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Einsatz im Ehrenamt

„Ein Leben für und mit der Feuerwehr“: Zwölf langjährig Aktive aus Traunstein verabschiedet

Bei der Verabschiedung im Kulturforum (von links): Stefan Breitling (Kommandant Haslach), Ernst Harrecker (Wolkersdorf), Christian Schulz (Traunstein), Thomas Hasenöhrl (Hochberg), Erwin Eichschmid (Traunstein), Simon Steiner (Wolkersdorf), Ernst Ditsch (Traunstein), Josef Prosser (Hochberg), Franz Niedl (Hochberg), Georg Kriegenhofer (Kammer), Martin Thullner (Haslach), Josef Rachl (Haslach), Johann Gfaller (Haslach), Ernst Rachl (Haslach), Alois Wimmer (Kommandant Kammer), Feuerwehrreferent Andreas Kaiser mit Oberbürgermeister Christian Hümmer.
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Bei der Verabschiedung im Kulturforum (von links): Stefan Breitling (Kommandant Haslach), Ernst Harrecker (Wolkersdorf), Christian Schulz (Traunstein), Thomas Hasenöhrl (Hochberg), Erwin Eichschmid (Traunstein), Simon Steiner (Wolkersdorf), Ernst Ditsch (Traunstein), Josef Prosser (Hochberg), Franz Niedl (Hochberg), Georg Kriegenhofer (Kammer), Martin Thullner (Haslach), Josef Rachl (Haslach), Johann Gfaller (Haslach), Ernst Rachl (Haslach), Alois Wimmer (Kommandant Kammer), Feuerwehrreferent Andreas Kaiser mit Oberbürgermeister Christian Hümmer.

Die Stadt Traunstein würdigt ehemalige Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren aus dem Landkreis. Zusammen bringen es die Männer, die ihr 65. Lebensjahr erreicht haben und aus dem aktiven Dienst ausscheiden, auf fast 600 Jahre Dienstzeit.

Traunstein – Auf nahezu 600 Jahre Einsatzdienst brachten es zwölf Traunsteiner Feuerwehrmänner, die nun die Altersgrenze von 65 Jahren erreicht haben und somit aus dem aktiven Dienst ausscheiden. „Mit eurem jahrzehntelangen Engagement konnten wir in unserer Stadt viele Notlagen erfolgreich meistern“, würdigte Traunsteins Oberbürgermeister Christian Hümmer in seiner Ansprache die Männer an Ehrenabend. Die Ortskommandanten aller fünf städtischen Feuerwehren hielten eine Laudatio über die Geehrten. Zahlreiche Ehrengäste wohnten der Verabschiedung bei.

Immer für andere da gewesen

„Ihr habt euch fast euer Leben lang Zeit aus den Rippen geschnitten und wart für andere da, wenn Alarm geschlagen wurde“, zollte der für das Feuerwehrwesen zuständige Stadtrat Andreas Kaiser den ehemaligen Aktiven seinen Respekt. Er betonte allerdings auch, dass niemand mit 65 Jahren aus der Feuerwehr ausscheiden muss, „weil sich auch die Vorstände über Leute freuen, die sich in den Vereinsbelangen engagieren“, so Kaiser.

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Die Laudatio für die ehemaligen Einsatzkräfte der Feuerwehren Haslach, Hochberg, Kammer, Traunstein und Wolkersdorf hielten jeweils die Kommandanten der Ortsfeuerwehren. Teils tief bewegt wurden kurz die „Feuerwehr-Lebenslinien“ aufgezeigt und in einer würdigen Form präsentiert. Neben der offiziellen Urkunde erhielten die Geehrten auch ein Präsent.

22 Jahre lang Gruppenführer

Vier aktive Mitglieder sind aus den Reihen der Feuerwehr Haslach ausgeschieden: Ernst und Josef Rachl, Johann Gfaller und Martin Thullner, die von ihren jeweiligen Kommandanten verabschiedet wurden. So hatte Kommandant Stefan Breitling auch eine Anekdote aus der aktiven Zeit von Johann Gfaller parat, der nie gezögert habe, wenn es brenzlig wurde und mit Atemschutzmaske in ein brennendes Haus hineingelaufen sei, obwohl er vorher keinen Atemschutzlehrgang besucht hatte.

„22 Jahre Gruppenführer, 18 Jahre Kommandant, unter Deiner Führung haben wir ein Löschgruppenfahrzeug beschafft, den Atemschutz eingeführt, ein neues Gerätehaus gebaut und die Änderungen in der Alarmierung und Funktechnik vollzogen“, lobte Stefan Breitling die Zeit mit Martin Thullner. Der langjährige Haslacher Kommandant ist in diesem Jahr aus dem aktiven Dienst ausgeschieden und war in den letzten Jahren noch als Mannschaftsdienstgrad und Maschinist im Einsatz.

Bei der Feuerwehr Hochberg sind „die Hochberger Oiginale“ Franz Niedl und Josef Prosser aus dem aktiven Dienst ausgeschieden. Sie wurden von Vorstand Martin Steininger verabschiedet. Sie wurden für ihre Kameradschaftlichkeit und ihren jahrzehntelangen Einsatz gelobt.

Feuerwehr und Landwirtschaft

Für die Feuerwehr Kammer trat Kommandant Alois Wimmer ans Rednerpult. Er würdigte den Landwirt Georg Kriegenhofer, der nach 47 Dienstjahren aus den Reihen der Aktiven ausgeschieden ist.

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Er sei schon als „kleiner Bub“ zur Feuerwehr gekommen, sagte Christian Schulz von der Feuerwehr Traunstein und ergänzte, wie sehr ihn die Menschen dort geprägt haben. Er bedankte sich bei seinen Kameraden „für ein Leben mit und für die Feuerwehr.“

Erwin Eichschmid war langjähriger hauptamtlicher Gerätewart für die Feuerwehren der Stadt. „In deinen 50 Dienstjahren hast du nicht nur unzählige Einsätze und Ausbildungen in unseren Reihen absolviert, du warst auch als Landkreisausbilder für den Atemschutz und die Absturzsicherung aktiv. Für dein Lebenswerk Feuerwehr danke ich dir von Herzen“, wandte sich der Traunsteiner Kommandant an Eichschmid.

Zeit für Anekdoten und Erinnerungen

Ernst Ditsch war 24 Jahre lang Gruppenführer bei der Traunsteiner Wehr. Schulz lobte ihn dafür, dass „immer Verlass“ auf ihn war. Anton Miller brachte es in seiner aktiven Zeit, die von August 1972 bis zum August 2021 dauerte, bis zum Rang des Hauptfeuerwehrmannes. Einen feierlichen Rahmen bot den Männern das festlich geschmückte Kulturform Klosterkirche sowie die musikalische Umrahmung durch das „Hot Hoagascht Quartett“. Das gemeinsame Abendessen nutzten die Geehrten und ihre Familien für Erinnerungen und Anekdoten aus ihrem aktiven Feuerwehrleben.

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