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STIFTUNG GEGRÜNDET

Einsatz für Jugend und Alte: 80-jähriger Priener hat ein besonderes Ziel

Mit 80 Jahren stellt er sein Vermögen für einen guten Zweck zur Verfügung: Stiftungs-Gründer und Vorstand Dr. Frank Gernand aus Prien mit der Anerkennungs-Urkunde der Regierung von Oberbayern.
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Mit 80 Jahren stellt er sein Vermögen für einen guten Zweck zur Verfügung: Stiftungs-Gründer und Vorstand Dr. Frank Gernand aus Prien mit der Anerkennungs-Urkunde der Regierung von Oberbayern.
  • Anton Hötzelsperger
    vonAnton Hötzelsperger
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Dr. Frank Gernand aus Prien hat keine eigenen Kinder. Sein Vermögen kommt dennoch in gute Hände: Zum 80. Geburtstag gründete er eine Stiftung, die vom ersten Tag an Priener und Chiemgauer Vereine, speziell aus dem Bereich Jugend, Sport und Altenhilfe unterstützt.

Prien – Viel hat Dr. Frank Gernand aus Prien in seinem bisherigen Leben bereits erreicht und geschaffen. Jetzt, kurz nach seinem 80. Geburtstag, hat er die Stiftung bürgerlichen Rechts mit seinem Namen gegründet. Zu diesem Schritt habe ihn bewogen, dass seine Ehe mit seiner vor elf Jahren verstorbenen Frau Hanna kinderlos blieb. Mit ihrem gemeinsam geschaffenen Vermögen will der Stifter nun Personen, Projekte und Vereine unterstützen, die ihm am Herzen liegen.

Wie viele Menschen in diesen Zeiten, konnte auch Frank Gernand seinen 80. Geburtstag nicht groß feiern. Vielmehr nahm er diesen Tag zum Anlass, seinen lang gehegten Traum von einer Stiftung zu verwirklichen, erzählt er bei einem Besuch der Chiemgau-Zeitung in seinem Haus in Prien.

Weiter Weg bis zur Gründung

„Bis man eine Anerkennungsurkunde der Regierung von Oberbayern für eine Stiftung bekommt, ist es ein langer und weiter Weg“, ist eine seiner Erfahrungen. Endlich aber hält er die von Regierungspräsidentin Maria Els unterschriebene Urkunde in Händen.

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Der promovierte Maschinenbauer, der nach seinem Studium in Berlin und nach mehreren Jahren in der Privatwirtschaft im Deutschen Patentamt in München beschäftigt war, freut es, dass seine Stiftung zur Förderung des Sports, insbesondere des Breitensports für Jugendliche, des Bildungswesens und der Seniorenhilfe anerkannt wurde. „Damit kann ich etwas zurückgeben, was ich selbst in meinem Leben erfahren und erhalten habe“, sagt Gernand. „Gerade die schulische Ausbildung, die mir mein Vater als Studienrat in schwierigen Zeiten ermöglichte, der Sinn und Nutzen von sportlicher Betätigung sowie nicht zuletzt die Notwendigkeit, Menschen im Alter zu helfen, haben mich ermutigt“, erklärt der Stiftungs-Vorstand den Zweck der Stiftung. Das dafür notwendige Kapital – über dessen genaue Höhe er keine Angaben in der Zeitung machen möchte – gelte es auch in Zeiten der Negativ-Zinsen zu erhalten, Zuzahlungen und Spenden kämen dem Stiftungszweck zugute. „Meinerseits gehen die Mieteinnahmen aus einem 1976 in Berlin gekauften Haus auf das Stiftungskonto, von diesem Zuwachs können dann die Förderungen erfolgen“. Bereits im ersten Halbjahr des Bestehens der Stiftung konnten mehr als 30 000 Euro für die Förderung von Einrichtungen des Sports, der Bildung und der Seniorenhilfe ausgegeben werden. Diese Zuwendungen gingen anteilig an elf gemeinnützige und mildtätige Einrichtungen, überwiegend von Gemeinden im Chiemgau.

Empfänger: Zahlreiche Chiemgauer Vereine

Bisherige Empfänger waren der TuS Prien, die Sportvereine in Rimsting und Schleching, die Schulen in Schleching, Prien und Rimsting, Einrichtungen der Altenhilfe in Prien, Rimsting und Schleching, die Schützengesellschaft Schafwaschen-Rimsting sowie ein Studentenwohnheim in einer Deutschen Universitätsstadt.

Eigentlich wollte Gernand die Stiftung im Stillen gründen und führen, doch nachdem sie anerkannt war und er dies voller Freude in seinem Freundeskreis bekannt gab, wurde ihm angeraten, doch auch die Öffentlichkeit über diesen mutigen Schritt zu informieren. „Eine eigene Stiftung zu gründen ist schwer, aber es gibt viele Menschen mit gleichen oder ähnlichen Situationen wie bei mir und wenn diese Leute Ziel und Zweck meiner Stiftung für gut befinden, können sie sich mit Spenden anschließen“, findet der Stifter heute.

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Er selbst zog 1997 mit seiner Frau nach Prien und fand dort Anschluss in Vereinen. So ist er seit gut 40 Jahren aktives Mitglied bei den Stockschützen der Schützengesellschaft Rimsting-Schafwaschen, gehört seit 30 Jahren dem Kneipp-Verein Prien an, ist schon recht lange Mitglied beim TuS Prien. Sportlich aktiv war und ist er bei den Hufeisenvereinen in Schleching, Kössen und Kaltenbach.

Wer sich für die Dr. Frank Gernand-Stiftung näher interessiert, kann sich an Dr. Frank Gernand wenden und ihm eine E-Mail an frankgernand@kabelmail.de senden.

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