Erste Frau bei den Unterwössener Fischern

Die neue Fischerhütte des Vereins in Unterwössen. Flug
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Die neue Fischerhütte des Vereins in Unterwössen. Flug

Unterwössen. – Auf seiner Jahresversammlung im Gebirgsschützenheim blickte der Fischereiverein Wössen auf 2019 zurück.

Für den Verein war es aus zwei Gründen ein besonderes Jahr: Zum einen haben die Fischer ihre neue Vereinshütte in der Agg bezogen, zum anderen wurde die erste Frau im Verein aufgenommen.

Mitgliederzahlbleibt gleich

Mit 84 Mitgliedern zum Jahreswechsel ist die Mitgliederzahl fast gleich geblieben. Fünf Mitglieder sind verstorben oder ausgeschieden, vier neue – darunter erstmals eine Frau – hinzugekommen. Bichler rief die Mitglieder auf, Jungfischer zu werben. Nachdem zwei zu den Erwachsenen aufgeschlossen sind, hat der Verein zurzeit nur noch drei Jungfischer. Bichler hofft über Maßnahmen wie das Ferienprogrammen mittelfristig neue Jungfischer zu gewinnen. Die Hoffnung ist nicht unberechtigt, sieht Jugendwart Robert Färbinger. Immerhin nahmen Mitte August 18 Jugendliche aus Marquartstein und Unterwössen das Angebot des Fischereivereins wahr, sich am Stelzer Weiher über den Verein und seine Arbeit zu informieren. Mit Spaß und Engagement waren die Jugendlichen dabei, so Bernd Bichler im Jahresbericht. Das Angebot habe auch deshalb gepasst, weil zehn Fischer die Jugendlichen betreuten. Auch dieses Jahr bietet der Fischereiverein den Jugendlichen aus Marquartstein und Unterwössen diese Möglichkeit, in den Verein hinein zu schnuppern. Färbinger plant einen Kurs über Knotenkunde und denkt über ein Nachtfischen mit den Jugendlichen nach.

Verein will um Jungfischer werben

Dem Fischereiverein gehe es finanziell gut, stellte Kassier Rudi Ager fest. Mit Gewässerpacht, Fischbesatz, Abgaben an den Verband ist es keine billige Leidenschaft, der sich die Fischer verschreiben. Und obwohl es im letzten Jahr einen Verlust gegeben hat, sieht Kassier Ager den Verein auf gesunden Füßen.

Insgesamt schätzt Bichler das ehrenamtliche Engagement der Fischer auf rund 1200 Stunden. 180 Stunden verbrachten sie im Arbeitsdienst rund um das Gewässer, 465 Stunden im Fischerfest, 150 Stunden im Kirchweihmarkt. Dazu kam der Neubau der Hütte mit 400 Stunden. „Ich glaube, das ist für unseren relativ kleinen Verein eine Riesenleistung.“ Besonders Manfred Bichler und Thomas Beilhack machten sich um Bau und Einrichtung der Hütte verdient. Vorsitzender Bernd Bichler lobte das Engagement ebenso wie Bürgermeister Ludwig Entfellner. Abschließend wurde engagiert über eine Neuregelung für die Ausgabe der Erlaubniskarten diskutiert. lfl

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