Erfolgreiche Neuauflage der Komödie „Die Kalender Girls“

Die Neuauflage der unterhaltsamen und tiefsinnigen Komödie „Die Kalender Girls“ ist noch bis Sonntag, 8. März, siebenmal in der Theater-Strickerei Grabenstätt zu sehen. Für einen guten Zweck lassen die Mitglieder eines Frauenclubs die Hüllen fallen. Müller

Grabenstätt –. Auf vielfachen Wunsch wiederholt die Theater-Strickerei Grabenstätt derzeit ihre letztjährige Erfolgsproduktion „Die Kalender Girls“ mit einigen neuen Darstellern.

Nach der gelungenen Premiere von „Die Kalender Girls 2.0“ musste man bei der zweiten Aufführung sogar einige Besucher wieder nach Hause schicken, so groß war der Ansturm gewesen.

Mit einer noch flotteren und spritzigeren Handlung, trockenen Pointen, feinsinnigem Humor, Tiefgang und ganz großen Gefühlen zieht das Ensemble von Regisseur und Darsteller Gerhard Brusche die Besucher mit Christian Schröders deutscher Fassung in ihren Bann.

Im Zentrum der umwerfend komischen und zugleich berührenden Geschichte stehen sechs Frauen um die Fünfzig, die es allesamt nochmal wissen wollen. Es geht um Freundschaft, Schönheit, Älterwerden, Liebe und Tod. Das Stück ist eine Liebeserklärung ans Leben und ein Plädoyer dafür, wie lebenswert jedes Alter ist.

Regelmäßig treffen sich die Frauen in Yorkshire in ihrem Frauenclub, um dort gemeinsam ihren altmodischen Aktivitäten nachzugehen. Mittendrin die langjährigen Freundinnen Annie (Beatrix Epple) und Chris (Cornelia Hagemann). Aber dann stirbt Annies Mann John (Rudolf Rett), den sie alle sehr mögen, an Krebs. Um ihm auf ihre bescheidene Art ein Denkmal zu setzen, möchten sie der Klinik, in der er gestorben ist, ein Sofa für wartende Angehörige stiften, das „John-Clarke-Gedächtnissofa“. Doch wie sollen sie es finanzieren? Ganz einfach: Sie entmachten ihre strenge Clubvorsitzende Marie (Doris Biller) und entschließen sich einen Benefizkalender herzustellen, der diesmal keine Heimatansichten zeigen soll, sondern die Clubmitglieder freizügig bei ihren Alltagstätigkeiten – nicht als Nackte, sondern als „Akte“. Das sexy Fotoshooting mit dem fotografierenden Pfleger Lawrence (Matthias Lorenz) meistern auch Celia (Ingrid Buchner), Jessie (Elisabeth Parsiegler), Cora (Bettina Linner) und Ruth (Angeliki Roussow) nach anfänglichem Zögern mit Bravour. Ein kurzer Moment im Blitzlicht und die entscheidenden Stellen gekonnt mit Blumen, Zimtschnecken, Obst, einem Teeservice oder Strickzeug bedeckt. Der Kalender wird ein Riesenerfolg. Die Medien greifen die Sache auf, die „Girls“ werden berühmt und für kurze Zeit zu Stars.

In den weiteren Rollen glänzen Marianne Kumminger als Lady Cravenshire und Brenda Hulse, Regisseur Gerhard Brusche als trinkfreudiger „Chris“-Ehemann Rod und geldgieriger, selbstverliebter Werbespot-Produzent Liam sowie Riccarda Kumminger als umtriebige und kommunikative Visagistin und Make-Up-Artist Elaine. Mit Recht ernteten die Darsteller bei den ersten beiden Vorstellungen immer wieder Szenenbeifall. Im langen Schlussapplaus konnten sich dann alle gemeinsam sonnen. Ihren Beitrag zum Erfolg leisten auch Keanu Czerski an der Technik und Doris Biller als Produktionsleiterin und Regieassistentin. Zum Vorzugspreis zu erwerben gibt es noch den passenden „Kalender 2020“ mit den Darstellerinnen der ersten Auflage. Der Erlös kommt dem entstehenden Chiemseehospiz in Bernau zugute.

Weitere Vorstellungen folgen am Donnerstag, 6. Februar, Freitag, 7. Februar, und Samstag, 29. Februar, sowie am Sonntag, 1. März, Samstag, 7. März, und Sonntag, 8. März (ausverkauft), jeweils um 20 Uhr in der Theater-Strickerei, Chieminger Straße 24 in Grabenstätt. Eintrittskarten gibt es unter www.theater-strickerei.de und an der Abendkasse. mmü

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