Auf Entdeckungsreise in den Inzeller Filzen

Neben dem langen Holzsteg kann jeder das Torfstechen probieren. Spaten und Schaufel stehen bereit! Wegscheider

Der Moorerlebnispfad in der Inzeller Filzen wurde 2011 eingeweiht und erfreut sich seitdem sowohl bei Erwachsenen und Kindern großer Beliebtheit. Besucher können im Moor das Torfstechen ausprobieren und seltene Tiere beobachten.

Von Helmuth Wegscheider

Inzell – Vom Inzeller Bauhof wird dieser circa fünf Kilometer lange Rundweg immer wieder neu hergerichtet. So war in diesem Jahr zum Beispiel die große Lupe am Salinenweg an der Reihe, bei der man auch ganz spezielle Bilder machen kann.

Auch für Kinderwagen und Rollstuhl geeignet

Der Beginn dieser gemütlichen, abwechslungsreichen und leichten Wanderung durch die Inzeller Filzen ist am Gasthof Schwarzberg. Dort befindet sich ein großer Parkplatz. Beim großen Holzschmetterling neben der Bundesstraße startet der Moorerlebnispfad in Inzell. Auf einem schönen Rundgang erfährt man an insgesamt 27 Stationen Wissenswertes über die Entstehung und Nutzung der Moore und über die Pflanzen- und Tierwelt. Aufgeteilt in „Moorexpedition“ und „Zeitreise“ können Wanderer die vielen interaktiven Stationen erleben.

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Eine weitere Startmöglichkeit, sich über die Lebensgewohnheiten im Moor zu informieren, gibt es an der neu aufgestellten großen Holzlupe am Salinenweg nahe der Kritischen Akademie. Es ist dem milden Winter zu verdanken, dass eine neue Lupe nun die Wanderer zu einem gemütlichen Spaziergang einlädt. Bauhofmitarbeiter Hubert Rieder hatte wenig Aufwand mit den Schneeräumaktionen und deshalb konnte er eine Vielzahl von Stunden dafürt verwenden, das neue ‚Holzkonstrukt‘ sehr aufwendig herzustellen und wieder an der gewohnten Stelle zu platzieren.

Gleich zu Beginn bekommt man bei der Schautafel an der rechten Seite einen Eindruck über die bevorstehende Wanderung. Der Moorerlebnispfad spricht mit seinen Aktionstafeln vor allem Kinder und Jugendliche an, ist aber auch für den „normalen Wanderer“ empfehlenswert, da der Pfad sehr schöne Landschaftsmotive bietet. In diesem Jahr scheint es so, dass alles etwas lauter und deutlicher zu hören ist. Das Quaken der Frösche, das Zirpen der Grillen und Heuschrecken und auch schon das Summen der Hummeln und Bienen sind besonders gut zu hören. Wenn man leise ist und die Natur gut beobachtet, kann man unter Umständen auch das Wildganspaar mit seinen fünf Jungen erspähen. Kinder sollten aufmerksam sein, dann gibt es Vieles zu entdecken.

Viele Informationen, aber der Spaß kommt nicht zu kurz

Auf Informationstafeln erfährt man viel Wissenswertes über die Fauna und Flora in diesem Gebiet, jeder kann sich über die Natur im Moor informieren. Mit Drehwürfeln und Bildklappen hat man die Möglichkeit, viele Informationen aufzunehmen. Der Spaßfaktor kommt dabei keineswegs zu kurz.

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Und auch besondere Punkte für Kinder machen diesen Moorerlebnispfad so abwechslungsreich. An einer Station können Kinder dreckiges Wasser filtern. Das schmutzige Wasser wird oben in den Glasbehälter geschüttet und unten kommt nahezu sauberes Wasser heraus. Dieser spielerische Umgang mit dem kühlen Nass macht einfach Spaß.

Es gibt zudem einen Aussichtspunkt, um zu sehen, wie weitläufig das Moor ist und auch den Holzsteg durch den 2015 aufgestauten Bereich zu begehen ist immer wieder interessant. Noch dazu, weil sich dort auch eine Stelle zum Torfstechen befindet. Hier kann jeder selbst ausprobieren, wie anstrengend es ist, den Torf mit dem Spaten herauszustechen.

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