Eine Schnitzeljagd durch Grabenstätt für Alt-Bürgermeister Georg Schützinger zum Amts-Ausklang

Eine kurze Zeitreise für den Alt-Bürgermeister Georg Schützinger in Form von Plakaten. Mit 36 Jahren Amtszeit ist er der Dienstälteste seines Berufsstandes in der Region 18. Müller

Mit viel Herz verabschieden die Grabenstätter sich kontaktlos von ihrem Alt-Bürgermeister Georg Schützinger. Diesem hatten die Vereine eine Schnitzeljagd durch die Gemeinde organisiert, auf der sich auch zahlreiche Bürger mit Transparenten und selbst bemalten Schildern von Schützinger verabschiedeten. Dabei wurde manche Träne vergossen.

Von Markus Müller

Grabenstätt – Eine außergewöhnliche Abschiedstour schenkten die Grabenstätter und Erlstätter Vereine und Bürger ihrem Bürgermeister-Urgstein Georg Schützinger. Er war 36 Jahre im Amt und zuletzt zum Ehrenbürger ernannt worden. Der bei der Organisation federführende Verkehrsverein Grabenstätt schickte ihn auf eine kontaktlose, deshalb aber nicht wenig unterhaltsame und spannende Schnitzeljagd durch das Gemeindegebiet. An zehn Stationen warteten viele Überraschungen, davon auch einige feucht-fröhliche. Die zu lösenden, teilweise durchaus anspruchsvollen Rätsel und Aufgaben zu „seiner“ Gemeinde fielen Schützinger trotzdem nicht schwer, kennt er diese wie seine Westentasche.

Viel Spaß und ein paar Tränen

Dass der strenge Zeitplan ins Wanken geriet, verwunderte nicht, denn der Noch-Rathauschef genoss seine Ehrenrunde in vollen Zügen. Losgegangen war es an der Schlossökonomie, wo Familie Schützinger von Bärbel Schuster und Margit Forster vom Verkehrsverein und der Leiterin der Tourist-Info Marion Wagner unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln empfangen wurde. Man habe ihn als Bürgermeister geschätzt, er habe sehr viel Positives für Grabenstätt bewirkt, für den Ort und den Tourismus. Deshalb wolle man ihn „nicht einfach davonschleichen“ lassen.

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„Es ist heute für mich natürlich ein emotionaler Tag, das könnt ihr euch vorstellen, 36 Jahre sind nicht so schnell vorbei“, erwiderte das dienstälteste Gemeindeoberhaupt der Region 18 beim Auspacken eines alten Reisekoffers und wischte sich dabei Tränen aus dem Gesicht. Kurz darauf öffnete auch der Himmel seine Schleusen, doch die „Tour de Gemeinde“ konnte weiter im Auto absolviert werden. Schon nach der zweiten Station in Erlstätt, wo die dortige Frauengemeinschaft und Feuerwehr ihm einen herzlichen und hochprozentigen Empfang samt Blaulicht und Martinshorn boten, hörte es auf, wie aus Kübeln zu schütten. Zuvor war Schützinger schon von der Feuerwehr Grabenstätt mit ausreichend „Löschwasser“ versorgt worden.

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Abschied mit Plakaten und Schildern

Auf dem Weg von Grabenstätt über Erlstätt, Innerlohen, Oberhochstätt, Hirschau, dem Stefanutti-Hof, dem Marktplatz, der Pension Langerspacher, der Pension Hummel in Winkl, dem Kleehamer Hof am Osterbuchberg, dem Anwesen Beim Bicher in Fernbichl und den Ortsteilen Gutharting, Höring und Zeiering bekam Beifahrer Schützinger immer wieder Transparente, Plakate und Schilder zu sehen, auf denen sich die Vereine und Bürger von ihm mit persönlichen Dankesworten und viel Lob kontaktlos verabschiedeten.

Bevor es wieder nach Hause ging, machten die Schützingers am Bankerl mit Marterl vor ihrem Wohnort Eckering Halt.

Mit der Kamera wurde stets alles dokumentiert und die Lösungen der Quizfragen und Aufgaben per Smartphone an die Whats-App-Gruppe „Verkehrsverein“ geschickt – zum Abschluss gab es noch ein Familienfoto auf der Bank des Verkehrsvereins.

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