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1860 entstanden "Expeditionen" in den Bahnhöfen der neuen Zugstrecke

Und die Eisenbahn brachte die Post

Ein Brief aus dem Jahr 1861 des königlichen Berg- und Hüttenamtes Bergen an die gräfliche Gutsverwaltung Herrenchiemsee ("Post Weisham")  ist mit einer Drei-Kreuzer-Briefmarke versehen. Der Stempel "647" belegt, dass das Schreiben über die damals neue "Postexpedition" Bergen ging, die diese Nummer trug. Der Brief stammt aus der Sammlung von Walter Brumm.  Repro  re
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Ein Brief aus dem Jahr 1861 des königlichen Berg- und Hüttenamtes Bergen an die gräfliche Gutsverwaltung Herrenchiemsee ("Post Weisham") ist mit einer Drei-Kreuzer-Briefmarke versehen. Der Stempel "647" belegt, dass das Schreiben über die damals neue "Postexpedition" Bergen ging, die diese Nummer trug. Der Brief stammt aus der Sammlung von Walter Brumm. Repro re

Prien - Als am 7. Mai 1860 die Eisenbahn auf der Teilstrecke Rosenheim-Salzburg in Betrieb ging (siehe Artikel "Als der erste Zug kam..." auf dieser Seite), wurden entlang der Bahnlinie vier neue "Postexpeditionen" in Endorf, Bernau, Übersee und Bergen eröffnet. Der Postbetrieb wurde in den Bahnhofsgebäuden zusammen mit dem Bahndienst verrichtet.

In Prien wurde die Postexpedition aus dem Jahr 1851 aus dem Buchbinderhaus in der Bernauer Straße in die Bahnhofsräume verlegt. Die alte Poststraße von Rosenheim über Weisham bei Eggstätt nach Traunstein nördlich des Chiemsees hatte an Bedeutung verloren. Die schnellere Postbeförderung mit der Bahn hatte zumin-dest auf den Hauptstrecken die gute alte Postkutsche ersetzt.

Briefe mussten mit den seit 1849 in Bayern eingeführten "Franco-Marken" in Kreuzer-Währung freigemacht werden. Die Entwertung erfolgte durch "Mühlradstempel".

Jede Postexpedition erhielt eine Nummer, so Prien zunächst "442", später die "412". Die neu errichteten Ämter wurden wie folgt nummeriert: Bergen "647", Bernau "648", Endorf "649" und Übersee "650". Niederaschau erhielt am 15. Juli 1860 eine Expedition und die Stempelnummer "657".

Auf Nummern folgten Ortsstempel

Dieses Nummernsystem wurde erst 1869 zu Gunsten der Ortsstempel aufgegeben, weil die Zahl der Postorte stetig zunahm.

Seit etwa 20 Jahren hat die Post in vielen kleineren Orten ihre Ämter geschlossen. Und manch ein Kunde muss froh sein, wenn er noch eine Postfiliale - vielleicht beim Bäcker oder im Supermarkt - in seiner Nähe vorfindet.

Von der "Königlich Bairischen Post" bis zur global agierenden Deutschen Post DHL sind 150 Jahre vergangen - Heute überlegt man nach neuesten Meldungen bei der Post, ob man wieder mehr Briefkästen aufstellt...

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