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Endlagersuche Thema im Bernauer Gemeinderat

  • Tanja Weichold
    vonTanja Weichold
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Rathaus-Geschäftsleiterin Irmgard Daxlberger informierte den Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zur Endlagersuche für hochradioaktive Abfälle, in der auch ein Bereich des östlichen Chiemseeufers untersucht wird. Ein Beschluss war nicht zu treffen.

Bernau – Interessierte Bürger können sich im Internet unter www.endlagersuche-infoplattform.de für die nächste Fachkonferenz von 10. bis 12. Juni anmelden und mitdiskutieren.

Die Gemeinde Bernau befindet sich unterhalb der im Bereich nördlicher Chiemsee dargestellten tertiären Torfgesteine und somit nicht unmittelbar im Teilgebiet. Daxlberger hatte vor kurzem in Vertretung an einer Videokonferenz mit Landrat Otto Lederer teilgenommen, der sich im April zum zweiten Mal mit Bürgermeistern betroffener Gemeinden besprach. Grundsätzlich sei davon auszugehen, dass die Chiemseeregion nach der ersten Phase ausscheide. Das Landesamt für Umwelt habe festgestellt, dass die Kriterien für den Untergrund hier nicht gut erfüllt würden.

Lesen Sie hier : OVB-Themenseite zur Atommüll-Endlagersuche in der Region

Im virtuellen Treffen mit Landrat Lederer sei die weitere gemeinsame Vorgehensweise besprochen worden. Demnach solle alles unternommen werden, um einen Endlager-Standort in der Region zu verhindern. Das Landratsamt bleibe am Ball, Interessen würden gebündelt und ein Austausch mit den Nachbarlandkreisen solle erfolgen. Die Bürgermeister kümmerten sich weiterhin gemeinsam um das Thema.

Dritter Bürgermeister Franz Praßberger (ÜWG) wollte wissen, ob das gesuchte Endlager nur für deutsche oder auch für radioaktive Abfälle aus dem Ausland gedacht sei. Daxlberger erklärte, sie gehe davon aus, dass dort deutscher Atommüll gelagert werden solle.

In der ersten Phase nur geologische Eignung geprüft

In der für die Sitzung ausgearbeiteten Sachvorlage erklärte die Rathausverwaltung, dass das Suchverfahren vom Bundesamt für Sicherheit und der nuklearen Entsorgung (BASE) durchgeführt wird. In der ersten Phase sammle die Bundesgesellschft für Endlagerung (BGE)geologische Daten der Länderund werte diese nach gesetzlich festgelegten Kriterien aus.

Sie untersuche Gebiete, die die Mindestanforderungen erfüllen. Zum Beispiel sollen 300 Meter Gestein das Endlager von der Erdoberfläche trennen, eine ausreichend starke Schicht aus Granit, Salz oder Tone müsse es umgeben.

Zwei Drittel Deutschlands werden untersucht

Seit Ende Dezember stehe der Zwischenbericht zur Diskussion. Etwa zwei Drittel Deutschlands seien als Teilgebiet dargestellt. Maßgebend seien lediglich die Eigenschaften des Untergrundes gewesen. Andere Kriterien seien noch nicht eingeflossen, dies folge in den nächsten Phasen.

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