Aus dem Gemeinderat

Ein Handwerksbetrieb in Reit im Winkl soll zukunftsfähig bleiben

Auf dem Platz links neben dem bestehenden Betriebsgebäude ist der Anbau einer Fertigungshalle für den Zimmererbetrieb geplant.
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Auf dem Platz links neben dem bestehenden Betriebsgebäude ist der Anbau einer Fertigungshalle für den Zimmererbetrieb geplant.

Der Gemeinderat Reit im Winkl ist einstimmig für den Erhalt einer zukunftsfähigen Zimmerei. Ihr neuer Besitzer, ein junger Holzbaumeister, will anbauen. Allerdings stellt der Lärmschutz eine Hürde dar, genauso wie der Denkmalschutz.

Reit im Winkl – Einen Antrag auf Vorbescheid, ein bestehendes Betriebsgebäude an der Weitseestraße um eine Fertigungshalle für eine Zimmerei zu erweitern, genehmigte der Gemeinderat Reit im Winkl einstimmig. Die Antragstellerin und Besitzerin des entsprechenden Gebäudes stellte mit ihren Eltern dort früher Holzspielzeug her.

Anschließend verpachtete sie es an eine Schreinerei und seit etwa zehn Jahren an die Firma Holzhandwerk Wolfenstetter. Der Sohn des jetzigen Betreibers sucht nach Erhalt des Meisterbriefs als Zimmerer und als Holzbautechniker nun einen Standort, der es zulässt, Mitarbeiter einzustellen und auszubilden. Voraussetzung dafür ist die Möglichkeit, eine Fertigungshalle anzubauen.

Gebäude steht unter Denkmalschutz

Die Verwaltung habe Kontakt mit dem Kreisbaumeister aufgenommen, der die Stelle als Außenbereich einstufe, so Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU).

Allerdings könne nach dessen Meinung der Beurteilungsmaßstab durch die bereits bestehende umgebende Bebauung großzügig ausgelegt werden. Die Gemeindeverwaltung begrüße das Vorhaben, da die Zukunftsfähigkeit des Betriebs aufgrund der Übernahme durch die nächste Generation gesichert sei. Dennoch seien noch verschiedene Themen abzuarbeiten. So stehe das Hauptgebäude auf dem Grundstück unter Denkmalschutz, erläuterte Schlechter weiter.

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Weiter seien die Lärmverträglichkeit des künftigen Betriebs mit der Nachbarbebauung sowie naturschutzrechtliche Belange zu prüfen. „Im Rahmen der Antragsprüfung zieht das Landratsamt die entsprechenden Sachgebiete mit ein“, so der Bürgermeister. Eine immissionsschutzrechtliche Untersuchung sei in jedem Fall notwendig. Marcus Ritzer (CSU) und Georg Speicher (Freie Wähler) begrüßten das Vorhaben und sprachen sich dafür aus, dass von der Gemeinde ein positives Signal für eine Genehmigung ausgehen solle. Sie bekamen dafür Zuspruch vom Gremium.

Der Gemeinderat erteilte für den Antrag auf Vorbescheid einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Die dankmalschutz-, naturschutz- sowie immissionsschutzrechtlichen Belange seien von den jeweiligen Sachgebieten im Landratsamt Traunstein zu prüfen. sh

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