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Abschlussfeier zum 50-jährigen Bestehen mit vielen Anekdoten

Elefant Radscha war der erste Fahrgast in der Hochfellnseilbahn Bergen

Elefant Radschah vom Zirkus Brumbach nach der Eröffnungsfahrt.
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Elefant Radschah vom Zirkus Brumbach nach der Eröffnungsfahrt.
  • Axel Effner
    VonAxel Effner
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Das Elefantenbaby eines Zirkus war Versuchskaninchen: Der kleine Dickhäuter stellte die Belastbarkeit von Gondeln und Tragseilen unter Beweis. Um die Hochfellnseilbahn ranken sich so viele Anekdoten und Geschichten, dass sie gar nicht alle in der neuen Broschüre unterkommen sind.

Bergen – „Der Hochfelln ist schon etwas Besonderes und die Seilbahn ein Teil meines Lebens. Ich bin damit groß geworden.“ Mit rührigen Worten erinnerte Bergens Bürgermeister Stefan Schneider beim Empfang zum Abschluss der zahlreichen Veranstaltungen zum 50. Jubiläum  (OVB E-Paper) der Hochfellnseilbahn an eine bewegte Zeitepoche.

Neben Altbürgermeister Bernd Gietl und Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer, Gemeinderäten, den Teilhaberfamilien, Seilbahnbeschäftigten, Zeitzeugen, Tourismus-Geschäftsführer Stephan Semmelmayr, Pa-ter Vasili und Gabriel und den Wirtsfamilien am Hochfelln feierten auch zahlreiche weitere Ehrengäste in der Panorama-Gastsstätte an der Mittelstation mit.

Zusammen mit „Urgestein“ Sepp Steiner (rechts) und Georg Antretter (links) tauscht sich Hans Helmberger, Autor der neuen Broschüre zum 50. Jubiläum der Hochfellnseilbahn, über Geschichten rund um die Bergbahn und den Hausberg der Chiemgauer aus.

„Hochfellnseilbahn hat Zukunft“

Trotz der planungstechnischen, personellen und finanziellen Herausforderungen, die im Laufe der Zeit immer wieder mit dem Seilbahnbetrieb verbunden waren, sagte Schneider mit Überzeugung: „Der Berg und die Hochfellnseilbahn haben Zukunft.“ 40 Leute seien im Unternehmen beschäftigt, das für „ein großes Miteinander“ sorge.

Stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser erinnerte an die spektakuläre erste Auffahrt der neuen Seilbahn am 24. Januar 1971 mit dem Elefanten Radschah.

Der hatte nach der dreijährigen Bauzeit die Belastbarkeit von Gondeln und Tragseilen unter Beweis gestellt und europaweit für Schlagzeilen gesorgt. „Wir sind froh, dass wir die Seilbahn haben“, erklärte Konhäuser.

Als Nachbargemeinde des Hochfelln pflege Ruhpolding heute ein gutes Miteinander mit der Gemeinde Bergen, wenn es auch in der Anfangszeit durch die Rauschbergbahn einige Reibereien gegeben habe. Dass die Seilbahnen Zukunft haben und heute von der Gemeinsamkeit gegenseitig profitieren, zeige die Kooperation der Bergbahnen von Rosenheim bis Berchtesgaden.

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Wie sich ein halbes Jahrhundert Seilbahngeschichte in Form von kurzweiligen Anekdoten, Geschichten und Porträts herausragender Persönlichkeiten erzählen lässt, zeigt die neue Jubiläumsbroschüre aus der Feder des Sportjournalisten Hans Helmberger. In zahlreichen Gesprächen mit Zeitzeugen, Bürgermeistern und Verantwortlichen sowie umfangreichen Recherchen hat der Hochfellnkenner erneut eine Fülle überraschender und lesenswerter Bilder und Details ausgegraben und so vor dem Vergessen bewahrt.

Viel zu erzählen gab es bei der Abschlussfeier zum 50. Jubiläum der Hochfellnseilbahn mit zahlreichen Ehrengästen in der Panoramagaststätte der Mittelstation. Der Hochfellnkenner und Sportjournalist Hans Helmberger stellte dort auch die neue Jubiläumsbroschüre vor.

Bungee-Sprung kopfüber aus der Gondel

Wer hätte etwa gedacht, dass der Outdoor-Pionier Jochen Schweizer einmal Mitglied im Skiclub Bergen war. Über Verbindungen mit der zugezogenen Weltklasse-Skiläuferin und Skitrainerin Evi Mittermaier-Brunndobler kam es bei der Berglauf-Weltmeisterschaft 2000 zu einem Bungee-Sprung kopfüber aus der Gondel über der Bründlingalm. Durchaus einen ernsten Hintergrund hatte 1972 eine bundesweit einzigartige „Brettlwallfahrt“ von sieben jungen Männern nach Altötting. Die hatten sich damit nach einem Gelübde für den noch rechtzeitig im Februar eintreffenden Schnee am „Skiberg Hochfelln“ bedankt.

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Nicht weniger spannend ist die „dramatische Rettungsaktion von zwei auf der Strohn verirrten Snowboardern durch die Bergwacht“, von der der damalige Einsatzleiter und heutige Ortsheimatpfleger Kristian Krammer in der neuen Broschüre berichtet.

Broschüre erzählt viele Anekdoten

Jede Menge zu erzählen hat auch „Urgestein“ Sepp Steiner, der nicht nur beim Bau der Seilbahn dabei war, sondern auch als Pistenraupenfahrer und Sprengmeister im Einsatz war. Als Sohn der mit dem Seilbahnbau beauftragten Firma hatte Carlo Garaventa nach dem Konkurs 1976 bis zur Übernahme der Geschäftsführung durch die Gemeinde Bergen 1983 den Seilbahnbetrieb geleitet und „seine Jugend geopfert“, wie er in der Broschüre erzählt.

Bei frisch vom Faß gezapften Bier, Rehbraten und Musik flogen die Stunden beim Ratschen über frühere Zeiten und Anekdoten rund um die Seilbahn und den Hochfelln nur so dahin. Die neue Broschüre „50 Jahre Hochfelln Seilbahnen – Geschichten zum Jubiläum“ ist in der Talstation der Bahn und in der Tourist-Info erhältlich.

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