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Engagement von elf bis 80 Jahren

Die Marktkapelle Grassau unter der Leitung von Wolfgang Diem mit Sänger Florian Bichler beim Stefani-Konzert im Heftersaal.  Foto Grabmüller
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Die Marktkapelle Grassau unter der Leitung von Wolfgang Diem mit Sänger Florian Bichler beim Stefani-Konzert im Heftersaal. Foto Grabmüller

Für die Marktkapelle des Musik- und Gesangvereins sind die beiden Konzerttermine zu Stefani der Höhepunkt des Musikjahres. Der große Heftersaal ist stets gut besucht mit festlich gestimmten Musikfreunden, und der Dirigent Wolfgang Diem präsentiert sein mit den Musikern seit Herbst hart erarbeitetes Programm mit allen Facetten anspruchsvoller Blasmusik.

Grassau - Es bot heuer neben hervorragend dargebotenen Marsch-, Walzer- und Polka-Stücken das äußerst dramatisch inszenierte Werk "Mont Blanc" von Otto M. Schwarz, einem jungen österreichischen Trompeter und Komponisten, der bereits mehrere Filmmusiken geschrieben hat. Bei dieser spannenden "musikalischen Bergbesteigung" waren alle Orchestermitglieder bis hin zu den Schlagwerkern gefordert und konzentriert bei der Sache - ein gelungener Höhepunkt des Konzerts.

Der Filmmusik widmete sich die Marktkapelle auch mit weiteren Stücken, und zwar mit einem Filmmedley und mit der Titelmelodie von "Skyfall", des 23. James Bond-Films, beide arrangiert von Michael Mayr. Zu "Skyfall" hatte Wolfgang Diem den jungen Sänger Florian Bichler eingeladen: Er besucht die 8. Klasse der Achental-Realschule und hat sich dem Gesang verschrieben. Und das mit Recht, denn schon jetzt kann er sich ungewöhnlich stimmstark und ausdrucksvoll mit dem starken Orchester messen.

Ein weiterer Höhepunkt des Stefani-Programms war das von einer verkleinerten Kapellenbesetzung gespielte "Notturno" aus dem "Sommernachtstraum" von Felix Mendelssohn-Bartholdy in einem Arrangement von Willy Hautvast. Hierzu setzte sich Dirigent Wolfgang Diem selbst unter die Musiker und überließ den Stab der jungen Dirigentin Marlene Noichl.

Und damit zurück zum Anfang des Abends: Die Klarinettistin Marlene Noichl leitet seit gut einem Jahr die Jugendkapelle Grassau, die heuer bei beiden Stefani-Konzerten das Programm eröffnete. Das gut 20 Jugendliche umfassende junge Orchester ist dabei, sich ein kleines, abwechslungsreiches Repertoire zu erarbeiten, aus dem es eine Auswahl von vier Stücken gekonnt und beherzt darbot, darunter Stücke von Gustav Holst, John Rutter und Octavio Mesa. Bei der Jugendkapelle ist es schon nette Gewohnheit, dass ein Mitglied selbst die Ansagen übernimmt (hier sehr geschickt: Monika Ettenberger).

Maria Ager, früher selbst Mitglied der Marktkapelle, führte munter durch das weitere Programm.

Dirigent Diem lobte den Fleiß und Ehrgeiz seiner Musiker und hob die gute Gemeinschaft hervor, die die rund 60 Kapellenmitglieder verbindet. Sie ist sicher auch der Grund dafür, dass beim Stefani-Konzert mehrere Ehemalige, die inzwischen in Rostock, Würzburg, Coburg, Augsburg oder im niederösterreichischen Linz Musik studieren beziehungsweise als Musiker arbeiten, immer wieder gerne an Stefani im heimischen Grassau mitspielen. Das Konzert zum Abschluss des Jahres 2013 stellte insgesamt einen lebhaften, musikalisch anspruchsvollen Abend dar, dem das große Publikum begeistert folgte.

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