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Ende der goldenen Zeiten droht

Die Grafik zeigt, dass die Gewerbesteuer (blau) die mit weitem Abstand größte der zehn wichtigsten Einnahmequellen der Gemeinde Gstadt ist. Ab heuer wird mit massiven Einbrüchen gerechnet. Thümmler

Gstadt/Gollenshausen – Über Gewerbesteuer-Einnahmen von fast 2,2 Millionen Euro konnte sich die Gemeinde Gstadt 2018 noch freuen.

Das ging aus dem Finanzbericht von Kämmerer Thomas Wagner in der Bürgerversammlung (wir berichteten) hervor.

Wie sich diese mit Abstand größte und damit wichtigste Einnahme weiter entwickelt, werde erst aus dem Haushalt 2019 hervorgehen, gab Wagner noch keine Prognose ab.

Der Etat soll voraussichtlich in der Maisitzung beraten und verabschiedet werden, so Wagner auf Nachfrage der Redaktion. Dann wird der Rat wohl, je nach Gewerbesteuerprognose, auch über andere mögliche Einnahmequellen wie Wasser- und Kanalgebühren beraten müssen.

Weil die Gewerbesteuer in der kleinen Gemeinde so überdurchschnittlich sprudelte, musste die Kommune bisher nicht kostendeckend kalkulieren.

Warnung vor massiven Einbrüchen

Bürgermeister Bernhard Hainz hatte vor Wochen vor massiven Einbrüchen gewarnt. Im schlimmsten Fall könne die Gemeinde nur mehr mit rund 250 000 Euro rechnen, so Hainz Ende Januar. Ursache ist nach Informationen der Chiemgau-Zeitung ein Eigentümerwechsel beim mit Abstand größten Gewerbesteuerzahler im Gemeindegebiet.

Im Finanzbericht über das vergangene Jahr konnte der Kämmerer nun aber zunächst noch Positives berichten – zum Beispiel, dass entgegen des Ansatzes von 768 000 Euro nur rund 38 000 Euro aus der Rücklage entnommen werden mussten, um den Haushalt auszugleichen.

Zudem konnte 2018 ein sogenannter Sollüberschuss von gut 862 000 Euro erwirtschaftet, und den Rücklagen zugeführt werden. Diese beliefen sich Wagner zufolge zum Jahreswechsel auf 3,8 Millionen Euro. Geldbußen aus der kommunalen Verkehrsüberwachung brachten der Gemeinde 3340 Euro ein.

Parkplatz beim Chiemseewirt

Die größten Ausgaben des Vermögenshaushaltes waren der Bau eines Parkplatzes beim Chiemseewirt in Gollenshausen mit Blumenwiese für knapp 76 000 Euro, der vorsorgliche Erwerb von unbebauten Grundstücken für über 85 000 Euro, eine neue Heizung mit Gas im gemeindeeigenen Restaurant Hofanger für fast 40 000 Euro, die Einrichtung einer Atemschutz-Gerätewerkstatt für die Feuerwehren im Feuerwehrhaus mit Zuschuss für knapp 37 000 Euro sowie die Investitionskostenumlage an den Abwasser- und Umweltverband (AUV) Chiemsee von fast 49 000 Euro.

Der AUV betreibt im Auftrag der zehn Anliegergemeinden des Chiemsees den Ringkanal und die zentrale Kläranlage in Stiedering.

Beträchtliche Ausgabeposten

Im Verwaltungshaushalt ist die Betriebskostenumlage an den AUV mit knapp 90 000 Euro ein beträchtlicher Ausgabeposten.

Die Kreisumlage macht mit rund einer Million Euro fast die Hälfte des Verwaltungsetats aus.

Wegen der hohen Gewerbesteuer-Einnahmen müssen 469 000 Euro (21 Prozent des Verwaltungshaushaltes) als Gewerbesteuerumlage abgeführt werden.

Die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Breitbrunn, die die drei Gemeinden Breitbrunn, Gstadt und Chiemsee betreut, beläuft sich mit Blick auf das umfangreiche Zahlenwerk auf 241 000 Euro.

Für den Unterhalt von Straßen und Wegen gab die Gemeinde 63 000 Euro aus. Mit 144 459 Euro wurde das St. Johannes-Kinderhaus in Gstadt unterstützt. th/db

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