Elisabeth Ulmer übernimmt Leitung

Stefan Nowack (Zweiter von links) übergibt am Montag den Stab an seine bisherige Stellvertreterin Elisabeth Ulmer, die für eine Übergangszeit die Kliniken Südostbayern AG leiten wird. Unterstützt wird sie bei dieser schwierigen Aufgabe von Sebastian Höger (links). Beide genießen das volle Vertrauen der Landräte Siegfried Walch (rechts) und Georg Grabner (Zweiter von rechts) sowie des gesamten Aufsichtsrats. Foto re
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Stefan Nowack (Zweiter von links) übergibt am Montag den Stab an seine bisherige Stellvertreterin Elisabeth Ulmer, die für eine Übergangszeit die Kliniken Südostbayern AG leiten wird. Unterstützt wird sie bei dieser schwierigen Aufgabe von Sebastian Höger (links). Beide genießen das volle Vertrauen der Landräte Siegfried Walch (rechts) und Georg Grabner (Zweiter von rechts) sowie des gesamten Aufsichtsrats. Foto re

Führungswechsel bei der Kliniken Südostbayern AG: Auf Stefan Nowack folgt bis auf Weiteres seine bisherige Stellvertreterin Elisabeth Ulmer. Landräte und Aufsichtsrat haben sich im Mitarbeiterdialog fest zur kommunalen Trägerschaft bekannt.

Traunstein - Ein herzliches Vergelt's Gott und die besten Wünsche für die private und berufliche Zukunft sprach Landrat Siegfried Walch in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender bei einer außerordentlichen Mitarbeiterversammlung am Donnerstag in Traunstein dem scheidenden Vorstand der Kliniken Südostbayern AG Stefan Nowack aus. Am 1. April nächsten Jahres übernimmt Nowack die Leitung des Klinikums Passau. Auf eigenen Wunsch ist er bereits ab 1. Dezember von seinen Verpflichtungen in der Kliniken Südostbayern AG freigestellt.

Walchs Dankesworten folgte der lang anhaltende Applaus der rund 200 anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie des Aufsichtsrats: "Was Sie in den letzten 23 Jahren an persönlichem Engagement gezeigt haben, verdient allerhöchsten Respekt. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen Gottes Segen." Dem Dank und den guten Wünschen für eine gute berufliche und private Zukunft schlossen sich der Landrat des Landkreises Berchtesgadener Land Georg Grabner, und der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Hans Kern, an.

In seiner letzten Rede vor den Mitarbeitern bekannte sich Nowack noch einmal zu allen sechs Standorten der Kliniken Südostbayern AG. Den Konsolidierungskurs zum schrittweisen Abbau des Defizits bezeichnete er als "alternativlos", obwohl dieser Begriff sonst nicht zu seinem Wortschatz gehöre. Dennoch sei es bedauerlich, dass sich die öffentliche Diskussion über die Kliniken fast ausschließlich um deren wirtschaftliche Lage drehe.

Bis zur endgültigen Regelung von Nowacks Nachfolge wird seine vor kurzem zum Vorstand berufene bisherige Stellvertreterin Elisabeth Ulmer die Kliniken Südostbayern AG leiten. Unterstützt wird sie dabei von Diplom-Betriebswirt Sebastian Höger. Ausdrücklich betonte Landrat Siegfried Walch: "Beide haben das volle Vertrauen des Aufsichtsrats."

Elisabeth Ulmer warb in ihrer Antrittsrede um eine "Unternehmenskultur des Vertrauens". Im Vordergrund müsse dabei das Gesamtinteresse der Kliniken stehen. Etwa die Hälfte aller Kliniken in Deutschland arbeite wirtschaftlich, die andere Hälfte stecke in roten Zahlen. "Wir müssen daran arbeiten, dass wir wieder zur ersten Gruppe gehören. Ich übernehme die Verantwortung gerne und werde jegliche Anstrengung unternehmen, um an allen unseren Standorten eine gute Patientenversorgung zu erhalten und weiterzuentwickeln. Ich lade alle dazu ein, mit Stolz und Freude daran mitzuarbeiten", so die Diplom-Betriebswirtin.

Die außerordentliche Mitarbeiterversammlung war auf ausdrücklichen Wunsch der Landräte Siegfried Walch und Georg Grabner sowie des Aufsichtsrats einberufen worden. Die Verantwortlichen wollten sich damit gezielt dem Dialog mit den Mitarbeitern stellen. Deren kritische Fragen bezogen sich vor allem auf die zunehmende Arbeitsbelastung im Zusammenhang mit dem strikt gesteuerten Konsolidierungskurs. Dabei wurde deutlich, dass zurzeit den Beschäftigten ein bis an die Grenzen gehender Einsatz abverlangt wird.

Mehrfach betonte Landrat Walch, wie außerordentlich wichtig ihm die kommunale Trägerschaft ist: "Ich bin unwahrscheinlich stolz darauf, dass beide Landkreise Kliniken haben, die medizinisch und pflegerisch so hervorragend aufgestellt sind." Die vor kurzem mit Hilfe der Landkreise vollzogene Kapitalerhöhung von zehn Millionen Euro sei ein wichtiges Signal an die Beschäftigten, dass man nicht nur von Konsolidierung rede, sondern sie massiv fördere. Walch: "Trotzdem müssen wir das Defizit in den Griff bekommen. Dafür muss das Konsolidierungspaket konsequent umgesetzt werden. Wir stehen zum Personal, denn die hohe Qualität unserer Kliniken kann ohne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht gehalten werden. Deshalb wird es auch keine betriebsbedingten Kündigungen geben." re

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