„Die Fähigkeit erworben, ein Leben lang zu lernen“

Mit der Sonne strahlten die Absolventen des Realschulabschlusses an der Freien Waldorfschule Chiemgau in Prien zusammen mit ihren Lehrern um die Wette. Braun

Prien – Im Kreise der Familie, Mitschüler und Freunde wurden an zehn Absolventen des Realschulabschlusses an der Freien Waldorfschule Chiemgau die Zeugnisse überreicht.

Die Mittlere Reife wird an der Priener Waldorfschule in der zwölften Klasse absolviert.

In ihrer Rede betonte die stellvertretende Schulleiterin Dr. Sabine Arndt-Baerend, dass die jungen Menschen nun die erste wichtige Hürde auf dem Weg ins Erwachsenenleben überwunden hätten. Sie wünsche ihnen eine kluge Berufswahl, denn Trendforscher sagen eindeutig aus, dass heutige Schulabgänger im Laufe ihres Arbeitslebens mindestens drei- bis viermal ihren Beruf wechseln werden und viele auch in zehn Jahren in Berufen arbeiten werden, die es heute noch gar nicht gibt. Sie sei sicher, dass die Jahre an der Waldorfschule ihnen genau die dafür nötige Fähigkeit gegeben habe, ein Leben lang zu lernen, so Arndt-Baerend.

„Unser Land braucht ihre Fantasie, ihre Begeisterung, ihre Überzeugung und Leidenschaft, und wo nötig auch ihren Mut und ihre Wut“, rief sie die Absolventen auf, sich am politischen Diskurs in der Gesellschaft zu beteiligen. Nur durch Beteiligung und Auseinandersetzung bewege sich etwas und bilde sich eine kollektive Identität. Dabei sei es egal, ob man die Mehrheits- oder die Minderheitsposition unterstütze. Aus den Händen der stellvertretenden Schulleiterin und der Lehrkräfte, die sie im Prüfungsjahr begleitet hatten, erhielten die jungen Erwachsenen ihre Zeugnisse und viele persönliche Glückwünsche. re

Kommentare