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ABITUR BESTANDEN, WAS NUN?

Berufsorientierung vor der Studienwahl: Ein Jahr Bundesfreiwilligendienst an Chieminger Schule

Die Vorfreude auf das anstehende Studium ab Oktober 2021 ist groß. Paulina Plereiter (links) will Erziehungswissenschaften entweder in Augsburg oder Regensburg studieren und Sophia Maier hat vor, ein Lehramtsstudium in Augsburg zu absolvieren.
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Die Vorfreude auf das anstehende Studium ab Oktober 2021 ist groß. Paulina Plereiter (links) will Erziehungswissenschaften entweder in Augsburg oder Regensburg studieren und Sophia Maier hat vor, ein Lehramtsstudium in Augsburg zu absolvieren.

Berufsorientierung vor der Studienwahl: Sophia Maier und Paulina Plereiter aus Inzell arbeiten als „Bufdis“ in der Chieminger Schule.

Chieming/Traunstein – Das Abi ist bestanden – und was nun? Gleich ans Studium oder erst mal ‘ne Auszeit vom Büffeln nehmen? Oftmals haben Abiturienten nach ihrem erfolgreichen Abschluss noch keinen genauen Plan, was sie machen wollen und daher kann ein „soziales Jahr“ ganz hilfreich sein, sich zu orientieren und Erfahrungen zu sammeln. So wie Sophia Maier aus Inzell.

Bufdi-Einsatz als Hilfe für Berufswahl

„Ich wollte mir ein Bild davon machen, ob Lehramt der richtige Beruf für mich ist. Deshalb habe ich mich beim Bundesfreiwilligendienst für ein Jahr an einer Schule beworben“, erzählt sie der Chiemgau-Zeitung. Seit September 2020 leistet sie also ihren Dienst in der Grund- und Mittelschule in Chieming ab – erst danach geht’s an die Uni für ein Lehramtsstudium. Den gleichen Weg hat ihre „Abi-Kollegin“ Paulina Plereiter eingeschlagen, auch sie ist zur Zeit an der Chieminger Schule und bereitet sich dort auf ihr Studium der Erziehungswissenschaften vor. Beide sind aktuell sogenannte „Bufdis“.

Abitur am Chiemgau-Gymnasium gemacht

Bufdi ist die Kurzbezeichnung für den Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst. In der Regel sind es junge Leute, die nach der Schule (oft Abitur) diesen Dienst ableisten.

Sophia Maier und Paulina Plereiter haben ihr Abitur am Chiemgau-Gymnasium in Traunstein gemacht. Auf das Bufdi-Angebot waren sie in ihrem letzten Schuljahr bei einem Besuch der Agentur für Arbeit Traunstein während ihres P-Seminars zum ersten Mal gestoßen. Nach ihrem Schulabschluss hatten die beiden Freundinnen unabhängig voneinander aus der Zeitung erfahren, dass die Grund- und Mittelschule Chieming Bufdi-Stellen anbietet. Die beiden Freundinnen bewarben sich erfolgreich und sind jetzt froh, dass sie beide auch genommen wurden.

„Wir fahren gerne nach Chieming, denn das Kollegium ist sehr nett. So bekommen wir doch so einiges mit, was man in der Schule als Lehrkraft leisten muss“, betont sowohl Paulina, die überwiegend in einer Kombiklasse 1-2 eingesetzt ist wie auch Sophia, die hauptsächlich in der vierten aber auch in der neunten Klasse mitwirken kann. Für ihren Einsatz erhalten sie monatlich eine kleine Aufwandsentschädigung.

Entscheidung noch nicht gefallen

„Ich habe mir in den letzten Monaten ein gutes Bild vom Lehrerberuf machen können. Ich werde nun im Oktober ein Lehramtstudium in Augsburg beginnen“, freut sich Sophia Maier. Paulina Plereiter schwankt noch zwischen Augsburg und Regensburg, ist aber ebenso voller Vorfreude auf ihr Studium der Erziehungswissenschaften.

Für das kommende Schuljahr hat auch ihre Heimatgemeinde Inzell eine Bufdi Stelle in der Grundschule ausgeschrieben. „Das kommt für mich allerdings um ein Jahr zu spät“, so Plereiter, „doch ich kann das nur jedem empfehlen, denn so lässt sich der angestrebte Beruf besser einschätzen“.

Der Bundesfreiwilligendienst

Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Angebot an Frauen und Männer jeden Alters, sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren – im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich oder im Bereich des Sports, der Integration sowie im Zivil- und Katastrophenschutz.

Die Aussetzung des Wehrdienstes und damit auch des Zivildienstes zum 1. Juli 2011 war eine große gesellschaftliche Herausforderung. Der Bundesfreiwilligendienst sollte helfen, die Folgen der Aussetzung des Zivildienstes zumindest teilweise zu kompensieren. Alle nach dem Zivildienstgesetz anerkannten Dienststellen und -plätze wurden daher automatisch als Einsatzstellen und Plätze des Bundesfreiwilligendienstes anerkannt. In der Regel dauert der Bundesfreiwilligendienst zwölf Monate, mindestens jedoch sechs und höchstens 18 Monate. In Ausnahmefällen kann er bis zu 24 Monate geleistet werden. Neben der Abiturnote kann ein abgeleisteter Bundesfreiwilligendienst wie auch andere Freiwilligendienste bei der Zulassung zu einem zugangsbeschränkten Studium angerechnet werden. (re)

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