Aktion der Chiemsee-Realschule

Eine Kleintransporterladung aus Prien voller Solidarität für Flüchtlingslager Moria 2

Schüler und Lehrer der Chiemsee-Realschule haben für die Hilfsorganisation „#Europecares“ Pakete für das Flüchtlingscamp Moria gepackt. Diese wurden von einem Mitarbeiter an der Schule abgeholt.
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Schüler und Lehrer der Chiemsee-Realschule haben für die Hilfsorganisation „#Europecares“ Pakete für das Flüchtlingscamp Moria gepackt. Diese wurden von einem Mitarbeiter an der Schule abgeholt.

Schüler und Lehrer der Chiemsee-Realschule Prien haben für die Hilfsorganisation #Europecares Pakete für das Flüchtlingscamp Moria auf der griechischen Insel Lesbos gepackt. Diese wurden an der Schule abgeholt. Anschließend führten Schüler aus den Klassen 7b und 8a ein Interview mit dem Mitarbeiter der Organisation.

Prien – Sven Heinrici staunte nicht schlecht, als er mit seinem Kleintransporter an der Chiemsee-Realschule in der Priener Höhenbergstraße Station machte. Die Schüler hatten jede Menge Kisten mit Hilfsgütern gemeinsam mit ihren Lehrkräften gepackt. Über die Initiative #Europecares werden diese nun ehrenamtlich direkt ins griechische Flüchtlingslager Moria 2 gebracht.

Nach dem Verladen der Pakete, die neben Hygieneartikeln und Winterkleidung auch Schulhefte und Stifte für die Kinder dort enthalten, stand Heinrici den Schülern in einem Interview Rede und Antwort zur Aktion.

Für welche Hilfsorganisationsind Sie tätig?

Sven Heinrici: Ich engagiere mich aktuell ehrenamtlich für die europäische Initiative #EuropeCares. Die Initiative wurde von Mitgliedern von Volt Europa gegründet. Wir glauben, dass Politik nicht nur aus Reden bestehen darf, sondern alle Bürger Veränderungen aktiv gestalten können sollen. #EuropeCares hat daher inzwischen auch viele Unterstützer, die nicht bei Volt Europa sind.

Was ist Ihr Aufgabengebiet und wieviel Zeit investieren Sie ehrenamtlich in diese Arbeit?

Heinrici: Wir haben für #EuropeCares das erste Mal Sachspenden Mitte September in München gesammelt. Es gab einen großen Zuspruch und viele Menschen haben im Nachgang gefragt, ob es weitere Termin gibt. Seitdem organisiere ich für #EuropeCares die Spendensammlungen in Südbayern, von Augsburg im Westen bis zu euch in Prien am Chiemsee. Das Ganze mache ich neben meinem eigentlichen Beruf in meiner Freizeit. Aktuell sind das etwa 40 Stunden die Woche, inklusive dem ein oder anderen Urlaubstag.

Wer erhält die gespendeten Kisten? Werden sie auch an andere Camps verteilt?

Heinrici: Die Kisten gehen an verschiedene Nicht-Regierungsorganisationen vor Ort, wie „Team Humanity“, „Medicines Sans Frontiere“, „Stand By Be Lesvos“ oder „Help Refugees“. Dabei sammeln wir die Spenden zentral in Frankfurt und teilen unserem Partner Distribute Aid mit, welche Güter in unserem Lager zum Abruf bereitstehen. Distribute Aid teilt dies den verschiedenenOrganisationen mit und diese können dann den konkreten Bedarf abrufen. Dabei gehen die Spenden nicht ausschließlich in das Camp Moria 2, sondern dorthin, wo Hilfe gerade am dringendsten benötigt wird.

Gibt es weitere Möglichkeiten für uns als Schule zu helfen?

Heinrici: Eure Sachspenden sind bereits eine große Hilfe. Vielen Dank dafür. Sachspenden lösen individuelle Probleme, wie eine Decke im Winter Wärme spendet oder Schuhe, die wasserdicht sind, vor Regen schützen. Dadurch zeigen wir den Geflüchteten: Es gibt in Europa Menschen, die euch nicht vergessen haben. Das Wichtigste ist aber, dass ihr als Schule, Schülerinnen und Schüler, euch über die Hintergründe informiert. Was sind Fluchtursachen? Wie kann man Fluchtursachen in den Griff bekommen? Wie würde ich als Mensch gerne behandelt werden, wenn ich in einer ähnlichen Situation bin? Engagiert Euch. Seid laut. Egal ob auf Demos, in Parteien, in Hilfsorganisationen und Vereinen oder weil Ihr einfach mit Familie und Freunden über das Thema sprecht. Die Welt kann nur besser werden, wenn wir gemeinsam daran arbeiten.

Interview: Schüler 7b und 8a

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