Förderverein „lebendiges Marquartstein“

Erster Vorsitzender fehlt: Marquartsteins Bürgermeister übernimmt den Vorsitz für Verein

Die Vorstandschaft des Fördervereins lebendiges Marquartstein (von links): Kassier Thomas Halder, Beisitzer Michael Elgass, Schriftführerin Lisa Hell, die Beisitzerinnen Caro Egger, Claudia Kraus und Ruth Regler, zweiter Vorsitzender Andreas Scheck und die bisherige Erste Vorsitzende Alexandra Scheufler.
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Die Vorstandschaft des Fördervereins lebendiges Marquartstein (von links): Kassier Thomas Halder, Beisitzer Michael Elgass, Schriftführerin Lisa Hell, die Beisitzerinnen Caro Egger, Claudia Kraus und Ruth Regler, zweiter Vorsitzender Andreas Scheck und die bisherige Erste Vorsitzende Alexandra Scheufler.

Bei den Neuwahlen des Förderverein „lebendiges Marquartstein“ nahm man mit Wehmut Abschied von der bisherigen Ersten Vorsitzenden Alexandra Scheufler. Weil ein Ersatz so schnell nicht in Sicht ist, springt Bürgermeister Andreas Scheck vorerst ein. Der Verein wurde stand schon einmal knapp vor seiner Auflösung.

Von Manfred Peter

Marquartstein – Nach vier Jahren standen bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Förderverein „lebendiges Marquartstein“ turnusmäßig Neuwahlen an. Vorsitzende Alexandra Scheufler bedauerte, aus beruflichen und zeitlichen Gründen nicht mehr für dieses Amt kandidieren zu können. Der Posten bleibt bis auf Weiteres unbesetzt. Zweiter Vorsitzender ist laut Satzung der jeweilige Bürgermeister der Gemeinde Marquartstein. Bürgermeister Andreas Scheck (BfM) übernimmt somit derzeit stellvertretend die Führung des Vereins.

Verein vor der Auflösung bewahrt

Den Neuwahlen war ein umfangreicher Bericht der scheidenden Vorsitzenden vorausgegangen. Vor vier Jahren habe die neue Vorstandschaft den seit über 100 Jahren bestehenden Verkehrsverein vor einer Auflösung bewahrt und anschließend in einen zukunftsfähig aufgestellten Verein zur Förderung der Attraktivität Marquartsteins umgestaltet. Im Zuge dessen wurde eine neue Satzung erarbeitet und der Verein in „Förderverein lebendiges Marquartstein e.V.“ umbenannt.

Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt. Das ermöglicht dem Verein, Spendenquittungen auszustellen, bedingt aber andererseits auf die rechtlichen Bedingungen exakt abgestimmte Vereinsziele. Diesen wichtigen Schritt habe man durch Erlass der neuen Satzung 2017 erfolgreich vollzogen.

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Die Vorsitzende gab einen Überblick über die geförderten Projekte und Veranstaltungen, die seitdem vom Förderverein unterstützt oder selbst durchgeführt wurden: „So wird die Erstellung und Anbringung von Hoftafeln an historischen Gebäuden in Marquartstein finanziell unterstützt.“ Man habe auch musikalische Projekte zum Beispiel durch die Finanzierung von Leihinstrumenten ermöglicht. Der Verein führte selbst kleinere Veranstaltungen, wie ein Public Viewing bei der Fussball-WM 2018 oder mit dem Konzert der Frankonian Harmonists am Musikpavillon durch.

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Finanzielle Mittel wurden unter anderem durch Bewirtungsstände bei den Steinbruch-Konzerten in Lanzing oder durch den Verkauf von Südtiroler Spezialitäten aus der Partnergemeinde St. Andrä im letztjährigen Adventsgarten erwirtschaftet: „Leider hat die Corona-Situation derartige Aktivitäten unmöglich gemacht.“ Kassier Thomas Halder konnte in seinem Kassenbericht aufgrund der Veranstaltungen insgesamt „sogar einen leichten Zuwachs des Vereinsvermögens“ vermelden.

Mit den Neuwahlen ergab sich folgende Zusammensetzung in der Vorstandschaft: Kassier bleibt Thomas Halder, die Schriftführung übernimmt als neues und jüngstes Ausschussmitglied Lisa Hell von Elke Sommer, für Johanna Götze rückt Michael Elgass als Beisitzer nach. Im Amt bestätigt wurden die Beisitzerinnen Caroline Egger, Claudia Kraus und Ruth Regler.

Erster Vorsitzender ist gesucht

Bürgermeister und zweiter Vorsitzender Andreas Scheck dankte nach der Wahl allen ausscheidenden Mitstreitern der vergangenen vier Jahre für ihr Engagement im Verein und ihren Beitrag „für ein lebendiges Marquartstein.“ Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, bald wieder einen ersten Vorsitzenden gewinnen zu können. Der Verein habe mit etlichen Projekten schon einiges bewirken können. Für weitere Ideen und Anfragen aus den Reihen der Mitglieder und der Bürgerschaft sei man „offen und dankbar.“

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