60 Einsätze für Feuerwehr Bergen

Für 60 Jahre Mitgliedschaft bei der Feuerwehr Bergen geehrt wurden Paul Bertl (Mitte) und Rupert Gutsjahr (rechts). Ihnen gratulierte Vorsitzender Thomas Just. Müller

Bergen –Der im Vorjahr gewählte Vorsitzende der Feuerwehr Bergen, Thomas Just, hat in der Jahreshauptversammlung viele Ehrungen vorgenommen.

Unter anderem wurde auch das Programm für dieses Jahr bekannt gegeben.

Wichtige Vereinstermine sind das Florianifest am Samstag, 21. Mai, das Gaufest des GTEV Bergen im Juli, das 150-jährige Gründungsfest der Feuerwehr Grassau im August und der Jahrtag der Vereine im September.

Für 60 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden Paul Bertl und Rupert Gutsjahr. Außerdem Adolf Gries senior, Ludwig Anfang, Georg Utzmeier, Franz Gutsjahr und Heinz Kraus. Sebastian Gehmacher hält der Feuerwehr bereits seit 70 Jahren die Treue, eine Ehrenurkunde für 50 Jahre erhielten Ernst Lüdiger, Johann Mörtl und Otto Kastner. Ebenso lange dabei sind Johann Fox und Georg Lang. Seit 25 Jahren Mitglied sind Wolfgang Sirch, Michael Mörtl, Jochen Vogesser, Hedwig Schlosser, Johann Parzinger, Jürgen Mehringer, Helmut Haslauer, Roman Reitsamer und Josef Mörtl.

Für seinen vorbildlichen Einsatz als Zweiter Kommandant von 1998 bis 2019 erhielt Josef Gutsjahr eine Ehrenurkunde der Gemeinde. Gutjahrs Nachfolger ist Michael Freitsmiedl. Seit 25 Jahren im aktiven Dienst sind Schwaiger, Bernhard Kecht und Michael Mörtl.

„2019 mussten wir wie im Vorjahr zu 60 Einsätzen ausrücken, davon elf Brandeinsätze, 32 Technische Hilfeleistungen (THL), ein Einsatz mit ABC-Gefahrstoffen (atomarisch, biologisch und chemisch), 14 sonstige Einsätze und zwei Sicherheitswachen“, so Schwaiger. Dabei seien insgesamt 1375 Stunden aufgewendet worden. Als wichtige Einsätze nannte Schwaiger unter anderem einen Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 5, bei dem ein Kalb angefahren wurde und notgeschlachtet werden musste.

Außerdem einen Gefahrstoffaustritt an der Raststätte Hochfelln Nord, einen, von einem Geisterfahrer verursachten, Verkehrsunfall auf der A8 mit mehreren Fahrzeugen, einem Toten und fünf teils Schwerverletzten, sowie einen Kellerbrand mit entzündetem Heizöl.

Krähenfüße gegenEinbrecherbande

Ein kurioser Einsatz war das Entfernen von „Krähenfüßen“, die eine slowakische Einbrecherbande auf ihrer Flucht vor der Polizei auf die Straße geworfen hatte. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum rund 7395 Stunden ehrenamtlich abgeleistet. 2113 Stunden davon gingen auf das Konto der Jugend. Der Personalstand betrug Ende letzten Jahres 55 aktive Feuerwehrdienstleistende, vier Feuerwehranwärter und 17 Jugendfeuerwehrler. „Unser Verein bestand zum 31. Dezember 2019 aus 377 Mitgliedern“, so Just. Acht Mitglieder seien verstorben, vier hätten gekündigt und 17 Personen seien neu eingetreten.

Zu den wichtigsten Terminen im vergangenen Jahr zählte er die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen, den Ausflug nach Graz, die 150-jährigen Gründungsfeste der Nachbarfeuerwehren Übersee und Grabenstätt und den Jahrtag der Vereine. Ein „voller Erfolg“ sei das 16. Florianifest gewesen, betonte Just und sprach von „der wichtigsten Einnahmequelle des Feuerwehrvereins“. Man brauche aber mehr Helfer.

Jugendwart Alexander Brunhuber, der im Herbst Florian Haslauer beerbt hatte, sprach von einem „arbeitsreichen Jahr“. Höhepunkte waren die erfolgreiche Jugendleistungsprüfung in Inzell, der Kreisjugendfeuerwehrtag in Hart, der Wissenstest in Übersee und die traditionelle Friedenslichtabholung in Tittmoning. Um die Unstimmigkeiten auszuräumen, ziehe Schneider in Erwägung, einen Feuerwehrreferenten zu installieren. Die Gemeinde erfülle ihre Verantwortung so gut wie es gehe. Kreisbrandinspektor Georg König erinnerte an den landkreisweiten Jugendanwerbetag im März und an den Tag der Jugendfeuerwehr im Juli in Kammer. mmü

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