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Zehnjähriges Bestehen

Eine „brutal organisierte“ Gruppe: Überseer Burschenverein „Kühlheisl Unterland“ feiert 10-jähriges Bestehen

Bei den Vorbereitungen zum Festwochenende packen viele Überseer mit an.
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Bei den Vorbereitungen zum Festwochenende packen viele Überseer mit an.

Am kommenden Wochenende wird’s wieder hoch hergehen im Unterland bei Übersee. Der Burschenverein „Kühlheisl Unterland“ stellt zum zehnjährigen Bestehen eines seiner Feste auf die Beine. Denn aus einem bunten Haufen vor einem Bauwagen ist inzwischen eine gestandene Gemeinschaft gewachsen.

Von Wolfgang Gasser
und Jens Kirschner

Übersee – Wer mit Michael Siglreitmeier spricht, erlebt einen Mann außer Atem. Es geht in die letzten Runden der Vorbereitungen für das Jubiläum am Wochenende. Und das Fest zum Zehnjährigen auch noch mit dem traditionellen Maibaumaufstellen verbinden zu können: „Ein Traum!“, wie der Vorsitzende des Burschenverein Kühlheisl Unterland schwärmt.

Bevor die Gemeinschaft vor zehn Jahren in ein Vereinsmäntelchen schlüpfte, war es ein Bauwagen, an dem sich die Burschen zum Feiern trafen. Aus dem losen Bund ist inzwischen ein Verein mit mehr als 130 Mitgliedern erwachsen, die schier danach lechzen, sich selbst und ihrem Umfeld eine schöne Zeit zu bescheren. „Wir haben uns in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt“, freut sich Siglreitmeier. Von einer Truppe, die sich früher zum Feiern vor einen Bauwagen gehockt habe, sei man inzwischen zu einem bunten Haufen geworden und „brutal organisiert“.

Prominentes Mitglied

Der bunte Haufen – damit könnte die Tatsache gemeint sein, dass sich unter den Burschen inzwischen gefühlt so ziemlich jeder Beruf wiederfindet: Handwerker, Rechtsanwälte, Landwirte. Das macht die Vereinsarbeit mitunter einfacher, denn im Zweifel ist jedes Mitglied schnell mit seiner Expertise dabei. „Das hilft ungeheuer“, sagt der Vereinschef.

Nicht zuletzt gibt es auch ein prominentes Mitglied: Bergsteiger Alexander Huber. Er präsentiert am Festsamstag ab 18 Uhr seinen Multi-Visionsvortrag „Die steile Welt der Berge“ und trägt damit sein Scherflein zum Gelingen des Festwochenendes bei. Starallüren seien dem Alpinisten jedoch fern, ohnehin werde jedes Mitglied gleich behandelt, sagt Michael Siglreitmeier. Was wohl auch damit zusammenhängt, dass sich viele Mitstreiter von Kindestagen an kennen.

Auftakt mit Tag der Betriebe und Vereine

Inzwischen hat die Gemeinschaft das rund 1000 Personen fassende Zelt aufgebaut. Wie bei den Kühlheislern üblich, wird zusammen geholfen, wo auch immer irgendwelche Arbeiten anfallen. Nicht nur die Vereinsmitglieder, auch Freunde packen schon seit Wochen mit an. Drei Tage lang will die Gemeinschaft auf dem Festgelände zwischen Kühlhäusl und den umliegenden Bauernhöfen feiern. Den Auftakt macht am Freitag ab 18 Uhr der Tag der Betriebe und Vereine, der als zünftiges Weinfest begangen wird.

Ein Abend, auf den sich Michael Siglreitmeier besonders freut. Auch, weil hier Gelegenheit besteht, sich bei den Unterstützern der Truppe zu bedanken. Eine Aktion, die augenscheinlich ankommt, wenn man auf die Tischreservierungen blickt. Wenngleich natürlich noch genügend Platz für alle jene bleibt, die sich spontan entscheiden, ins Festzelt zu kommen. Die Stimmungsband „Boarisch X“ spielt an diesem Abend.

Der Sonntag steht klassisch im Zeichen des Maibaum-Aufstellens. Der befreundete, aber doch in vielen Bereichen rivalisierende Burschenverein „Birn-Pub Grassau“ hat den Baum vor einigen Wochen gestohlen. Und sich damit der ehrenvollen Aufgabe angenommen, das gute Stück festlich geschmückt zurückzubringen und mit Schweiß und Muskelkraft in die Vertikale zu bewegen. Um 12 Uhr steigt die Gaudi an diesem Sonntag.

Schon immer ehrgeizig

„Der Ehrgeiz für solche Feste war schon immer da“, findet der Vereinschef und blickt auf die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre zurück. Wobei: Zur Gründung des „Burschenverein Kühlheisl“ habe man nicht auf das Ziel hingearbeitet, möglichst große Feste auf die Beine zu stellen, um möglichst viel Geld zu verdienen. Das hat sich wohl erst mit dem Zustrom an Mitgliedern über die Jahre entwickelt, die sich dem Vereinsleben anschließen wollten: den Ausflügen, den Brauereibesichtigungen, der Grill-Pool-Challenge. Eine „brutal organisierte“ Truppe eben, die den Bauwagen-Zeiten längst entwachsen ist.

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