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Unikat leistet einen Beitrag zur Lese-Kultur

Ein literarisches Kunstwerk für Jedermann steht in Übersee

An der Einweihung des Bücherschranks,, an der „Beste Wiese“ in Übersee, nahmen (von links) Günter Murschhauser, Herbert Strauch, Reiner Schöniger, Wolfgang Wimmer und Paul Dorsch teil.
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An der Einweihung des Bücherschranks,, an der „Beste Wiese“ in Übersee, nahmen (von links) Günter Murschhauser, Herbert Strauch, Reiner Schöniger, Wolfgang Wimmer und Paul Dorsch teil.
  • VonSybilla Wunderlich
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An der „Beste Wiese“, gleich hinter der VR-Bank in Übersee, steht ein gelungenes Projekt des „Arbeitskreis Kultur“. Seit 2019 kümmerte sich der Initiator Paul Dorsch um die finanziellen Mittel und die Organisation eines öffentlichen Bücherschranks, der von jedem kostenlos nutzbar sein sollte.

Übersee – Der „Arbeitskreis Kultur“ setzte sich seit 2019 für die Verwirklichung eines, für jeden kostenlos nutzbaren, öffentlichen Bücherschranks an der „Beste Wiese“, in Übersee, hinter der VR-Bank, ein. Ganz besonders beteiligte sich das Arbeitskreis-Mitglied und Initiator Paul Dorsch. Er kümmerte sich um die finanziellen Mittel und die Organisation.

Idee stößt auf offene Ohren

Dorsch erzählte, dass er zuerst beim Vorsitzenden des Tourismus Vereins, Peter Stöger, nachgefragte und von dort eine Zusage für ein Drittel der Kosten erhielt. Auch beim „Ökomodell“ und Wolfgang Wimmer stieß er auf offene Ohren. Von dort wurde über das Regionalbudget vom Amt für ländliche Entwicklung eine Förderung für 70 Prozent der Kosten zugesagt.

Schreiner Günter Murschhauser fertigt Unikat

Der Bücherschrank ist ein Unikat, den der Schreiner Günter Murschhauser aus Übersee baute. Der Schreiner erzählte, dass die erste Idee eine Kubus-Form war und dann eine runde Form, die aber zu teuer geworden wäre, weshalb er sich für eine Mischung aus beiden Formen, mit an beiden Seiten liegenden Sitzbänken, entschied. Das Material ist unbehandelter Stahl, ummantelt von Lärchenholz, und im Inneren mit Fichte ausgekleidet. Das Fundament dafür erstellte die Gemeinde. Das Unikat ist als Kunstobjekt im öffentlichen Raum zu bezeichnen.

Leser können sich selbst bedienen und Bücher zur Verfügung stellen

Der Bürgermeister Herbert Strauch bedankte sich bei der öffentlichen Einweihung bei allen Akteuren, die zur Verwirklichung beitrugen und fand, dass die Stelle an der „Beste Wiese“ mit Blick ins Grüne gut geeignet ist. Auch Wolfgang Wimmer gratulierte zum gelungenen Projekt. Dorsch zählte alle Vorteile eines Bücherschranks im öffentlichen Raum auf, insbesondere, dass Bürger 24 Stunden täglich Zugang zu Bildung haben und damit vielleicht bei jungen Menschen wieder das Lesen gefördert wird. Er führte auch die Schonung von Ressourcen auf, denn jeder kann Bücher für andere Leser in den Schrank stellen und sich selbst bedienen. Der Vorsitzende des „Arbeitskreises Kultur“, Reiner Schöniger, sah in dem Projekt auch das Motto des Kreises „Lebensqualität durch Nähe und Vielfalt“ verwirklicht und einen Beitrag zur Lese-Kultur.

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Bereits im Vorfeld zeigte sich, dass Übersee genau so ein Projekt brauchte. Bürger versuchten schon Bücher einzustellen, als der Schrank noch verschlossen war und auch während der Einweihung, als sie mit einer Tasche voll Bücher ihren Beitrag leisten wollten. Der „Arbeitskreis Kultur“ übernimmt die Pflege des Bücherschranks und freut sich über freiwillige Helfer. Das erste literarische Werk in diesem Unikat trug den passenden Titel „Jedermann“ von Philip Roth.

BS

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