütlichen Lese– und Kuschelecken.

Fantasy und Thriller sind beliebt

Bisher war die Bücherei im Keller des Rathauses untergebracht. Nun ist sie barrierefrei und damit auch für alle erreichbar, die nicht so gut zu Fuß sind. So zeigten sich die Eröffnungsgäste überzeugt, dass die Gemeinde mit der neuen Bibliothek immer mehr Freunde gewinnen werde.

Johanna Mayer und ihre Tochter Viktoria aus Greimharting sind es jetzt schon, Freunde der Bücher und der Bücherei – sie haben sich gleich mit Lesestoff versorgt und Mutter Johanna freut sich besonders, dass sie sich nach längerem Krankenstand jetzt daheim mit ein paar guten Büchern regenerieren kann. Sie hat sich einen Rosenheim-Bildband ausgesucht und die „Känguru-Chroniken“, den Bestseller des deutschen Autors und Kabarettisten Marc-Uwe Kling.

Johanna Mayer und Tochter Viktoria haben sich mit Lesestoff eingedeckt. Thümmler

Abtauchen in fremde Welten

Ihre Tochter dagegen lässt sich beim Lesen gern ins Reich der Fantasie entführen und hat sich für den ersten Band der „Silber“-Trilogie von Kerstin Gier entschieden. Es geht um die Geschichte der Geschwister Olivia und Mia Silber, die mit ihrer Mutter und dem bayrischen Kindermädchen nach England umziehen müssen. Olivia entdeckt dabei ihre Fähigkeit, in die Träume anderer Menschen einzusteigen – allerdings muss sie es dabei auch mit einem mächtigen Dämon aufnehmen. In Fantasy-Welten taucht auch die 14-jährige Magdalena Strobl gern ein beim Lesen. Sie hilft ab und zu ihrer Mutter Maria Strobl, die eine der ehrenamtlichen Helferinnen der Bücherei ist. Am Eröffnungstag aber hat sie sich gleich ihren liebsten Lesestoff gesichert: „Die Tribute von Panem“, eine Romanreihe der US-amerikanischen Schriftstellerin Suzanne Collins.

Magdalena Strobl hat sich für Fantasy entschieden.

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Haarsträubendes und „Was ist Was“

Die Rimstingerin Erika Eigner ist „eine sehr fleißige Leserin“, wie sie sagt, und freute sich über das vielfältige Angebot. Sie ging mit einem Thriller nach Hause, „Totenrausch“ von Bernhard Aichner. Dabei handelt es sich um das Finale einer hochgelobten Trilogie. Brünhilde Blum will in Hamburg mit ihren Töchtern ein neues Leben beginnen, startet dieses aber mit einem leichtfertig dahingesagtem Versprechen, dessen Erfüllung von ihr eingefordert wird – sie muss jemanden töten, der ihr ans Herz gewachsen ist.

Erika Eigner schätzt das vielfältige Angebot.

Weniger haarsträubend geht es zu, wenn sich die Drittklässler Simon Vodermair und Anton Angermann etwas zum Lesen aussuchen. In der Bücherei haben sie sich in eine Leseecke verzogen und sich ein „Was ist Was“-Buch über Fußball geschnappt. Die beiden sind der Beweis dafür, dass das neue Konzept der Bücherei aufgegangen ist: Während um sie herum Trubel herrscht, lesen sie, welche Regeln ein Schiedsrichter zu beachten hat.

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