Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Schmuckstück für die Dorfgemeinschaft

Einweihung des Hammerer Kulturstadls in der Gemeinde Siegsdorf: Nicht nur eine Frage der Fördersumme

Segen für das neue Heim der Sulzberger Trachtler, bevor das Gebäude seiner Bestimmung übergeben wird.
+
Segen für das neue Heim der Sulzberger Trachtler, bevor das Gebäude seiner Bestimmung übergeben wird.
  • VonFranz Krammer
    schließen

Nach mehren Jahren Planung, Ideenumsetzung, Fördermittelbeschaffung und Bauzeit konnte nun der neue „Kulturstadl und Vereinsheim der Sulzberger Trachtler“ offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Doch mit den Fördermitteln allein wäre das Vorhaben gar nicht zu stemmen gewesen.

Siegsdorf – In Rahmen einer Übergabefeier segnete Bruder Franz aus Maria Eck das Gebäude, das Umfeld und die Menschen, „die hier gemeinsam eine Meisterleistung vollbracht haben und künftig darin Dorfgemeinschaft und Brauchtum aufrechterhalten wollen“.

Umrahmt von edlen Flügelhorn-Weisen der Brüder Kilian und Sebastian Dufter und von feinen Jodlern und Liedern des „Abstreiter Dreigesang“ ging Bruder Franz auf die Begriffe Heim und Kultur ein. Er erinnerte an den historischen Platz, welcher über Jahrhunderte mit Solespeichern bebaut gewesen sei.

2000 Stunden in Eigenleistung

Bürgermeister Thomas Kamm als offizieller Bauherr des Projektes ging in kurzen Worten auf die Entstehung des Kulturstadls ein: Entstanden aus einer Idee des Gemeinderats und des Trachtenvorstands sei das Vorhaben mit vielen weiteren Ideen angereichert worden. Entscheidend für den Bau sei nicht nur die Leader-Förderung in Höhe von 130.000 Euro gewesen.

Auch eine Eigenleistung der Trachtler von 2000 Arbeitsstunden sei in den Stadl investiert worden. Dieser soll künftig nicht nur als Probenraum der Sulzberger Trachtler mit Schränken für die Trachten- und die Vinzenzivereinsfahne dienen, sondern auch als Versammlungsraum für alle Hammerer Vereine und Organisationen.

Richtiges Gespür für historisches Erbe

„Ein Bauwerk in dieser exzellenten Ausführung wäre ohne eure kreativen Eigenleistungen mit dem richtigen Gespür für das historische Erbe nie zu finanzieren gewesen“, lobte Kamm die Arbeiten und hob unter den am Bau beteiligten Firmen besonders jene des Zimmerermeisters Franz Kloiber hervor.

Er habe mit seinen kreativen Ideen, seiner Werkstatt und seiner Ausrüstung die Grundlage für diese Gemeinschaftsleistung geschaffen. Kamm lobte aber auch die beiden Architekten Franziska Demel und Sylvester Dufter für die Umsetzung und die Geduld bei der Zusammenstellung der Förderunterlagen.

Leiter einer engagierten und kreativen Mannschaft

„Es ist schön, der Bauleiter einer solch engagierten und kreativen Mannschaft sein zu dürfen“, freute sich Erwin Kurz über die Gemeinschaftsleistung. Er gab Einblick in die Arbeiten zum Bau des Stadls: vom Abriss des alten Pavillons im August 2020 bis zur Fertigstellung wenige Tage vor der Einweihung.

„Das fertige Werk spricht und wirbt für sich und lobt alle, die es gebaut haben“ meinte Klaus Gimpl, der als Gemeinderat und Trachtenvorstand während der Bauzeit stets an vorderster Front stand. Er ließ die vergangenen Jahre kurz Revue passieren und hoffte: „Möge dieses Vereinsheim für alle Hammerer eine neue Heimat sein“.

Neue und lebendige Heimat

Der Gauvorstand des Gauverbandes I Miche Hauser überbrachte den Hammerer Trachtlern zur Eröffnung ihres Vereinsheimes symbolisch Brot und Salz für ein „gesellschaftliches Dahoam in der neuen lebendigen Heimat“. Dem schloss sich der Patenverein Heutau mit einem Brotzeitkorb an, bevor der neue Hammerer Trachtenvorstand Klaus Abstreiter den beiden Hauptakteuren Klaus Gimpl und Erwin Kurz mit einem Geschenk den Dank des ganzen Vereins übermittelte. Bei Kaffee und Kuchen der Hammerer Frauen wurde die Eröffnung gefeiert und das Bauwerk besichtigt, bevor am späten Nachmittag der Platz vor dem Kulturstadl beim „Hammerer Dorffest“ mit der Blaskapelle Neukirchen und der „Viaschupf-Tanzlmusi“ seine Feuertaufe bestand.

Mehr zum Thema