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Erste Trauung auf der Herreninsel

Seit wenigen Tagen können sich Paare im Bibliothekssaal des Augustiner Chorherrenstifts das standesamtliche Ja-Wort geben.  Foto  archiv thümmler
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Seit wenigen Tagen können sich Paare im Bibliothekssaal des Augustiner Chorherrenstifts das standesamtliche Ja-Wort geben. Foto archiv thümmler

Kurz vor dem Jahreswechsel gab sich zum ersten Mal ein Brautpaar im barocken Bibliothekssaal des Augustiner-Chorherrenstifts (Altes Schloss) auf der Herreninsel das Ja-Wort.

Breitbrunn/Herreninsel - Erst wenige Tage vor dieser Trauung hatte die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Breitbrunn ihre formale Zustimmung gegeben, dass der Bibliothekssaal als Trauraum für Eheschließungen und für die Begründung von Lebenspartnerschaften im Standesamtsbezirk Breitbrunn genutzt werden darf.

Die Schloss- und Gartenverwaltung Herrenchiemsee habe die Zulassung von Eheschließungen im Bibliothekssaal auf der Herreninsel gestellt, informierte Gemeinschaftsvorsitzender Hans Thalhauser, der Breitbrunner Bürgermeister, das Gremium. In ihm sitzen Vertreter der drei VG-Gemeinden Breitbrunn, Gstadt und Chiemsee, die sich im Breitbrunner Rathaus eine Verwaltung teilen.

Wie berichtet, hatte Bayerns Finanzminister Markus Söder als Vertreter des Freistaats, der als Eigentümer sozusagen "Hausherr" ist, bereits im Herbst vergangenen Jahres den Weg für standesamtliche Eheschließungen in dem historischen Ambiente frei gemacht.

Thalhauser zeigte sich von dieser Anordnung "von oben herab" wenig begeistert. "Man hätte zuerst mit uns reden sollen." Er habe erst durch die Berichterstattung in der Chiemgau-Zeitung davon erfahren.

Thalhauser informiere das Gremium, dass er zuerst zusammen mit dem Chef der Schloss- und Gartenverwaltung, Josef Austermayer, eine Ortsbesichtigung vorgenommen habe, um die Eignung als Trauraum zu prüfen. Dabei sei aufgefallen, dass der Trauungstisch viel zu klein sei und er, ebenso, wie die Stühle, nicht zur barocken Ausstattung des Saales passe. Austermayer habe ihm zugesichert, dass ein geeigneter barocker Tisch und die Stühle dazu noch im Januar geliefert würden.

Standesbeamter Albert Schiffbänker vollzog nun kurz vor Jahreswechsel die erste Trauung eines Paares, das namentlich nicht öffentlich genannt werden möchte.

Austermayer konnte auf Nachfrage der Chiemgau-Zeitung berichten, dass das Brautpaar aus dem Münchner Raum ursprünglich auf der Fraueninsel heiraten wollte, sich aber dann entschloss, auf der Herreninsel den Bund der Ehe zu schließen. Die weltliche Feier fand anschließend in der "Schlosswirtschaft" gleich nebenan statt.

Auf Anfrage der Heimatzeitung berichtete Standesbeamtin Ingrid Sylla, dass schon reges Interesse für Trauungen auf der Herreninsel bestehe. Für jeden Monat gebe es schon eine Anmeldung, für Mai schon zwei. Allerdings wird der Bibliothekssaal der benachbarten Fraueninsel wohl keine Konkurrenz als beliebter Trauungsort machen können. Auf Frauenchiemsee gaben sich 2012 218 Paare das Ja-Wort.

Die Trauungsgebühren sollen dem Standesamt zufließen, dagegen alle anderen Ausgaben, vor allem die Benutzung des Bibliothekssaals, über die Schlösserverwaltung abgerechnet wird. Dies soll in einem Vertrag zwischen Verwaltungsgemeinschaft und Schlösserverwaltung festgelegt werden, über den das Gremium in der nichtöffentlichen Sitzung zu befinden hatte. th

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