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Eine irdische Geisterstunde in Erlstätt

Während sich sein Vetter (Bernhard Hennes, vorne) und dessen Gattin (Ingrid Lutzenberger, links) über sein Erbe hermachen, kann der verstorbene Schreiner Bömmerl (hinten links) dem ganzen Treiben als Geist nur ungläubig zusehen. Partner-Geist Stelzl, ehemals Polizist, sollte ihn eigentlich in den Himmel begleiten.  Müller
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Während sich sein Vetter (Bernhard Hennes, vorne) und dessen Gattin (Ingrid Lutzenberger, links) über sein Erbe hermachen, kann der verstorbene Schreiner Bömmerl (hinten links) dem ganzen Treiben als Geist nur ungläubig zusehen. Partner-Geist Stelzl, ehemals Polizist, sollte ihn eigentlich in den Himmel begleiten. Müller

Grabenstätt. – Mit dem unterhaltsamen Stück „Da Himme wart ned“ beglückt die Theatergruppe des Burschenvereins Erlstätt derzeit ihre Zuschauer. Dass die Bretter, die die Welt bedeuten, in Erlstätt besonders dick und stabil sind, zeigt sich nicht nur beim Anblick der opulenten hölzernen Bühne, auch an der langen Theatertradition.

Leicht verdauliche, energie- und humorgeladene Aufführungen gehören in Erlstätt zu den Festtagen wie der Osterbraten – kein Wunder also, dass die ersten drei Vorstellungen im Gasthof Fliegl ein voller Erfolg waren.

Zum 37. Mal in Folge bringe man heuer ein Stück auf die Bühne, verriet Spielleiter Franz Schuhbeck bei der Begrüßung und erinnerte daran, dass in Erlstätt bereits vor 90 Jahren Theater gespielt wurde.

Die „Geist-reiche“ bayerische Komödie in drei Akten von Markus Scheble und Sebastian Kolb beginnt im himmlischen Wartezimmer, in dem der unlängst verstorbene Polizeibeamte Stelzl, überzeugend dargestellt von Robert Weidacher, das Paradies vor Augen hat. Bevor sich aber die Himmelspforten öffnen, muss er den soeben verstorbenen Schreinermeister Bömmerl, grandios gespielt von Christian Fellner, abholen und heraufbringen. Bömmerl, der als Geist ebenfalls für die Lebenden unsichtbar ist, will schon wegen seiner vom Schicksal hart getroffenen Tochter Anna (Magdalena Poller) nicht wahrhaben, dass er tot ist. Auch seine Schreinerei mit seinem nun auf sich allein gestellten Gesellen Emmeran (Stefa Kreiler) und der wichtige Großauftrag lassen ihn nicht los. Als Bömmerls skrupellose Verwandtschaft, das scheinheilige Ehepaar Froschmeier (Bernhard Hennes/Ingrid Lutzenberger), ihm die letzte Ehre erweisen, besser gesagt, sich möglichst viele Wertsachen und seinen drei Millionen Euro-Lottogewinn unter den Nagel reißen will, ziehen der Schreiner-Geist und der Polizisten-Geist die himmlische Reißleine. In den weiteren Rollen glänzen Claudia Wiesholler als Haushälterin und Geisterbeschwörerin Finni und Helmi Lutzenberger als trinkfreudige „Schnapsdrossel“, Resi Schellnberger mit ungeahnten übersinnlichen Kräften. Magdalena Poller meisterte ihr Bühnen-Debüt mit Bravour. Ihren Teil zum Gelingen trugen auch Sylvia Parzinger (Souffleuse), Marianne Klauser (Maske) und Ludwig Fembacher (Technik) bei. Nächste Aufführungen: morgen, Freitag, dann Samstag, 2. April, jeweils 20 Uhr, am Sonntag, 3. April, 19 Uhr. Kartenvorverkauf: Getränkemarkt Schwarz, Erlstätt, Dienstag bis Freitag, 8.30 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18.30 Uhr, samstags 8 bis 13 Uhr, 08 61/1 66 60 63. Karten auch an der Abendkasse. mmü

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