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Heinz Wallner jetzt Traunsteiner Direktkandidat der Bayernpartei für Bezirkstag

Endgültig CSU den Rücken gekehrt

Zur einstimmigen Wahl zum Bayernpartei-Direktkandidaten für den oberbayerischen Bezirkstag gratulierten Kreisvorsitzender Alfons Baumgartner (rechts) und Bezirksvorsitzender Hubert Dorn (links) Heinz Wallner. Foto kretzmer
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Zur einstimmigen Wahl zum Bayernpartei-Direktkandidaten für den oberbayerischen Bezirkstag gratulierten Kreisvorsitzender Alfons Baumgartner (rechts) und Bezirksvorsitzender Hubert Dorn (links) Heinz Wallner.

Traunstein/Chieming - Bei der Aufstellungsversammmlung im Gasthof Wochinger-Bräu in Traunstein erhielt er in geheimer Wahl das einstimmige Vertrauen der Mitglieder.

Wallner versprach, einen engagierten Wahlkampf zu führen. Gerade im Bezirk Oberbayern sah er "auf kultureller Ebene viele Möglichkeiten, sich für Kultur, Landschaft, Brauchtum, Liedgut, Trachten und den Dialekterhalt aktiv einzusetzen". Er kenne auch die sozialen Aufgaben des Bezirks, die vom Gesetz her streng reglementiert seien und daher kaum Handlungsfreiheiten böten. Aber auch hier wolle er sich einbringen - "da der Finanzbedarf ständig zunimmt, was die Landkreise stark belastet".

BP-Kreisvorsitzender Alfons Baumgartner hieß Heinz Wallner bei dem ersten offiziellen Auftritt vor vielen Mitgliedern sowie allen Bayernpartei-Gemeinde- und Kreisräten aus dem Landkreis willkommen. Vize-Vorsitzender Gerd Zürcher bezeichnete es als "besonderes Ereignis für den Kreisverband Traunstein, dass ein über die Landkreisgrenzen bekannter CSU-Politiker zur Bayernpartei gestoßen ist". Er habe mit Heinz Wallner 2002 den überparteilichen Bayernbund, Kreisverband Traunstein, gegründet, der dank der rührigen Tätigkeit Wallners mittlerweile einer der bekanntesten Gebietsverbände sei. Wallner habe sich als Vorsitzender "immer überparteilich verhalten - trotz aktiver CSU-Mitgliedschaft". Zürcher abschließend: "Ich habe höchsten Respekt vor Dir. Denn eine Partei in Deiner Position zu verlassen, erfordert viel Mut und Entschlusskraft. Das wird Signalwirkung haben."

In Rosenheim war bereits letztes Jahr mit Sepp Lausch ein CSU-Kreisrat zur Bayernpartei gewechselt. Lausch begründete seinen damaligen Schritt am Freitag in Traunstein mit "Gewissensgründen über den Wankelmut der CSU in Sachen Atomausstieg und erneuerbare Energien".

Im Privatleben leitet Heinz Wallner, verheiratet und Vater dreier Kinder, einen kleinen Familienbetrieb. Im politischen Leben wirkt er als Kreisrat im Kreistag Traunstein, gehört dort dem Kulturausschuss und dem Gesundheitsausschuss an. Außerdem ist er im Vorstand des Chiemgau Tourismus-Verbands. In seiner Heimatgemeinde Chieming ist der 48-Jährige Gemeinderat und Dritter Bürgermeister.

Wallner berichtete bei der Veranstaltung am Freitag von "vielen Gesprächen in den letzten Tagen mit CSU-Mitgliedern - bis in die höchste Ebene". Die Gespräche hatten aber an seiner Entscheidung für die Bayernpartei nichts mehr ändern können. Bestimmte Regularien und Wahlmechanismen innerhalb der höheren CSU-Ebenen seien für ihn "nicht mehr akzeptabel". Wallner wörtlich: "So kommen Personen in Spitzenpositionen, die nicht mehr die Gesellschaft repräsentieren. Wenn die CSU diesen Weg weitergeht, verliert sie Kompetenz und eine ganze Reihe tatkräftiger 40- bis 50-Jähriger mit politischer Erfahrung."

Er habe viel nachgedacht, wohin er sich "nach dem Verlust seiner politischen Heimat" wenden solle, da ihm aktiver Einsatz weiterhin wichtig sei. Die Bayernpartei habe die weitaus größte gemeinsame Schnittmenge mit seiner Grundeinstellung gezeigt. Letztendlich sei sein Übertritt in die Bayernpartei zur "Herzensentscheidung" und "politischen Neugeburt" geworden.

"Weitaus einfacher" wäre es für ihn gewesen, den Rest seiner gewählten Zeit einfach abzusitzen, betonte Wallner. Und weiter: "Ich kann und will mich nicht aus gewählter Verantwortung stehlen. Ich bin gewählt für Aufgaben und Ämter. Und die werde ich weiterführen, zum Beispiel im Tourismusbereich, einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor im Landkreis mit über 10.000 Arbeitsplätzen." Im Bereich Fremdenverkehr strebe er den Zusammenschluss mit den Rosenheimer Nachbarn an - zum "Chiemsee-Alpenland-Tourismusverband (CAT)".

kd/Oberbayerisches Volksblatt

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