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Nach 10 Jahren entsteht eine richtige Ortsmitte in Marquartstein

Das Foto zeigt das Ortszentrum von Marquartstein, das neugestaltet werden soll.
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Das Foto zeigt das Ortszentrum von Marquartstein, das neugestaltet werden soll.

„Was lange währt, wird endlich gut“ kann durchaus als Motto für die Entwicklung des Ortszentrums von Marquartstein gesehen werden.

Marquartstein – Bereits seit Jahrzehnten beschäftigt Marquartstein die Frage nach der eigentlichen Ortsmitte. Die in typischen bayerischen Dörfern historisch gewachsene, zentrumsbildende Kombination aus Kirche und Dorfwirt fehlte lange in Marquartstein. Hinzu kommt, dass das steigende Verkehrsaufkommen auf der Bundesstraße die Entstehung eines richtigen Ortszentrums erschwert.

Der zentrale Ortsbereich ist seit Jahren im Städtebau-Förderprogramm „Aktive Zentren“. Seit dem Kauf und späteren Abbruch zweier Gebäude zwischen Staudacher Straße und Bahnhofstraße, durch die Gemeinde im Jahr 2008, gibt es Überlegungen, wie diese bauliche Lücke sinnvoll geschlossen und das Ortszentrum attraktiv gestaltet werden kann.

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Städtebauliche Untersuchung seit 2018

Im Laufe der Zeit haben sich einige Rahmenbedingungen verändert und durch den Verkauf des Schrobenhauser Areals hat sich eine komplett andere Situation ergeben.

Im November 2018 wurde daraufhin eine städtebauliche Feinuntersuchung in Auftrag gegeben und zeitgleich das wirtschaftsgeografische Strukturgutachten überarbeitet. Dieses Jahr konnte nun endlich eine Aufgabenstellung für eine komplette Planung des Geländes fertiggestellt werden. Fünf Planungsbüros wurden damit beauftragt.

Der Wettbewerb lief bis Ende Juni und die Beiträge der fünf beauftragten Planungsbüros wurden im November zur Sichtung und abschließenden Bewertung einer Jury vorgestellt. Keiner der fünf Vorschläge konnte die Jury komplett überzeugen, und so werden zwei teilnehmende Planungsbüros mit der Überarbeitung ihrer Lösungsvorschläge beauftragt. Aufgrund der Pandemie können die Wettbewerbsbeiträge nicht frei im Rathaus zugänglich gemacht werden. Jedoch ist eine Begutachtung über die Webseite durch die entsprechende digitale Aufbereitung möglich.

Die weitestgehend fehlende Ortsmitte im Bereich zwischen der Bundesstraße und dem Gutsapfel-Bau soll durch eine Mischung zwischen Wohn- und Gewerbeteilen entstehen. Es sollen rund 500 Quadratmeter Gewerbefläche und Wohnraum für rund 145 Menschen geschaffen werden. Die weiteren zusätzlichen Stellplätze könnten in einer Tiefgarage entstehen, die im westlich gelegenen, natürlich vorgegebenen Hang ihren Platz finden könnte. mp

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