Endlich wieder Live-Musik

„Blues4Use“ in voller Aktion im Kurpark.
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„Blues4Use“ in voller Aktion im Kurpark.

Prien – Endlich mal wieder ein trockener, wenn auch kühler Sommerabend und endlich wieder Live-Musik.

Die Priener Bluesgruppe „Blues4Use“ hat die populärmusikfreie Zeit am Chiemsee mitreißend beendet. Das Konzert im Priener Kurpark, organisiert von der Prien Marketing, war schon Tage vorher ausverkauft. Wegen Corona waren deutlich weniger Menschen zugelassen als früher. Der Ablauf war vorbildlich organisiert, die Biertische standen weit auseinander, an Essens- und Getränkeausgabe herrschte Maskenpflicht. Trotzdem konnte man schon im Vorfeld spüren, wie sehr die Menschen derlei Veranstaltungen vermisst hatten.

Und die Musiker um Leadsänger und Gitarrist Ulrich Nathen-Berger enttäuschten die Erwartungen keinesfalls, im Gegenteil.

Die Gruppe legte gleich gut los und gab wohlbekannte Rhythm&Blues-Nummern und Rock-Ohrwürmer zum Besten wie etwa „Mustang Sally“. Faszinierend, was vor allem die drei Bläser für einen satten Sound produzierten. Das zeigte sich natürlich besonders bei einigen Stücken aus der Funk-Ära, etwa bei „Pick up the Pieces“ von der Average White Band. Einige Zuhörer sprangen auf und tanzten vor der Bühne. Dabei waren sich die Musiker vor dem Konzert gar nicht so sicher, ob sie die Performance schon wieder so gut hinkriegen. Schließlich hatten auch sie mehr als drei Monate Corona-Pause ohne gemeinsames Üben hinter sich. Doch die Musiker spielten, als hätte es keine Pause gegeben. Neben Leadsänger Ulli Nathen-Berger überzeugten Anita Berger, Willi Weiß, Rich Laughlin, Dietmar Baumanns Karl-Friedrich Wackerbarth, Thomas Bogenberger und Uli Bauer durch feines Zusammenspiel und einige spannende Soli.

Gegen Ende des Abends gab es nach einem Klassiker der legendären Live-Gruppe Blood, Sweat and Tears noch den altbewährten Rolling-Stones-Hit „Honky Tonk Woman“. Als Zugabe gab es noch die wunderbare Schnulze „Wonderful tonight“ von Eric Clapton. Früher hätten die Leute ihre brennenden Feuerzeuge geschwenkt, jetzt waren es die Handys mit eingeschalteter Taschenlampe. mt

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