B 305 eine Gefahr mitten im Ort: Konzept für Geh- und Radwege in Unterwössen kommt

Auf der Hauptstraße in Unterwössens Zentrum sollen Zebrastreifen, Ampeln oder Inseln Teil des Geh- und Radwegkonzepts werden.
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Auf der Hauptstraße in Unterwössens Zentrum sollen Zebrastreifen, Ampeln oder Inseln Teil des Geh- und Radwegkonzepts werden.

Gemeinderat diskutiert über Umgestaltung der B305. Das Gremium hat die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer im Blick. Der Plan soll Ende des Jahres fertig sein.

Von Bärbel vom Dorp

Unterwössen – Nach etlichen städtebaulichen Maßnahmen in Sachen Dorferneuerung während der letzten sechs Jahre, nimmt die Gemeinde nun das Projekt Geh- und Radwege auf der Hauptstraße samt Überquerungen in die Hand. Allein 10 000 Euro genehmigte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für die Voruntersuchungen des Konzepts.

Bislang stand die Verkehrsberuhigung im Mittelpunkt

Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU) ließ noch einmal die Maßnahmen der vergangenen Jahre Revue passieren. „Dabei hat uns immer das Thema Verkehrsberuhigung begleitet. Und wir haben uns stets Gedanken gemacht über Verschmälerungen und Verschwenkungen der Straßen sowie die Auflösung von Bushaltestellen und Randbereichen“, sagte er.

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Die große Frage nach Geh- und Radwegen habe man in in den vergangenen Jahren noch zurückgestellt. Nun aber sei klar, dass erhebliche bauliche Begleitmaßnahmen nötig seien, um für Fußgänger und Radfahrer die Teilnahme am Verkehr sicherer zu machen. Auch das Straßenbauamt habe mittlerweile die Einholung eines Geh- und Radwege-Gesamtkonzepts empfohlen. Man sei sich einig, dass bei einer solchen Gesamtplanung auch Teilbereiche Schritt für Schritt realisiert werden könnten.

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In der Sitzung erläuterte Gerhard Hajer vom Traunsteiner Planungsbüro Strasser vorerst generelle Überlegungen. So soll beispielsweise der Masererpass nicht in die Planung einbezogen werden. Denken könne er sich bei der Bestandsaufnahme auch eine Verkehrszählung, um nötige Querungshilfen auszumachen. Eine Rolle spielen Unfallschwerpunkte, die Polizeihauptmeister Sebastian Bürger von der Polizeiinspektion Grassau in der Sitzung jedoch eher als „nicht dramatisch“ bewertete.

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Hinsichtlich der Kosten hatte der alte Gemeinderat bei einer früheren Bedarfsplanung bereits vorsorglich Mittel beantragt. Diese sind in den vergangenen Tagen in Höhe von 60 Prozent genehmigt worden.

Bei der Abstimmung erhielt Planer Hajer ein einstimmiges Votum für den Auftrag, für 10 000 Euro ein Geh- und Radwegekonzept zu erstellen. Nach seinen Worten soll nun zunächst „die sehr wichtige Bestandsaufnahme“ gemacht und dann das Konzept entworfen werden. Das könnte dann schon Ende des Jahres fertig sein.

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