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Jede Menge Themen

Erste digitale Bürgerversammlung in Seeon-Seebruck: Von Sitzbänken bis Atommüll

Bürgermeister Martin Bartlweber führte seine erste Bürgerversammlung in digitaler Form im Video-Livestudio durch, die im Youtube-Kanal übertragen wurde.
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Bürgermeister Martin Bartlweber führte seine erste Bürgerversammlung in digitaler Form im Video-Livestudio durch, die im Youtube-Kanal übertragen wurde.

Zum ersten Mal fand in der Gemeinde Seeon-Seebruck eine digitale Bürgerversammlung statt. Dabei stellte Bürgermeister Martin Bartlweber (FWS) unter anderem die leicht angespannte finanzielle Lage der Gemeinde in den Mittelpunkt. Bei den schriftlichen Bürgeranträgen war das Alzbad in Truchtlaching ein zentrales Themen.

von Thomas Donhauser

Seeon-Seebruck – 14 Punkte umfasste die Tagesordnung die Bürgermeister Martin Bartlweber und seine Mitstreiter im Rahmen der ersten digitalen Bürgerversammlung für Seeon-Seebruck zu behandeln hatten. Mit dem Gruß an die heimischen Wirte und der Seeoner Blaskapelle eröffnete Bartlweber die Versammlung, die im Video-Livestudio bei „Musik Mayer“ in Aiging durchgeführt wurde.

240 Teilnehmer auf dem Youtube-Kanal

In der Spitze hatten 240 Laptops, Computer und Handys den Youtube-Kanal geschaltet. Eine beachtliche Zahl bei der Premierenveranstaltung, die sich hinter den Geräten noch vervielfacht worden dürfte.Zu Beginn gedachte man den 52 Verstorbenen aus dem Jahr 2020, dann wandte man sich dem erfreulicheren Thema Eheschließungen zu. In einem Video wurde der Sitzungssaal für die Trauungen gezeigt.

Haushalt schmilzt um 4,3 Millionen Euro

Über die Haushaltslage berichtete Kämmerer Albert Lahner unter anderem, dass mit gesamt 15 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr 4,3 Millionen Euro weniger zur Verfügung stünden. „Grund hierfür ist, dass im Vermögenshaushalt 2019 das Volumen durch den Rathausbau, und der damals erfolgten Kreditaufnahme besonders hoch war“.

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Insgesamt sprach er von einer ein wenig angespannten Finanzlage mit einem Schuldenstand von aktuell 2,85 Millionen Euro. Mit Freude erzählte er vom Rathausbau und den veranschlagten 5,7 Millionen Euro Kosten, die eingehalten und sogar unterschritten wurden.

Von fünf neuen Mitarbeitern berichtet Bürgermeister Bartlweber, und nannte hier Sophie Pennig, Franz Schmid, Antonia Hell und Maria Braml, die mit ihm vor einem Jahr neu ins Rathaus gekommen sind.

Kinder mussten mit Unwägbarkeiten zurechtkommen

Die Grundschule mit 133 Schülern sowie die Kindergärten und Kitas mit 132 Kindern hatten mit den Unwägbarkeiten des Vorjahres zu kämpfen, so der Bürgermeister. Er dankte den Ehrenamtlichen um Melanie Westerberger und Christina Kosanovic, die sich als Schulweghelfer und der Mittagsbetreuung engagierten. „Immer wieder waren alle gezwungen, die Maßnahmen und Verordnungen schnell umzusetzen.“

Aktion „Sitzbanksehnsucht“

Informationen gab es auch zu den Sozialprojekten und Arbeitskreisen, zum Beispiel zum Quartiersmanagement unter der Leitung von Ulrike Ganslmeier mit ihrer Aktion „Sitzbanksehnsucht“, die 30 neue Sitzbänke in der Gemeinde geschaffen habe und der Aktion „Digital zsamkemma 60+“ , die Senioren helfen soll, miteinander in Kontakt zu bleiben.

„Nicht mehr wegzudenken ist das Projekt Lebensqualität durch Nähe“, so Bartlweber. In mittlerweile vier Arbeitskreisen engagieren sich inzwischen rund 30 Bürger zu verschiedenen Themen – Beispiele sind die Seeoner Häusergeschichte und der Seerosenweg rund um das Kloster Seeon.

Der Bürgermeister betonte, jede Unterstützung und jede helfende Hand sei bei den Sozialprojekten notwendig: „Viele Ehrenamtliche packen hier ohne zu zögern an.“ Er brachte auch den Sozialfond in der Gemeinde ins Spiel. Hier soll schnell und unbürokratisch hilfsbedürftigen Menschen in der Gemeinde geholfen werden.

Elf Anfragen an die Gemeinde

Elf schriftliche Anträge sind bei der Gemeinde eingegangen, die am Ende der gut zweistündigen Veranstaltung behandelt wurden. Ein wichtiger Punkt dabei war das Alzbad in Truchtlaching mit dem zusätzlichen Aufstellen von Mülleimern, einen Fahrradständer und die Hundeproblematik. Diskussionen gab es über die Lichtabschaltung in der Nacht und der möglichen Umrüstung auf LED.

Endlagersuche Atommüll: „Kelch geht hoffentlich an uns vorüber!“

Aus der Bürgerschaft erreichte die digitale Versammlung die anonyme Anfrage nach der generellen Einführung einer Online- Gemeinderatssitzung. Da informierte Bartlweber, dass die Versammlungen künftig in der Sporthalle Truchtlaching durchgeführt werden sollen.

„Mit Anmeldung und Testung“, schickte er voraus, könne man dabei sein. Digitalisierung werde dennoch vermehrt Einzug halten. Mehr verriet er an dieser Stelle nicht zu dem Thema. Anfragen der Bürger kamen auch zum Thema „Endlagersuche für Atommüll im Chiemgau“. Bartlweber drückte hier seine Hoffnung aus, „dass der Kelch an uns vorüber geht.“

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